Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1753461
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Mattei , 
Silvestro, 
Matleis , 
i 
Paolo de. 
Mattei, Silvßstro, Maler von Ascoli, war Sbhüler des_ c. Maratti, 
doch nicht so berühmt, als der Meister. Dennoch hmterliess er 
einige verdienstvolle Bilder. Starb 1759 im 86.. Jahrve. 
Mattei; Paul, P. de Matteis.   
Matteim, ThBOÖOP, Zeichner, Kupferstecher und Maler zu Vene- 
dig, wurde um 1760 geboren, und schon frühe machte er sich 
als Zeichner bekannt. Er zeichnete in verschiedenen Städten Ita- 
liens berühmte Malereien und plastische Werke, und auch in Oel 
_malte er mehrere solche Bilder. Er suchte stets in den Geist sei- 
ner Vorbilder einzudringen, und bei allen seinen Arbeiten ging er 
mit Liebe und Feuer zu Werke. Man nannte zu Anfang unsers 
Jahrhunderts neben B. Morghen seinen Namen; denn dieser be-- 
rühmte Iiiinstler stach nach Matteinfs Zeichnung das ietzt in gu- 
tem Drucke so kostbare Abendmahl des Leonardo da Vinci. Mat- 
teini hatte bei seinem Unternehmen die grösste Mühe, da es be- 
kanntlich schon zu seiner Zeit beschädiget war. Später wurde die- 
ser Künstler Professor an der Akademie zu Venedig, und da war 
er noch vor etlichen Jahren thiiti"  Es finden sich historische Dar- 
stellungen von seiner Hand. GFFolo stach Angelicn und Medoru, 
 ein schönes Blatt in gr. fol., mit Dedication an den Grafen Cara- 
dori. Auch R. Morghezi stach 1795 in Rom Angelica und. Medor. 
Matteini hatte diesen Gegenstand verschieden behandelt. Von 
ihm selbst gestochen kennen wir:  
La Pronea dcl Commendatore Melchiorc Cesarotti, composta, de- 
, liueata er] incisa da 'I'heodoro Matteini, 1808. Sechs Hefte, 
das erste mit vier, die andern mit drei Blättern. 
Müttellll, Anna, die Tochter des Obigen, erlernte die Landschafts- 
malerei und übte sie auch mit Glück aus. Perspective und Baumschlag 
sind lobensvverth, weniger. glücklich ist sie in der Staifage. So 
urtheilte man 1820 über diese Künstlerin. Von ihren späteren 
Schicksalen haben wir nichts vernommen. 
MIIHSBIS, P3010 de, Maler von Cilento im Gebiete von Neapel, ge- 
boren 1662, gestorben 1728. Man nennt ihn L. Giordands besten 
Schüler, und Pascoli sagt auch, dass er in _lVIorandi's Schule den 
gleichen Ruhm behauptet habe. Hierauf schickte ihn Don Fillip o 
Macedonio zur weiteren Ausbildung nach Ruin, und einen nicliit 
geringeren Gönner fand er an dem Vicekiinige lilarquis von Car- 
pio. In kurzer Zeit war Mattefs Ruf bßggiälltäßtd, länd giesen lie- 
festi te er in Frankreich noch mehr. Er ie a rei ahre, bis 
ihn ändlich Benedikt XIII. nach Rom einlud, wo er in der Minerva 
und in Amcäli malte, so wie mit Lutti, Treväsaniä Cänea u. a. an 
den rossen Pro hetcn im Latex-an. Auch an ere tii tc schmückte 
er mit seinen Gpemälden, namentlich Genua, Wo in S. Girolamo 
zwei köstliche Bilder von ihm sind, iviß Lallli sagt. Das eine 
stellt den Kirchenlieiligen, das andere die unbeflechte Empfängnis: 
dar, mit einem höchst anmnthigen Geleite von Engeln. Sein Wohn- 
ort war ij1ldGS50Il weapel, und dort inuflä man ihn kennen lernen. 
Dort Sillt Wandbi der in Kirchen, Ga ericn, Sälen und an De- 
chen in Menge, oft mit seines Meisters Eile, doch nicht gleichem 
Verdienst. .BeisPiell_os war, dass er in ÖÖ 'l'agen eine grusse Iiiip- 
pcl, wie die in Gesu Niiova malte, die aber, dcin Eiiisturze nahe, 
zu LauzPs Zeit abgetragen wurde. Die Malerei enthielt trotz der
        

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