Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1749715
Lorraine , 
J 0h. 
Bapt. 
Lorta. 
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wusste er stets den Stoff anzudeuten. Einzig warf man ihm eine 
allzugrosse Vollendung vor, weil er dadurch oft der Lebendigkeit 
der Darstellung schadete. In der letzteren Zeit seines Lebens zog 
er die Natur nicht mehr zu Ilathe. Die Anzahl seiner Werke war 
bedeutend, viele aber gingen durch Aenderungslust, und nament- 
lich In der Revolution zu Grunde. Zu seinen Hauptwerken zählte 
milfl das Grabmahl des Hauses de Laigue in St. Germain, ein Bas- 
relief in der Capclle des Königs zu Versailles, das grosse Cruciiix 
m_der Kapelle von Bourg -Fontaine, nie Statuen der vier Jahres- 
zeiten am Pallaste Soubise, die colussalen Köpfe der Propheten 
und Prophetinnen, so wie die Statuen der Religion und der Giite 
an der Facade des bischöflichen Pallastes zu Strassbnrg, eine Wla- 
donna in der Plarrkirclxe zu Marly, den Bacchus im Garten zu 
Versailles etc. Für die schönsten Arbeiten erklärte man jene am Land- 
hause des Gardinals, die 1779 durch Brand zu Grunde gingen. 
Lürralne; Johann Baptlst de, Iiupferstecher, wurde nach Ba- 
Safl 1757 zu Paris geboren. Sein Vater August, ein Kupfer- 
drucker, wollte an ihm einen Künstler haben, und Basan macht 
über J. Lorrain die bittere Bemerlsung, dass er zu denjenigen ge- 
höre, die sich schämen, den Namen ihres Vaters zu tragen. Doch 
wohl nicht, weil der Vater ein Drucker war? Basen wusste weiter 
nichts, und nur etliche Blätter fügt er bei. Starb gegen das Ende 
des vorigen Jahrhunderts. 
i) Das Bildniss des Schauspielers Chanville in der Rolle von 
Collas, nach de Lorme. 
' 2) Uhominage de l'amour, nach Vanloo, grosses Blatt. 
3) L2; procession ridicule des moines im Paris 1590, nach Gra- 
ve ot. 
4) Venus se preparant pour le jugement de Paris recoit d'avance 
1:1 pomme des mains de l'amour, nach Boucher. 
5) Das Leben St. Gregur's, nach Vanl0o's sieben Gemälden mit 
Miger, Moles, llomanet und Voyez gestochen. 
6) Die fünf Sinne, mit Tilliard und Levasseur gestochen, nach 
P. Dumesnil. 
7) Allegorie auf die Vermählung des Dauphin (Ludwig XVL), 
nach S. Beauvais. 
8) Landschaft mit einer dichten Baumgruppe rechts, links Fel- 
sen mit Ruinen, in der Mitte Durchsicht, schmal qu. fol. 
Q) Les ruines de PAttique, nach Pannini. 
10) Les ruines de Peloponese, nach demselben. 
11) Vue des Cotes de Malte, nach C. Lorrain. 
12) Vue des cotes de Genes, nach demselben, mit Pelletier ge- 
stechen. 
15) L'onde tranquille, nach J. Vernet. Grosses Blatt im ersten 
Druck vor der Schrift. 
Lorta: Bildhauer zu Paris, Schüler von Bridan, machte sich zu4 
Anfang unsers Jahrhunderts bekannt, und noch 1819 war er thä- 
lig- Seinen Tfaufnamen fanden wir nirgends angeäeben, Gabet 
verzeichnet aber mehrere Werke desselben: eine Bronzestatue des 
Herkules mit den hesperitlischen Aepfeln; die Büste des Helvetius; 
die Büste Catcfs, für den Saal der Consulu ausgeführt; die allego- 
rische Gestalt der Einigkeit, wie sie das französische Volk zum 
Sleg führt; Venus und Amor, Marmorgruppe; Diana im Bade; 
Büste Correggids: Venus den Amor krönend; die Büste Hedwig? 
XIV. für die Orangerie in Versailles; die Chemie, Basrelief an der 
Fontaine der Bastille etc. Im Jahre 181g sah man von ihm noch
        

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