Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1749650
Lorenzo , 
Fiorenzo 
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donna auf dem Throne Ävon Engeln umgeben, in der florentinischen 
Gallerie aufbewahrt. Letzteres hat die Inschrift: Petrus Laurentii 
de Senis me Pinxit A. D. 1540. 
Vasari riihmt bei Erwähnung eines wahrscheinlich verschollenen 
Bildes des Pietro, vielleicht desselben, an welchem er selbst oder 
einer seiner Berichtgeber fälschlich: Petrus Laurati de Senis gele- 
fefl, lln Vorübergehen die kleinen Figuren auf dessen Staffel, was 
111 neuerer Zeit veranlasst hat, diesen wackern, anmuthigen und 
lieblich beendigenden Künstlern eine Menge hässlicher, kleiner 
Tafeln anderer Sieneser: des Imrcnzo di Petro und Giovanni di 
Paolo beizulegen, zweier Maler, welche um_ die Mitte des 15. 
Jahrhunderts gearbeitet haben. Selbst in der öffentlichen Gallerie 
wird eine Altartafel mit dem Wcltgerichte fälschlich dem Ambruo- 
gio beigemessen. 
Pietrds Fresken im Dome zu Arezzo, Begebenheiten aus dem 
Leben der Mutter Gottes vorstellend, sind nicht mehr vorhanden, 
dagegen befindet sich aber "das Altarblatt mit der Madonna und 
vier Heiligen, welches er fur die Iiirche gemalt hatte, noch ge- 
genwärtig an einer Seitenwand derselben. Es ist in drei Stücke 
zcrtheilt,_ jedoehiibrigens wohl erhalten.  
Seine Gemälde in Rom gingen bei dem Baue von St. Peter zu 
Grunde, eben so ist auch das Bild des heil. Thomas-in der Iiirche 
Santa Fiora und LuClll8,"'dClIl Kloster der schwarzen Brüder zu 
Arezzo, nicht mehr vorhanden.   
Im Auslande sind die Werke Pietrds sehr selten; das k. Museum 
in Berlin bewahrt aber zwei Bilder, die diesem Dlcisfter zugeschrie- 
ben werden. Sehr anziehend findet Iiugler (Besebreibungider Gal- 
lerie S. 17) das eine derselben, den heil. Doxninikus vorstellend, 
wie er in seiner Zelle betet, mit schirmenden Engeln zur Seite, 
Während ein Weib zögernd die Zelle verlässt. Das Poetische der 
Handlung ist hier mit einfachen Mitteln trefflich erreicht. Das 
andereABild stellt die wunderbare Rettung einer Nonne dar. 
Pietrcfs Todesjahr kann nicht genau bestimmt werden. Im Jahre 
1355 soll er nach Arezzo berufen worden seyn, und wenige Jabre 
darauf zollte er wahrscheinlich dem Tode seine Schuld. 
Ambruogio scheint älter als Peter gewesen zu seyn. Bei der 
Vergleichung des Bildnisses des ersteren, das er 153!!- von sich zu 
Florenz malte, mit dem späteren des Pietro, von Bolgarini, er- 
scheint Ambruogio viel älter. _Das Bildniss des letztern sah man 
auf der Staffel-seines Bildes zuSt. Procolo zu Florenz. Wo sich 
BolgarinPs Bildniss des Pietro di Lorenzo befindet, ist nicht anzu- 
geben. {VgL Vasari l. c. S. 255, deutsche Ausgabe. 
LOPBUZO, FIOPGIIZO dl, Maler aus Pcrugia, bekleidete bereits im 
 Jahre 1472 die höchste magistratische Würde seiner Hauptstadt, 
und verpflichtete sich, wie Mariotti durch einen Contralst darlegt, 
in demselben Jahre gegen den Unterpriur des Iilosters S. Marie 
nuova, der Iiirche desselben ein Altarblatt mit der Himmelfahrt 
der Jungfrau und vielen Heiligen zu malen, welches aber schon 
_zn MariottTs Zeiten nicht mehr vorhanden war. Fiorenzo musste 
sich also bereits innerhalb des vorangehenden Jahrzehendes ausge- 
bildet haben, da er als Dezemvir 1472 sicher schon zu reifen Jah- 
ren gelangt war; auch muss erein hohes Alter erreicht haben, da 
er nach spätem Angaben des Mariotti noch im Jahre 1521 gelebt 
haben soll.    ' 
        

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