Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754176
Mazzxxoli , 
Franceseo. 
215 
Ein anderes, nach v. Quandt (zum Lanzi II. 329) entsetzlich ma. 
nierirtes Bild derselben Gallerie stellt Maria auf dem Throne vor 
wie Johannes dem vor ihr stehenden Jesuskinde eine Blume reicht: 
Tiefer kniet anbetend St. Franz, und im Vorgrunde steht Sebastian 
mit auf den Iliiclsen gebundenen Händen; ganze Figuren unter 
Lebensgrösse. Ein drittes Gemälde dieser Gallcrie stellt den auf 
einer durch ein Geländer begrenzten Erhöhung sitzenden St. Ste- 
phanus dar, rechts Johannes den Täufer. Ein Mann liegt auf den 
linien , die oben schwebende heil. Jungfrau anbetend, lebensgrosse 
Figuren. Dieses ausgezeichnete Bild ist in Haltung und Helldun- 
kel ganz in der Art des Correggio. Ein viertes Bild zeigt" die Ent- 
fiihrung des Ganymecl durch" den Adler. 
In der k. Pinakothek zu München ist ebenfalls ein Bild mit 
ganzen lebensgrossen Figuren: Maria, wie sie dem Jesuskinde die 
Brust reicht, zur Seite steht der kleine Johannes, schöne, voll- 
kommen ausgebildete Gestalten, im schönsten Farbenschmucke. 
Im k. Museum zu ß erl i n ist ein grösseres Bild der Taufe Christi, 
welches wir schon Eingangs muthmasslich erwähnt haben. Es ist 
ein Jugendwerk des Iiünstlcrs und verdient nach Hugler (Beschr. 
d. Museums S. Q2) sowohl rücksichtlich der ausgebildeten Form 
als der weichen Malerei Beachtung; doch ist es in beiden, wie 
auch im Ausdrucke, bereits nicht ohne eine grosse Adelstation. In 
mehreren Parthien sieht man schon den entschiedenen Nachahmer 
Correggids. 
Im Besitze des Dr. Rincolini zu Briinn war (noch 1825) eine 
Madonna mit dem Binde. In weissem Gewande und blauem Man- 
tel hält sie in der Rechten eine Rose, welche ihr das nackte, auf 
einem Bissen liegende Jesuskind reicht. licchts in einiger Entfer- 
nung, im Chorkleide, ist der Iiiinstler selbst. Parmegiaxiio strebte 
hier RafaePs Ausdruck mit Correggids Grazie zu erreichen. Vor- 
züglich zu bemerken ist die graziöse Stellung der Madonna, der 
leichte Faltem-vurf und der angenehme Farbenton. Dieses kleine 
Bild nun ist eine zweite Madonna della rosa, neben jener in Dres- 
den. E. Sadeler hat es 1600 gestochen, später Püschel in kl- 4- 
In der gräflich Thurn'schen Sammlung zu Wien ist ein schönes 
Gemälde der Madonna mit dem Iiinde, m_it St. Joseph und Ca- 
tharina, einer derjenigen Gegenstände, die Parmegianino öfter 
malte.  
Es gibt noch mehrere andere schöne Bilder dieses Künstlers, die 
wir aber hier nicht verzeichnen können. dagegen fügen wir eine 
Anzahl nach ihm gestochener Blätter bei, die sich überhaupt in 
grosser Anzahl finden. 
Agricola,  die hl. Familie nach dem Bilde beim Grafen 
Fries in Wien, dann Baron wspeck-Sternburg in Leipzig und 
Sir Th.Lawrence; die Grablegung oder die trauernden Frauen 
und Freunde um den todten Christus, nach einer Federzeich- 
nung RafaePs gemalt, bei Grafen Fries, dann bei Sir Th. 
Lawrenceßnd jetzt bei Vfoodburu in London. 
l Angeli, J, 13., das Grabmal eines Bischofs- _  
Anonym, die Vermählung MariE-i, schön radirtes altes Blatt, 
anders als Caraglids Stich; Dido mit dem Dolche beim Schei. 
terhaufen stehend, von einem alten Meister; Tueeia mit 
dem Siebe vor mehreren Kriegern und anderem Volke, von 
einem Meister der lYlarc-Antoxfschen Schule; eolossalc Büste 
der Diana mit dem liöclier, in de Soye's Manier; Amor von 
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