Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1753559
Blattioli 
Matthiolus , 
oder 
Ludovico- 
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huren, und in der erstem Zeit soll er die Schule des C. Gignani 
besucht heben. Die Malerei übte er indessen fast gar nicht, desto 
mehr aber fertigte er Zeichnungen, und zuletzt verlegte er sich 
ausschliesslich auf die Iiupfersteeherei. Er stand mit J. M. CrcsPi 
in freundschaftlicheni Verhältnisse, welcher ihn die Nadel führen 
lehrte, und dieser Meister erlaubte ihm sogar, auf einigen von 
dessen Stichen seinen Namen zu setzen, was in der Folge in Clas- 
sification beider YVerlie Schwierigkeit verursachte. Bartsch suchte 
sie zu Sondern, und dem Crespi die seinigen zu vindieiren. Indes- 
sen oilfenbaren MathiolPs Blätter kein glänzendes Genie; sie sind 
aber correlst in der Zeichnung, mit zierlicher, wenig geübter Na- 
del gefertiget. Sie sind mit dem vollen Namen des Künstlers, oder 
auch mit einem Monogramme bezeichnet, theils nach eigener Zeich- 
nung, theils nach fremden Meistern radirt. Er starb 1747- 
Bartsch P. gr. XIX. p. 559 H. beschreibt deren 140, es ist die- 
ses Verzeichniss aber nicht complet. 
1) Die Flucht in Aegypten, nach L. Carracci, mit Dedicßtiün 
an Joseph Mazza. H. 9 Z., Br. 6 Z. 2 L. 
2) Die Flucht in Aegyptexi. Lnd. Matthiolus In. f. Im Ge- 
sclnnaclte des C. lVlclla. H. Q Z. g L., Br. 6 Z. 6 L. 
5) Der liintlerniord, {igurenreiche Composition, dieselbe Dar- 
stellung, welche J. M. Crespi gestochen hat, der Iiiinstler 
hat sie aber nicht mit dem Grabstichel vollendet. lVIan un- 
terscheidet diese Wiederholung von dem ersten Drucke der 
Platte CrespPs am zollgrossen Rande, wo man den Namen 
Lodovico liest, während das Blatt des Crespi nur die Sylbe 
Locl. zeigt. lllattioli soll die Rückseite der Platte Crespifs 
beniitzt haben.  
4) Die Darstellung im Tempiel, nach P. Gilardi. Mit Dedica- 
tion an Marquis Cesari. H. 15 Z. 10 L., Br. 10 Z. 
5) Ecee homu: Christus stehend mit gebundenen Händen, Copie 
von A. van Dyclüs Blatt: Lud. Matthiolns del. et fec. H. 
  
6) Eccc homo, Oval. Antonius Van Dycls invenit et Pinxit  
Antverpiae 1716  Lndovieus Matthiolus acadeniicus ele- 
znentimxs f. H. 12 Z. 'Z L., Br. 10 Z- 
Ini ersten sehr seltenen Abdruck ohne die Jahrzalil 1716. 
Von Barlsch nicht erwähnt. 
7) Christus am Kreuze: Priinogenitus mortuerum etc. 1751- H- 
15 ZK? Br. 3 Z. 10  
8) Die Auferstehung Christi, Repetition von CrespPs gleicher 
Darstellung und nach Crespi. Mattioli- ging nicht so sqrg- 
fiiltig zu Werke; das Kreuzpannier des Ileilandes ist bei 111,111 
mit vier Knöpfen geziert, vorn fehlen die drei Steine, und 
in der Dedication liest man; V. S. gratlire, statt V. S- d" 
radire. In gleicher Griissc.   
9) ger Leichnam des Herrn am Fusse des Kreuzes von Millflil, 
Magdalena und Johannes beweint, nach J. Bibern copirt. 
Der Name Guido steht irrig auf dem Blatte. H. 7 Z. 4 L-s 
Br. Z. 8 L. 
10) Cllrigtus und die Samariterin, nach H. Carracci, 1721- H. 
 20 Z., Bin 15 Z. 6 L. 
11) Die heil. Jungfrau mit dem Rinde in den Armen, Halbfigur, 
nach rechts sehend, nach Guido Ileni copirt. Durchmesser 
5 Z- 5 L.  
12) Dieselbe Darstellung von der Gegenseite. 1720. Üval- H- 
3 Z. 6 L.. Br. 2 Z. 11 L.
        

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