Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Meglinger - Müller, Jan.
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754785
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1755901
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Menechino. 
Menendez, 
Don Louis. 
ÜICIICChiIIO, Bildhauer, von welchem Lomazzo nur sagt, 
auch cm Buch über seine Kunst geschrieben habe. 
dass 
MCUCGPEITICS, Bildhauer, dessen Lebenszeit und Vaterland nicht ge- 
nau zu hestimxuen sind, wenn letzteres nicht Rhudus ist. Er war 
der Lehrer des Apollonius und Tauriscus, es geht aber aus Pli- 
nius nicht genau hervor, ob Artemidorus oder Menecrntes auch 
ihr Vater war. 
MBIIGläIOS, Bildhauer, der Schiller des Stephanus, van-fertigte die 
schöne Gruppe der Villa Lucluvisi in Rom. Den Namen des Hiinst- 
lers hält die Inschrift der Gruppe fest, man liest nämlich da: 
' MENEAAOZ ZTEJJANOT llIAUHTfIZ EJIOIEI, mit der Erklä- 
rung der Gruppe ist man aber nicht einig. Einige wollen sie liir 
 Orestes und Elehtra halten, beide in ihrer Wiedererkennung; 
Thiersch in den Epochen etc. bemerkt aber, dass auf den Qmsms 
keine Hindeutung statt finde, dass aber in der Frau die römische 
Matrone nicht zu verkennen sei. Nach Thiersch kann also die 
Gruppe nur eine gleichzeitige römische häusliche Scene vorstellen, 
aus dem Innern des kaiserlichen Hauses, vielleicht Oetavia und 
Marcellus (Tu Marcellus eris, manibus date lilia plenis etcJ. Vun 
der Hagen, Briefe in die Heinmth IV. 251, behauptet, dass er 
im Hörner den jungen Papirius erkenne, wie er seiner fur- 
schenden Mutter versagt, dass im Senate verhandelt wurde, ob 
die Männer mehrere VVeiber nehmen sollten. WVincl-zelmann hält 
beide für Phäclra und Hippolyt, weil die stattliche Frau den neben 
ihr stehenden Jüngling für die Mutter zu liehreich anbliclie. VVas 
es auch vorstelle, immer ist dies ein seelenvolles, verstiindigcs 
Gebilde, von ausnelnnender Wlirläung und Schönheit in der Är- 
bcit, und es gehört, wie Thiersch sagt, unter die Documenta 
echter, ungetriibter Hunst des Augusteischen Zeitalters. 
Menendez oder Melendez, Don Miguel Jacmto, vielleicht 
der letzte gute Maler der laastilischen Schule, wurde 16T!) zu Ovicdo 
geboren. Er machte gründliche Studien, und erlangte nach und 
nach solchen Ruf, dass ihn Philipp V. nach M. de Castrzfs Tod 
zum Hofmaler ernannte. Menendez hinterliess eine bedeutende 
Anzahl von Bildern, die richtig gezeichnet und von gefälliger Fär- 
bunv sind. Im Auslande sind sie selten; in der la. Eremitage zu 
St. Eetersburg ist eine Magdalena in der Felsenhißhle, vor dem 
Crueiüxe entschlafen, ein werthvolles Bild von zarter Vollendung, 
ganz miniaturartig. Don Miguel starb um 1726. 
Menendez, Don Franclsco Antonio, Maler und Bruder des 
Obigen, wurde 1682 geboren, und nachdem er mit den Anf-angs- 
gründen der Kunst vertraut geworden war, reistecr nach Italien, 
 um nach den besten WVci-lsen der Malerei zu studiren und zu cu- 
piren. Hierauf lebte er in Neapel einige Zeit, wo er sich verrrhe- 
lichte, im Jahre 1717 liess er sich in NIadrid nieder, und du 
nun gründete er als Miniaturmaler seinen Huf. Der Iiönig er- 
nannte ihn zum Holhialer. Starb 1726. 
Menendez, D011 LOUIS, Maler, wurde 1716 zu Neapel geho- 
yen, und sein Vater Don Francisco erlheilte ihm Unterricht, bi; 
er nach Rom ging, ,u1n daselbst seine Studien fortzusetzen. Nach 
seine: Rückkehr beschäftigte ihn Ferdinand VI. sehr viel, für wel-
        

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