Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754728
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Meer, 
Noah 
Meepen , 
Gerh. 
Meer, Noah van der, ]LlIll01' , Zeichner undx Iiupferstecher 
zu Amsterdam, wurde um 1745 geboren, und fast möchten wir glau- 
ben, dass er mit dem obigen Künstler Eine Person ist. Seine 
CFhiitigheit_ fällt in die zweite Hälfte des vorigen Jahrhunderts, und 
er hatte sich durch eine Anzahl schätzbarer Blätter bekannt ge- 
macht; deren wir folgende erwähnen: 
 1) Der Brand des Theaters zu Amsterdam im Jahre 1772, nach 
eigener Zeichnung. 
2) Die Abbildung des neuen Theaters daselbst, ersteres in der 
Historie van den Amsterdamschen Schouwburg. Te Amster- 
dam 1772; letzteres in der Historie van den Nieuwen Am- 
sterdamschen Söhouwburg 1775, 4. 
3) Zwei Ansichten bei einer grossen Wasserfluth. 
4) Eine Ansicht des Y vom Blaauwhoofd aus bei Amsterdam, 
1775, nach H. Hohe-B's Zeichnung gestochen. 
5) Der Sturm und die hohe Fluth vor Elburg, in demselben 
Jahre. . 
6) Die Blätter in J. le Francqe van Berkhey's Eerbare Procf- 
husjes, von ihm gezeichnet und gestochen 1781. 
7) Der Hörsaal der Gesellschaft „Felix lVIeritis" zu Amsterdam, 
nach P. Barbier-k und J. Iiuypefs Zeichnung, 1795. Ein 
schr gerühmtes Blatt. 
8) Der Musiksaal dieser Gesellschaft, von denselben Iiiinstlern 
gezeichnet. Das Gegenstück zum obigen, ist aber friiher er- 
schienen. 
Meer: Van der, ein Kunstliebhaber zu Langres, machte glückli- 
che Versuche in der Glasmalerei. Er brachte es im Glasfäxben be- 
sonders weit, Seiner erwähnt de Bast in den Annales du Salon de 
Gand p. 191, und hebt besonders zwei auf Glas gemalte Bilder 
nach Rafael hervor: die Madonna del yesce, und eine h]. Familie. 
Dieser Dilettant arbeitete in dem ersten Zehntel unsers Jahrhun- 
derts.  
Meere, de, Bupferstecher, dessen Brulliot im Dict. des monogram- 
mes erwähnt. Er sagt, dass ihm die Blätter, welche mit M. sculp. 
bezeichnet sind, beigelegt werden, vermuthet aber, dass sie Werke 
des A. Melar seien. Y. 
I 
Meeren; Gerhard Van der, Maler, Schüler des Hubert van 
Eyck, wie aus einem Manuscripte im Besitze des J. B. Delbeeq 
erhellet, worin es heisst, dass Geeraert van der Meere discipel 
van meester Hubertus van Eyck 1447 gestorben sei. Er ist auch 
wahrscheinlich jener Gerhard von Gent, dessen wir bereits erwähnt 
haben.  
Ein authentisches Gemälde dieses Meisters ist in der St. Bavons- 
kirehe zu Gent. Es stellt im Mittelbilde die Kreuzigung Christi 
 und auf den Flügeln Moses, der Wasser aus dem Felsen schlägt, 
und die eherne Schlange dar. Das Bild trägt den Charakter der 
van Eycllüschen Schule, zeigt aber doch eine grosse Abweichung 
sowohl in der Färbung als in den Formen. Es hat übrigens spre- 
chende Charaktere und schöne Zusammensetzung; die Behand- 
lungsart nähert sich der des llemling. 
In der Sammlung des Prinzen von Oranien befinden sich von 
diesem Meister drei kleine Bilder in einem Rahmen, das mittlere 
ist ein Christus am Iircuze, vor ihm ein Ordensgeistlieher, dem
        

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