Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1752800
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Martina  
Simolle 
Adi- 
-Es;mus3 also --_xiiit_einem_,der erwähnten Bildnisse Aehnlichke-it ha- 
ben. Dannilbewahrte das Qabinfet Malaspina ein Niello aufSilbcr, 
das einstJAhbäte Boni in Venedig. besaß, welchc's_ das Bildnis; der 
Biccolomini im Kleinen "gibtr Man liest auf der Platte den Namen 
    
 --In der Galerie degli Offizi zu Florenz ist5eines derjenigen Bil- 
der, dessen Yasari und" dellaiValle (lett. san. II. 60 E.) erwähnen, 
die Adfschrift- besagt aber, dass auch Lippo Memrni daran Theil 
hatte. -Es stellt die Verkündigung Mariä "vor, mit der Unterschrift: 
-Symon Martini et Lippur-Memmi de Senis me pinxerunt a. d. 1535. 
Es ist dieses eine Altartafel inTempera mit zwei Seitenfliigeln , auf 
.denen zwei Heilige abgebildet-sind, Förster sagt; 7es scheiden sich 
noch heutßzu Tage ziemlich deutlich die beiden" Handschriften, 
und die Gomposition (wohl' nur {Ausbildung älterer Ueberlicferung 
und des Simon Werk) zeigt einen: mit seinem Anschauungsvermö- 
gen tiefin den Gegenstand eindringenden Meister voll ernsten Ge- 
fühls fürs Heilige, voll Sicherheit und Schärfe in der Wahl der 
Motivtu- Ueber die Ausführung des Gemäldes erlaubt die überaus 
starke Nachbesserung, ja theilweise Uebermalung kein sicheres Ur- 
theil, nur nahm Förster noch deutlich das ursprüngliche Edle 
der Gesichtszüge, wie der Gestalten und deren Bewegung, und 
eine grosse, von Geschmack geleitete Vorliebe für Schmuck und 
Verzierungen wahr. 
Hauptwerke dieses Künstlers sind auch zu Pisa im Campo santo. 
Innen über der l-lauptthiire malte er eine Madonna in Frcsco, wie 
sie von einem singenden und musicirendenEnge-lchor zum Himmel 
etragen wird. Diesen, sagt Vasari, stellte er so lebendig dar, 
dass man an den Figuren deutlich die äussern Kennzeichen des 
Singens und Spielens erkennt; man sieht, wie das Ohr auf den 
Klang horcht, wie die Lippen sich öffnen, die Augen zum Him- 
mel gerichtetsind, die Wangen sich, aufblasen, der Hals schwillt, 
kurz alle Bewegungen und Merkmale, die sich bei solchen kund 
thun, welche musiciren. Unter dieser Himmelfahrt malte er in 
drei Bildern einige Begebenheiten aus dem Leben des heil. Ranicri 
aus Pisa, abgebildet in Lasinio Le pitture del Campo Santu. Die 
erste Abtheilung stellt den Knaben Rauieri dar, wie er einen Psal- 
ter spielt und einige Mädchn darnach tanzen lässt, was er später 
mit Thränen bereut; schadenur, dass der Restaurateur dieses Bild 
sehr verändert hat. Im zweiten Bilde vcrtheilt Rainer sein Vermö- 
gen unter die Armen, und dann sieht man ihn, wie er im Pilger- 
gewande vor der Madonna steht. In der dritten Abtheiluug malte 
Simon, wie Ranieri nach sieben Jahren über's Meer zurückkehrt, 
und wie er den Gottesdienst zu hören auf dem Chore steht. Jetzt 
will ihn der 'I'eul'el versuchen, der Feind muss aber beschämt flie- 
hen, und er sagt; wie von seinem Munde ausgehend: "Ich kann 
nicht mehr (Ohi me, non posso piü)." 
Auf der Ambrosianischen Bibliothek zu Mailand ist die Hand- 
schrift eines Virgil, die einst Petrarca besass. Auf dgm Titel ist 
eine von Simone gefertigte Miniatur, welche den Virgil schrei- 
bend vorstellt, vor ihm Aencas, ein Hirte und ein Ackersmann, 
und der Gomrnentator lüftet den Vorhang. Diese Miniatur zählt 
man unter, die schönsten Werke Simon's. Den Vers; 
' Manlua Virgiliuni qui xalia carmina ünxit, 
-Scna tulit Sunoxxem digito qui talia pilnxit, 
hält Förster dicht für authcnltisch, '
        

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