Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1752611
Martin , 
Bobert.  
John. 
Martin , 
359 
 5 Blätter verschiedene Ansichten der St. Stephanskirche in 
_ Wien, 1140 erbaut. Martin sc., ful. und 8.1 
Blarrin, 110133113, ein englischer Kupferstecher, dessen Namen ein 
allegorisches Blaü mit dem Epilaphium des Herzogs Bernhard von 
Weimar trägt, 1653. 
lWIarmin, F' 5'; Kupferslecher, der in der zweiten Hälfte des vori- 
gen Jahrhunderts gelebt hat. 
1) Das Bildniss der Maria Cusway, nach R. Cosway, 1311e- 
daillun. 
2) Jenes der Sophia Western, nach J. Ilopner. 
Martin, B., Maler zu Paris, arbeitete in der zweiten Hälfte des 
vorigen Jahrhunderts, unfl wurde um 1780 auch der Akademie ein- 
verleibt. Er malte Hismneupnd Bildnisse. Starb 1800. 
Martin, JOllIl, Maler und liupferstecher zu London, ein berühm- 
ter Künstler, wurde um 1795 geboren, und auf der Akademie der 
Künste zu London begann er seine artistischen Studien; dies mit 
solchem Gliicke, dass er in kurzer Zeit sich der akademischen Fes- 
seln entwinden zu können glaubte. Sein Geist hatte kann: die 
Schwingen jugendlicher Kraft gefühlt, als er aus dem gewöhnli- 
chen Iiunstgeleise brach, und seinen Flug nach einer Höhe rich- 
tete, die nur die Iiühnsten zuvor besucht hatten, und vor einem 
Sturze bewahrt wurden, welcher unlaundige Anmassenheit erwar- 
tet. Er wagte sich schon als Jüngling an die Darstellung des 
Kampfes mit zahlreichen Opfern ihrer Wuth in fürchterlicher Ma- 
niglaltigkeit des Todeskainpfes, des erstarrendexi Schreckens, der 
Leidenschaften jeder Art, des Unterganges ganzer Völker. Im 
Jahre 1821 erregte sein Gemälde, welches Balsazzaxfs Fest vorstellt, 
"allgemeine Bewunderung, da es durch Neuheit und Originalität 
anzog. Es ist durch Luptoifs Iiupferstieh bekannt. Der Künstler 
hat da noch einmal die Gäste zum unfrommen Feste geladen, um 
sie in ihrer Bestürzung und Angst vorzuführen, welche die Schrift 
an der Wand in jedes Herz goss, jenen ausgenommen, welcher 
bestimmt war, dem gottlosen Monarchen die Flaminenwurte zu 
lesen. 
Das ausgezcichnetste Werk, welches das verhängnissvolle Schick- 
sal einer ganzen Bevölkerung vorstellt, ist sein Untergang von 
Babylon, einer ungeheuren Stadt, die sich im schauerlichen Lichte 
des Mondes aushrei'et, und_ über welche das nächtliche Verderben 
lxcreingebrochexi ist. Die Feinde sind eingedrungen, die Flammen 
schlagen schon hie und da hervor, die Elephanten werden iiber- 
wiiltiget, alles dieses in- entfernten Plänen. Im Vorgrunde er- 
wartet der [iönig mit den Weibern unthätig und rathlus sein Schick- 
sal. Das Ganze wimmelt von Tausenden von Gestalten, bei denen 
die manigfaltigsten und ergreifendsten Motive eben sowohl, wie die 
Cuncegtion des Ganzen von einer seltenen Erfindungsgahe zeugen. 
Die Figuren im Vorgrunde sind etwa acht Zoll hoch. die Ausfüh- 
rung ist frei aber fleissig, die Färbung kräftig und klar, der Ef- 
fekt des Ganzen sehr schlagend. Merkwürdig ist nun aber bei 
dem POGISiSCh-Phantastischell Sinn, welcher in dem Ganzen Walter, 
das Bestreben nach Natürlichkeit, ja nach historischer Wahrheit 
im Einzelnen. ln den Gebäuden sind die Werke und Nachrichten 
über die älteste Bauart im Orient genau zu Bathe gezogen und die
        

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