Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1753632
Dlalurinü. 
 Matweff, 
Theodor. 
461 
Dieses Blatt, so wie I; und 5, ist nicht bei Bausch ange- 
zeigt, doch erwähnt er es im Appendix der Oeuvres de Rem- 
brandt N0. 95 im Artikel des Livens. 
MHUIÜUO; Maler von Florenz, bildete sich zu Rom in RafaePs 
Schule, und in jener Stadt fasste er solche Zuneigung zu P. da 
Caldara, dass er diesen mit unverdrossener Liebe unterrichtete und 
dann ohne Unterschied die Arbeit mit ihm theilte. Matnrino war 
ein sehr guter Zeichner, da sich Schüler und Meister beständig 
iibten. Es gab keinen Rest des Alterthnms, denn sie nicht zeichneten, 
und dadurch wurde ihr Geschmack so geläutert, dass ihre gemal- 
ten Friese, Basreliefs, Ornamente etc. an die classische Zeit de; 
Altcrlhuxns erinnerten. Der Sinn für glänzende Färbung scheint 
bei ihnen wenig ausgebildet gewesen zu seyn; ihre Färbung hatte 
in Vergleich in jener der übrigen Künstler zu wenig Leben und 
Anmuth, und so fanden sie es besser, nur grau in grau zu malen, 
und Maturino wird auch besonders in Verfertigung monocbroiner 
Darstellungen gerühmt, in denen sich im allgemeinen der Charak- 
ter der Schule olienbaret. Rom war ehedem sehr reich an Friesen, 
(äiebelbildern und Tbiirstüclsen von beiden Künstlern, allein sie 
sind vielleicht alle untergegangen. Die Fabxel von der Niobe in 
der Goldmaslae (alle Maschera d'Oro) sah Lanzi noch im beschü- 
digten Zustande, mehrere ihrer Compositiunen sind uns jedoch 
durch die Stiche von S. Bartoli und Ch. Alberti erhalten. Nach 
lVlaturino gestochen ist: das Opfer" Eliä und die Baalspfaffen, von 
Caylus und le Sueur nach einer Zeichnung aus Crozafs Cabincß 
und liir Cruzafs Werli in Helldunlsel gefertiget; Clelia aus dem 
Lager des Porscnna fliehend, llelldutilael von J. N. Vicentini; Jole 
zerscbneidct das vergiftete Gewand des Herliules , nach einer Zeich- 
nung aus Prauifs Cabinet von J. T- Prestel; das Opfer des Elias 
und jenes der Baalspfalien, von R. de Seri, iiusserst selten. 
Ueber Maturino brachte die Pliinderun" Kaufs Unglück. Dieg 
geschah 1527, wo die Pest den Künstler clahinradte. Caldara ret- 
tete sich. 
Matweef, s. den folgenden Artikel. 
MÄIIJWCH, IWHII, IYIaler, wurde 170i zu Novvogorod geboren, und 
sein schon frühe vurstechcndes Talent bewog 171g den grossen 
Czar Peter seinen jungen Russen nach Holland zu schicken, um 
sich dort in der lliulerei auszubilden, doch sagt die Geschichte 
nicht, wessen Leitung er dort genossen. Hierauf besuchte Mat- 
welf Italien, brachte lange Zeit in Rom zu, und 1732 kehrteer 
mit dem Hufe eines berühmten Künstlers nach Russland zurück. 
In St. Pemrsburg malte er seinen Gönner, Peter den Grossen, und 
dieses Bild, welches in der k. Akademie der Künste einen Platz 
fand, wird für das iihnlichste dcsCzar und für MatweFPs Haupt- 
werk gehalten. Auch die Kaiserin Anna malte er in Lebensgrösse, 
mit einem Mohren zur Seite; dann andere Bildnisse der k. Familie 
und von Personen des Hofes, die in Sarskoe-Selo und in andern 
Gebäuden aufbewahrt wurden. Auch in Kirchen zu Moskau und 
Petersburg sind Bilder von ihm.   
Nlatweli erreichte nur ein Alter von 52 Jahren, denn schon 1756 
starb er. 
luiltwßff, TIIGOÖOT, Landäclxaftsmalcr, der Sohn des Obigen, ver. 
lur in zartester Jugend den Vater, es ist uns aber nicht bekannt,
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.