Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1749380
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Longe, 
Uberto 
- Longhi, 
Pietro. 
len die Landschaften, die er beigibt, obwohl man zuweilen jene 
besser gezeichnet, diese, wie seine Arbeiten überhaupt besser ab- 
gestuft wünschte. S0 urtheilt Lanzi von diesem Künstler. 
Le Lunge starb 1709 zu Piacenza. 
LOIIgG, Ubeftü 1a, wird auch der obige Künstler genannt. 
Longhena, BEIldHSSQTB, Bildhauer und Architekt zu Venedig, 
blühte um 1660. Von diesem Iiiinstler ist das Grabmal des Dogen 
G. Pesaro in der Kirche cle' Frari, ein zierreiches Werk, und eines 
 seiner besten. Dann fertigte er verschiedene Zeichnungen zu Ge- 
bäuden und zu Festlichkeiten. Das nach seiner Zeichnung 166g 
zu Venedig errichtete Leichengerüste des Herzogs von Beaufur]; hat 
A. Bosio gestochen.  
Als Architekt huldigte er der Geschmacklosiglteit seiner Zeit, 
aber dennoch wurde er von derselben gepriesen. Ein Beispiel der 
 Verirrung des menschlichen Geistes ist das kleine Hospital, wel- 
ches er in Venedig baute. Sein Werk ist auch der Pallast der Fa- 
milie Pesaro am grossen Canal, und die von ihm angelegte Treppe 
des Benediktinerklosters S. Giorgio Maggiore wird als überaus 
schön gepriesen. Ein Meisterstück jener Zeit ist die Iiirche S. Ma- 
ria della Sulute, deren Bau dem Longhena übertragen wurde. Diese 
Kirche ist ein Ex Voto, ein reiches Gebäude. 
LOIIglII, Luca, Maler, wurde 1507 in Ravenna geboren, und hier 
gründete er auch seinen Ruf. Vasari preiset ihn als einen der be- 
sten damals lebenden Künstler, besonders im Bildnisse. Luca malte 
aber auch viele Altarbilder, vornehmlich für Ravenna, und fiir sehr 
gelungen hält mun_ die Madonnen mit Heiligen in S. Vital, S. A53. 
tlia und S.-D01nemc0. Auch zu Ferrara, lVIantua, Praglia, Bimmi 
und 111 Pesaro sind Altargemälde von seiner Hand. Diese Werke 
sind meistens im alten Style gedachty nur die spätem sind in neue- 
rem Geschmacke behandelt. Vasari schreibt dieses auf Rechnung 
seiner mit diesem Iiiinstler gepflogenen Unterreclungen. Gleichwohl 
ist Longhfs, Geschmack ganz verschieden vom vasarischen, sehr 
durchdacht älndFbez-ätimmg; die Gedanken sind sanft, manigfaltig, 
 anmuthi ; er ar enau trag ist stark, nach Lanzi eher dem In. 
nocenzogda Imola ähnlich, als einem andern Meister, nur ist Longhi 
minder reizend und gross als jener Meister. 
Dieser Künstler starb 1580. x 
LOIIghI, FHIIIOGSCO, der Sohn des Obigen, wurde ebenfallsxMa. 
1er, doch kommt er dem Vater nicht bei: Er ist in den Gesichtern 
gemeiner, in der Farbe matter, und daxtgn abmte er vielmehr den 
Vasari nach. Im Jahre 1576 malte er fur dxe Carmeliterkirche in 
Ravenna ein Bild, und noch 1610 war er am Leben. 
LOllghi, Barbara, Malerin und Schwester des Obigen, wird von 
Vasari erwähnt. Sie war damals noch eir_1 Kind, malte aber schon, 
und nach VasarPs Angabe mit recht viel Anmuth und Manier. 
Lanzi kannte von ihr nur Ein Bild. 
' Pietro aler eboren zu Venedig 1702, eit- 1762- 
Lonsäglx: ,crster Meiitegvgvar läalistra, und dann kam er zu Cräspi. Man 
finde: Gesellschaftsstücke, Mummenschanzen, Jagden _und Land- 
gchaftcn von ihm, und Bilder dieser Art befrvahfte man m Pallaisten 
auf. Mehrere wurden gestochen: von M. Pättnrx,  Longhi, Bar- 
wloui, Flipart, Faldoni u. a.' Ersterer utzte dle 7 Sakramente
        

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