Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1752488
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Marol , 
Franz. 
 Maroulles . 
Joh. 
Ant. 
etc. 
selbst radirt. Seiner gelstreichen Nadel verdanken wir auch die 
Abbildungen der Statuen und Vasen des k. Schlosses Loo. Im 
Jähre 1712 kamen zu Amsterdam seine Stiche in Einem Bande her- 
aus, meistens architektonische Verzierungen, die man als geschmack- 
voll rühmte. 
1) Der grosse Audienzsaal, wo die Herren der Generalstaaten 
und der vereinigten Prövinzen die Gesandten im Haag em- 
pfangen, sehrigr. qu. F0]. Seltene Radirung. 
2) Das grosse Fest der Prinzessin von Oranien, weiches 1686 
zu Ehren des Geburtstages ihres Gemahls gefeiert wurde, sehr 
grosses Stück in"! Platten.   
5) La grande foire düimsterdam, mit den Bürgern unter den 
vWaFfcn, sehr gross in 2 Platten. 
4) La grande fnire 'de 1a Haye. Die Bürgergarde hegrüsst den 
Prinzen und die Prinzessin von Oranien, sehr grusses Stück 
in 2 Platten.  
5) Vue et perspective de Voorst, sehr gr. qu. fol. 
6) Gonquätes et Victoires, lhites et remportöes par les haut: 
 Allies sur la France et Plispagne 1702, s. gr. fol. 
7)  3) Die Städte Besaxieon und Maestricht, 2 Blätter in Ein- 
7 fassung, fol.  
Q) Nouvean livre de tablcaux des portes et des cheminees, in- 
ventees et gravees par D. Marot, 22 Blätter, fol. 
10) Seize Emblämes pour le Mausolee de Marie Therese Reine 
de France 1685, nach A. Benoifs Erfindung. 
Marot, Franz, Maler zu Paris, stammte aus der Familie des Dich- 
ters ClementMarot, und ..ein uns unbekannter Vater ertheilte ihm 
den ersten Unterricht, bis er zu C. de 1a Posse ging, denn er unter al- 
len seinen ßiitschiilern am nächsten haut. Iix Notre Dame zu Pa- 
ris ist ein sogenanntes Maigemiihle von ihm, Christus und die 
drei ltlarien vorstelleud; auch für andere Kirchen und für Privat- 
 sammlutxgen führte er Gemälde aus. J. Moyreau stach Angelica 
und Medor; Aciu und Galathea, Vertumnus und Pomuna sind vun 
B. Audran und J. Chereau gestochen. 
Marüt, Iiupferstecher, anscheinlicln ein älterer 
Obigen.  
1) Das Bildniss Heinrich IV. , Marot sc. 
Künstler , 
als 
dia 
Maroulles, Johann Anton de, Abbe, Kunstliehhaber, wurde 
1674 zu Messina geboren , musste aber beim Aufktande daselbst mit 
seiner'ganzen' Familie das Land verlassen. Er ging nach Paris, 
und da genoss er das Lob eines höehst unterrichteten Mannes. 
Er zeichnete, malte, 'stach in Kupfer, und auch in der Architek- 
tur war er erfahren. Nach seinem Plane wurde; der Pallastvon 
Mortemar erbaut, und Milizzin sagt ferner, dass Maroulles auch 
einen Entwurf zur Faeade des Louvre eingereicht habe, dies zur Zeit 
als Bernini nach Frankreich berufen wurde, was indessen eine grund- 
lose Angabe ist, da Bernini 1665 nach Paris kann, während unser 
Dilettant erst 1674 geboren wurde. Man verdankt ihm ferner den 
Anfang der Architecture franqaise, die J. Blondel fortsetzte.  
Ticozzi, Gandellini u. a. verwechseln ihn mit dem Abbd- N. Ma- 
 rolle-m. Ersterer nennt ihn Marxiulles und legt ihm verschiedene 
kleine Blätter nach Entveü-rfen von Parmigianino bei. Siersixld in,
        

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