Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1749823
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Lotz „ 
Eduard. 
Eiiuard. 
Mdriz 
Gemälde zu S. Bartolomeo in Bergaino, welches Ridolfi bewun- 
dernswerth nennt", der heil. Jungfrau und dein liinde verschiedene 
Bewegungen, nach entgegengesetztenSeiten, als sprächen sie mit 
den Seligen, welche zur Rechten und Linken stehen. Auf der 
anderen, ganz holdseligen zu S. Spirito lässt er am Fuss des Thro- 
nes den Iinaben Johannes das Lämmclien umfassen  voll Einfalt 
und Unschuld, wie es, nach Lanzi, selbst Rafael und Correggio 
nicht besser hätten machen können. Diese seine Meisterwerke und 
andere in den Kirchen und Sammlungen zu Bergarno" stellen ihn, 
wie Lanzi behauptet, neben die ersten Lichter derfliunst, und 
wenn er bei Vasari weniger bedeutend auftritt, so liegt diesdaran, 
dass der Geschichtschi-eiber weniger durchdachte und minder grosse 
Bilder von ihm sah. Lotto hat auch nichtdinmer dieselbe Kraft 
und Zeichnung. Seine beste Zeit scheint mittlölä zu beginnegi, 
wo er unter vielen namhaften Künstlern in Bergaino gewählt wurde, 
das Bild bei den Dominikanern- zu malen, _und sein Verfall soll 
nach 1546 angehen. Auch in Ancoua malte er, und viel in Recaß 
nati bei den Dominikanern, wo mitten unter Meisterwerken, be. 
sonders in kleinen Gemälden, manche Nachlässigkeit in den Ex- 
tremitäten undeinige Trockenheit, nach Art Be]lini's sichtbar ist, 
mögen es nun seine ersten Arbeiten gewesen seyn, wie Vasari glaubt, 
oder vielmehr seine letzten, wie Lanzi meint, weil der Künstler, 
als er alt wurde, gern nach Loreto bei Recanati ging, um dort 
zu beten.  
Auch in auswärtigen Gallerien sind Bilder von Lotto; in der k. 
Pinakothek zu München eine liebliche Darstellung der Vermählung 
der h. Catharina,_ im kön. Museum zu Berlin sind einige interes- 
sante Beispiele für die verschiedenen Richtungen des Künstlers, 
und diese zählt Dr. Iiugler (Besch. d. Gallerie 115) auf, Das eine 
dieser Gemälde, der Abschied Christi von seiner Mutter, mit dem 
Namen und der Jahrzahl 1521, folgt, nach liugler, Vüflugswcigc 
den Motiven der mailändischen Schule, denen sich indess in der 
Farbenstimmung bereits ein gewisses venetianisches Element bei- 
mischt. Ein zweites, mit dein Namen und 1551 bezeichnet, ent- 
hält in zwei Abtheilungen die beiden Ileiligcii Sebastian und Chri- 
stophorus. Dieses Bil_ ist ganz in der Art der neueren venetiani- 
scheu Schule in dem eigenthumlichen Ton der Farbe auf Giorgione 
hindeutend. Dem venetianischen Charakter entsprechend ist auch 
das eigene Bildniss des Künstlers. Die Köpfe zweier Heiligen, und 
auch die obigen sind nicht durchaus meisterlich. Das Bildniss des 
Künstlers mit Frau und zwei Kindern am Tische , In der Feinheit 
der Auffassung eines seiner besten Gemälde, ist auch bei Eduard 
Solly in London. Ehedem war es in der Sammlung des Luciari 
Bonaparte.   
Gestochen ist wenig nach diesem Künstler; das wunderschöne 
Bild der Geburt des Heilandes, für Thomas vondiinpoli gemalt, 
in dem Werke: Variarum iinaginum a Cßlßberrlmls nrtilicibus pic- 
tarum caelaturae elegantissimis tabulis repraesentatae. Er Selbst 
soll ein Blatt mit der Madonna und einigen Heiligen radirt ha- 
ben. Es ist selten. 
LOIIZ, Eduard, Maler von Düsseldorf, unc_l_ noch 1858 dagelbgl; 1113;- 
tig. Er malt Bildnisse, öfter in Lebensgrosse, grosse Brustbilder 
und ganze Figuren.   
LOIIZB, Müriz ÄQ-Tduard; Maler, wurde 1809 zu Freiberg im säch. 
sischen Erzgebxrge geboren, und den ersten Unterricht im Zeichnen
        

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