Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1753126
Wlitrlleehtcgeschätzt ist sein Bildniss des MTBrisacier; man kann 
das Teint dieses Mannes erkennen, und man fühlt die Leichtig- 
lseit, "mit welcher die Perrüclse behandelt ist. Das ßildniss des 
Olivieri-cPOrmesson ist auch von grösster Schönheit, ohne Affekta- 
tion, die nur in den Haaren etwas durchblickt. Sehr geltiinstelt 
erscheint er in dem Portraite des Cburfürsten Friedrich Wilhelm 
von Brandenburg, besonders in Nase und Iiinn. Man bemerlst 
eine Linie, welche in Form einer Birne die Nase bildet, und eine 
Spirallinie bildet das Iiinn. Sein Bildniss des Guy Patin ist von 
wunderbarer Wirkung,- "wenn auch die Arbeit etwas bizarr ist. Im 
Portraite des Charles Patin ist auch die Farbe trefflich angedeutet, 
und der Kopf athmet Leben. Man bemerkt das satyrische Lächeln 
und das Blinzeln derAugen jenes Arztes. Dann sind alle Neben- 
werlae meisterhaft behandelt; wie schön der Harmelin. Der Gang 
-der Striche in dem Gesichte des Carl Patin ist sehr sonderbar, be- 
sunders diejenigen. welche die Nase und nachher die Wange bil. 
den. Auffallend sind auch die der Stirne und vollends roh jene 
des Hinnespßbnägefähr so sind sie auchuirn Bildnisse von Guy 
Patin-IQ In dem Bi dnisse des k. Seltretärs Gaspar Carrier zeigen die 
ausgesprengten Haare mehr die Stacheln eines Igels als Menschen- 
haare an, das Gesicht aber ist von ganz schöner Arbeit und selbst 
die Malerei könnte die glänzende Feuchtigkeit der Linse des Au- 
ges nicht schöner geben. Das Bildniss eines Criminal-Lieutehant, 
aus Lyun halten einige für das grösste Kunstwerk nach deniliin- 
gern von Emaus. Berühmt sind auch die Bildnisse von Marschal 
Turenne, Culberfs, Richelieifs, denDauphine Victoria von Bayern, 
des Emanuel Theodor dei la Tour dütuvergne, eines angenehm 
schielenden Abbö, und das eigeneBildniss des Künstlers u. a. 
BQbert-Duinesnil, P. gr. francais II. 93 ff. gibt eine gelehrte A'b- 
hanrllung über diesen Iiünstlcr, und dann beschreibt er 68 Blätter, 
von tlcncn die allergriisste Zahl in Bildnissen besteht. In andern 
{Werken werden davon mehrere erwähnt. Ilobert-Duinesnil fand 
auch jene fünf Portraite nicht, welche P. Letang in der Tafel sei- 
ner Bibliotheque histurique de France aufzählt: 1) d'Arnaud (la 
mere Catherine Agnes de St. Paul); 2) Jean Bellaz; 5) G. B. M. 
Colberfs" de Villacerf; 4) Frangois Favre, Bischof von Amines; 
5) Joseph Ignaz Mesgrigny." Auch das bei Rost angegebene Bild- 
niss des M. de Louvois konnte Robert-Dumesnil nicht finden. 
1) Das Bildniss des Künstlers: Anton Massen, Graveur ardinaire 
du Hai de PAnadmIIie Royale, nö s Orleans et est murt ägö 
de _60 ans. P. Nignard pinxit Trecensis.  Anton Masson 
sculpsit. H. 13 Z. 11 L., Br. 10 Z. 8 L. Gilt auf Auktio- 
nen nach Verhältniss 4  6 Thl. 
2) "Die eherne Schlange, nach Ch. Lebrun von ihm angefangen 
und von J. Langlois vollendet. Comme Moyse dans le de 
sert eleva etc. In zwei Blättern, H. 25 Z, 5 L. mit dem 
Rande von 6 Z. Br. 50 Z. 6 L. Im ersten Drucke vor der 
 Schrift. Auf frühern Auktionen galt dieses Blatt 11 und 
20 Thl., 56 fl. etc. 
5) Die heil. Familie, nach Mignard, ein sehr schönes Blatt. 
H. 12 Z. mit 15 L. Iland; Br. 15 Z. ltL. Es gibt Abdrücke, 
unter welchen man liest: In Hoc Signo Vinces. A Paris chez 
vß Merlen ex. Rue St. Jacques ä_ la Villc düknuers avec Pri. 
du Roi 166g. In den andern Abdriicken steht an der Ter- 
rasse: Cum privilegio Regis N. Mignard pinx. Anton Mas- 
son scnlpsit, van Merlen ex- Cum pr. Ilcgis 1669- In Spä- 
tcrn Abdriicken dieser letzteren Gattung ist das n im Worte
        

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