Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1753684
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M anlbertsch 
0 der 
Blaulpertsch , 
Anti 
Zwei andere Künstler, Johann Friedrich und Cqrl Gott 
10b Maul, waren Maler. Ersterer wurde 1777 herzoglich Gotha 
scher Hoftapetcnmalcr, letzterer erhielt 1795 dieselbe Stelle. 
Tllaulbertseh oder Maulpertsch, Anton Franz, Maler im. 
Badirer, geboren zu Langenargen am Bodensee 1724, gestorbei 
zu Wien 1796. Er erhielt die Anfangsgründe der Kunst bei vai 
Boi in Wien, und 1741 besuchte er die Akademie der Künste da 
selbst. Imi Jahre 1750 wurde ihm unter dem Dircetor van Schnp 
pen der erste Preis zuerkannt, die Akademie nahm ihn aber ers 
1760 unter die Zahl ihrer {Witglieiler auf, nachdem er ihren Ver 
sammlungssaal am Plafond mit symbolischen Darstellungen geziei 
hatte. Auch die Akademie der Zeichner und Huplerstecher in Wiei 
wählte ihn 1770 zu ihrem Mitglirde und Bath. Von Wien an 
machte er mehrere Reisen, und die wichtigste Arbeit bei diese 
Gelegenheit sind seine Malereien in (lGDBibliUillCk des Stiftes Stra 
how zu Prag. 
Maulbertsch war als Frescomaler berühmt, malte aber auch hi 
storische Bilder in Oel. In derspiitercn Zeit malte er in der DIIa 
nier italienischer Meister, und diese seine Werke verrathcn ein 
ernsthaftes Studium. In den Kirchen des Iiaiserstaates Oesterreiel 
{luden sich Altarbliitter von ilun, wie das Hochaltarblatt in de 
Cathedrale zu Raab, ein anderes in der Kirche zu Obrovitz, i] 
 der Dominilsanerhirche zu Znaiin, Tisehnowilz etc. In Fresci 
malte er die Piaristenhirehe in Wien, erst 21 Jahre all; die Pfarr 
lairche zu Schweehat bei Wien; das Ilathszimmer der ungarische: 
Hofkanzlei in Wien; die Piaristenhirche zu Nilsulsburg _in Billihren 
den Lehcnsaal zu liremsier; den Stiltssaal zu Iilosterhrueh; di 
 Kuppel der lireuzherren auf dem Plötenbcrg bei" Znaym; in de 
Iiarthause zu Brünn 12 Darstellungen; die Iiirche der Jesuiten z" 
Comorn in Ungarn; die Kirche der Carmeliter in Stuhlweissen 
 burg; die Iitippel der Cathedrale zu Weizen; die k. Ilolliapell 
und die Zimmer der Maria Theresia zu Innsbruck; die lialxell 
des heil. Beno in der k. Kirche zu Dresden; das Cnpitelliaus z 
Königsfeld und die Sakristei der Iiarthause etc. Letztere sind Frei 
 lsen aus seiner besseren Zeit und auch mit seinem Namen hezcich 
net.i In Dlabaez hist. Kiinstlerlexieon für Böhmen sind viele seine 
Malereien, verzeichnet. 
Ueber die oben erwähnten Bilder in der Bibliothek gibt es ei 
Werk, unter dem Titel: Historische Beschreibung der vom 1' 
lVlaulbertsh, k. k. Bammermahler, Mitgliede der YViencr und B0: 
lincr Akademie, am Bibliothekgcwölbe der B. Prämnnstrntense: 
Ordens-Canonic am Berge Sipn zu Prag, im Jahre 179.1 von-fertig 
ten Gcnxülde. Prag 1797,  In diesem Werke ist eine Ansicl 
des Saales. 
P. Ii. Fellner stach nach ihm die Kreuzerhöhung in gr. foL; l 
Sehmutzer 5 Scenen aus der Geschichte des heil. Johann von N1 
pOIDUCli; C. Iiohl die Erweckung des Lalilrlls und die lireuzigun 
Christi; J. Beheim den heil. Franz mit andern Ilciligen, dann de 
Franzishaner  Orclenshrief mit reicher Allegorie und vielen Heil 
gen, ein seltenes Blatt in gr, fuL; den Abschied der Heiligen PI 
trus und Paulus, Plafondstücls; Nothnagel das Abendmahl dc 
Herrn, die Taufe des Iiiirninerlings und einen Heiligen mit d: 
Standarte; F. Assner eine feindliche Streiferei verschiedener Tru] 
pen. v 
Maulbertsch hat auch einige Blätter breit und grossartig radirt-
        

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