Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1755927
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Mcn ga zzin o . 
Mengonc. 
solchen Glanz von sich geworfen haben, dass der Künstler die 
Hlnexugelzexmden aufTordern musste, die Augen zu schlicssen.  
Ein griechischer Maler dieses Namens wurde vom Dichter 
verspottet. zknthol. Gr. Palat. XI. 213. Er nennt Mcnestratos 
Phaetoxx des Feuers, und dessen Deucalion des Wassers würdig. 
Mengazzino , 
Beiname von 
Santi. 
iMGngClbßPg, ÜUIO, Maler von Cöln, wurde um 1312 geboren, 
und mit den Anlängsgriinden der Iiunst vertraut, ging er nach 
Düsseldorf, um daselbst auf der Alsademie unter Schaclow seine 
Studien fortzusetzen. Erhat bereits Proben eines tüchtigen Talen- 
tes gegeben, 13.36 im Tode Mosis, wie dieser auf der Anhöhe 
von Nebo das gelobte Land erblickt, und von zwei Engeln unter- 
stützt sterbend zuriicksitiltt. Nach dem Berichte in den Berli- 
xier Nachrichten 1836 No. 22-1 hat der Künstler jedoch hier seine 
VAufgabe noch nicht ganz gelöst, desto mehr aber tritt das fast le- 
bensgrusse Bild der Judith hervor, welche Mengelberg 1837 malte. 
Judith tritt aus dem Zelte, worin im dunklenHintergrunde der 
Rutnpfydes Ermordeten sichtbar ist, und sie schlägt den Vorhang 
mit der Linken zurück, während sie in der Rechten das blutbe- 
{leckte Schwert hält. Diese Judith ist ein schlankes, reizendes 
Miidchenrinit sanften Zügen und blühendem 'J.'eint; das Auge ist 
zum Himmel gerichtet, um Nlerzeihung ihrer That zu erflehen, wlih- 
rcncl H. Vernet diese Heldin fanatisch, in medusenartiger Schön- 
heit dargestellt hat,  eine Meucheltnürtleritl. Jazefs Stich gibt 
Wlernetß: Judith in Abbildung. Auch Hildehrandt hat in neuester 
Zeit diese Jndith gemalt. Mengelbergk Judith kam in den Be- 
sitz des Rheinisch Westphiilischexx Iiunstvereins, und ausscrdem 
existirl: davon noch eine kleine Farbenskizze. In demselben Jahre 
malte Mengelberg noch die halblebetlsgrosse Figur einer sich schmü- 
ckenden jungen Griechin, von grüsserer Bedeutung ist aber wie- 
 der das Bild des Erzengels-auf dem bezwungenen Drachen, wozu 
der Künstler 1858 den Carton zur lebensgrossen Ausführung fer- 
tigten Die. Flucht in Aegypten ist ebenfalls ein Werk der neuesten 
Thiitiglseit des Künstlers, und an diese schliessen sich lebensgrusse 
 und kleinere Bildnisse. Die Seiden- und SannntstolTe malt nicht 
leicht Jemand besser. 
MCnghlTll; .Bi1CÜ]ay Bildhauer und Baumeister, wurde zu Anfang 
cles 17. Jahrhunderts geboren, und Rom war cler Schauplatz seiner 
Thiitiglscit. ln der Iiirche des heil. Lulaas daselbst ist seine Statue 
denheil, Mlartina, zwei andere Statuen kamen in die StßPeters- 
kirche, und in St. Francesco a llipa ist das Brusthilnl der Laura 
Illattei auf ihrem Grabmale sein VVei-k. Dann fertigte er auch 
Zeichnnngem]. D. Barriera stach den Untergang des Pharao im 
Meere. Esgibt ein grusses geätztes Blatt mit dem Titel: 
Disegnh (lel teatro lhtio al Giesu nella quimlnagesima sotto al 
Auspicii di Papa Ixmucenziu X.  Nie. lVfi-iigliini SCUllIufG 
 ed_ Architettu B. C. de]. Tvlit D. B. (D. Barriere) inCidit be- 
 zeichnet. H. 27 Z., Er. 1? Z. 
Dieser Iiiinstler lebtevnoch um 1665.  
ÜIIBHgOYIC; T3ildhauer aus Lauis, erlernte seine Kunst in Rom kbci 
1'. Naldixli, und dann giüg er nach Neapel, wo er 1680 starb.
        

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