Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754695
Meer , 
Gcrard 
Meer , 
Jan 
etc. 
567 
wähnten Verfasser der Geschiedenis "der vaderl. Schilderhunst, aus 
Fainiliennachrichten, sie erwähnen aber nichts von einer Reise 
nach Italien, die er mit L. Verschuur gemacht haben soll. Fin- 
rillo (Deutsch. III. 246) will dieses wissen, so wie auch, dass der 
Iiiinstler in Rom von Italienern und Landsleuten wegen seines an- 
genehmen Betragcns allgemein geliebt wurde. Dann erzählt Fin- 
rillu auch vom Unglücke des Künstlers, und dass nachher de Hecm 
fast seine einzige Hülfsquelle gewesen sei. Dieses ist nach den 
oben erwähnten Thatsachen unrichtig, und auch mit seiner Reise 
nach Italien scheint sich ein Gleiches zu verhalten, so dass wir 
glauben, dieses passe auf Jakob v. d. Meer. Van Eynden und 
van der Willigen sprechen nur von den obigen zwei Gemälden, 
nichts von Landschaften, lVIarinen und Thierstiiclien, und auch 
von einem jüngeren Jan van der Meer, der solche Dinge gemalt 
hat, sagen sie nichts. Jedenfalls scheinen hierwund da Verwechs- 
lungen vorzugehen, so das inan Bilder des jünger-n van der Meer 
dem iiltern zuschreibt. Letäterer kann seiner Bedienstigungen we- 
gen nicht viel mehr gemalt haben. Nach d'Argensville malte J. v. 
d. Meer der ältere Landschaften mit kleinen Figuren und Thieren, 
vornehmlich aber Seestiicke, worin er die SchiHe in verschiedenen 
Stellungen mit allem dazu gehörigen Gerüthc sehr genau ahschil- 
dcrte. Man nennt seine Composition geistreich und gewöhnlich 
sehr lebhaft, nur die Hintergründe legte der Künstler zu blau an. 
Der Pinselstrich ist aber leicht und sicher. Und dann sagt von 
Mannlich noch in seiner Beschreibung der k. bayer. Gallerie, dass 
die kleinern Gemälde den grussen vorzuziehen sind, weil der 
leichte geistreiche Pinsel, der die ersteren so angenehm macht, in 
den letzteren nicht hinreicht, die Richtigkeit der Formen in Fi- 
guren und Thieren darzustellen. 
Der ältere van der Meer soll nach duärgensville 1691 gestorben 
seyn, die Verfasser der Geschiedenis etc. wissen sein Todesjahr 
nicht anzugeben. 
MBCP, Gerard Välll der, Architekt, dessen Lebensverhältnisse 
unbekannt sind. Im Jahre 1500 Vvllrdß er 113611 5391159? benlfen? 
er begann den Bau des Schlosses Augustusburg im sächslsclneu Erz- 
gebirge, welches von dem Churfürsten August den Namen hat. 
Graf von Lynar vollendete es 15711-- 
IWCCF, Jan van der, de Jongß, der jüngere genannt, ein 
Iiiinstler, dessen wir schon unter van der Meer S011. gedacht 
haben. 'Er war dessen Sohn, und diesem verdankte er auch 
die Anfangsgründe der Iiunst. Später wurde er N. Berghenfs 
Schüler, unter dessen Leitung seineAusbildung rasch von statten 
ging, und bald zählte man ihn zu den vorziiglichsten Meistern 
der Schule, Allein ein unurdentliches Leben schmälerte seinen 
Ruhm; er brachte mit seinem Freunde Th. van Berge häufig seine 
Zeit in den Schenken zu, und gerieth zuletzt in solches Elend, 
dass er bei seinem um 1706 erfolgten Tod aufliosten seiner Freunde 
bestattet werden musste. Er war damals noch nicht 50 Jahre alt. 
Fiorillo erzählt die Sache anders. Seine Gattin soll ihm ein 
glänzendes Bcgräbniss veranstaltet haben, zu welchem sie alle Seine 
Verwandten eingeladen hatte, StC verschwand aber während des 
Lcichenxzugcs mit dem Besten, was noch zu Hause war, so dass 
da; 1,13115 leer war, und jene genötlngt waren, die Leichenlinslgn 
zu bezahlen. Um ein glänzendes Leichenbegängniss zu veranstal-
        

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