Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1754122
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Mazzuoli. 
Dlazzuoli , 
Francesco. 
Kirchen, viel für den Cardinal Ferlerigo und für den König von 
Sardinien, der ihn zum Ritter machte. llrlxirazzune starb 1626. 
Sein in der Ilorentinischen Gnllerie befindliches Bildniss hat P. 
A. Pazzi gestuchen. Sein in der laönigl. Gallerie zu Turin befind- 
liches Bild der Fulvia hat A. llicciani fiir La reale galleria di To- 
rinu illustrate da Bob. düäzeglio gestochen. A. Scacciati stach die 
Gefangennehmung Christi nach einer geistreichen Handzeichnuxig 
der florentinischen Gallerie in. Zeiclmungsmanier. 
MÜZZUOII; der Name eines Iiühstlergeschleclmtes , 
M a zz o1 a und Ma zz oli geschrieben. 
auch 
Mazzuola, 
MEIZZLIOlI, FlllPPO, genannt dall' Erbette, Maler zu Parma, der 
Sohn eines Bartolo und Brudeeder beiden folgenden Künstler. 
Seinen Meister kennt man nicht, und auch in der höheren Sphäre 
seiner Kunst muss er sich nicht mit Auszeichnung bewegt haben, da 
ihm der Beiname dall Erbette (vom Kraut) wurde, was er nach 
Lanzi besser malte als Figuren. Indessen könnte er diesen Beina- 
men von der Bezeichnung seiner Bilder erhalten haben. Er brachte 
nämlich häufig ein dreistängliclies Gewächs an. 
 Im königl. Museum zu Berlin ist ein Altargemälde, mit dem Na. 
men des Künstler und der Jahrzahl 1502 bezeichnet Es stellt die 
thronende Maria mit Heiligen dar, und nach Dr. Iiugler (Beschreibung 
der Gallerie des Museums S. 78) ist diess ein schlicht alterthümli 
ches Bild, aber ohne sonderliche Tiefe des Ausdrucks und der Fär- 
bung. Ein daselbst demselben Künstler zugeschriebenes männliche- 
Portrait unterscheidet sich durch die weichere Mndellirung des Ge- 
sichts und die vulleren (zum Theil nachgeclunkelten) Töne dm 
Carnation. In der Taufliapelle wird von ihm eine Taufe Christi 
erwähnt, und daraus ersahiLanzi, dass der Hiinstler den beiden 
Brüdern nachstand. Er hatte indessen einen berühmten Sohn, den 
F. Parmegianino. Starb 1505. 
Mazzuoli, Michelennd Pierilario, 1mm und Brüder des Qbi. 
gen,-und vorzüglicher in_d_er Iiunst. Diese Künstler wur- 
den in Parma_sehr_beschäf'tiget, man kennt aber dennoch ihre 
Lebensverhältnisse IllChL. Um 1515 malten sie gemeinschaftlich in 
der Kirche St. Giovanni. in der Sakrislei der Iiirelie St. Lucia 
ist_von Pierilario noch ein Bild vorhanden. Einige erklärten diese 
' beiden Iiunstler. als Lehrer des Correggio; allein es ist unbekannt, 
wie sie durch ihre Weise auf Correggio eimvii-kten. Allein bei 
Betrachtung ihrer Werke, sagt l-lirt (Nluseum von Dr. Iiugler 
1835 S. 151) lässt sieh ihr Einfluss auf die Studien des grusseri 
Meisters kaum bezweifeln. Mehr ist dieses von llario, als von Fi- 
lippo zu erinnern, der sehen starb als Correggio erst eilf Jahre 
311: war. _hIn dgi: lficinigl. Saiknmlung zu Neapel sind ein Paar Bil- 
er von i m. ieri ario star 1555. 
Mazzuoll, Francesco, Maler und Badirer, Filipprfs Sohn, ge- 
nanntil Mazzolino und il Parmegianino, letzteres zum 
Unterschiede von den andern Künstlern dieses Namens, ersteres 
gleichsam zur Lust, weil er jung und anmuthig war. Und der 
Künstler war auch noch nicht alt, als er starb; er zählte bei sei- 
nem 1540 erfolgten Tod erst 56 oder S? Jahre. die Angaben seines 
Geburtsjahrs wechseln zwischen 1503 und 1504. Das Jahr 15015 
bestimmt Pater Affe, der Lebensbeschreiber des Künstlers. Maz-
        

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