Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1752247
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Marghucci , 
Äak.  
Ma rguti  
Dom. 
seiner neuen Kunst zu besserem Gelingen, als in der Malerei. 
Seine ersten Arbeiten, ebenfalls nach griechischer Manier, sind 
zu Grunde gegangen. Erhalten hat sich noch das hlarmorgrabmal 
Greg0r's X. im Dome zu Arezzo, in der Art Arnolfo's und der 
Pisani, von deren Werken er in Florenz gelernt hatte. Der Pabst 
liegt in Lebensgrösse da, und Brustbilder der Evangelisten und 
anderes Bildvverk zieren das Denkmal, Alles sehr natürlich und 
einfach gearbeitet. Es ist dieses wohl eine der besten Arbeiten 
dieses Meisters, welche, früher aus Holz, meist zu Grunde ge- 
gangen sind. Neben dem Bilde des Pabstes aus Marmor sieht 
man hier auch noch ein Temperabildniss desselben von Margarito- 
ne's Hand. Die Abbildung dieses Monumentes s. im Leben Gre- 
gor X. von Bonucci, Rom 1711 und zwei halbe Figuren vom Sar- 
ophag bei Cicogpara st. d. Sc._tav. I. 23- Daselbst ist auch eine 
treffende Charakteristik des Künstlers III. 270.  
Als Baumeister unternahm er die Fortsetzung des Domes zu 
Arezzo, nach Jakob des Deutschen Zeichnung, beendigte aber 
das Werk nicht, weil 128g der Krieg ausbrach. Er machte auch 
1270 die Zeichnung und das Modell zu dem Pallaste der Befehls- 
haber der Stadt Ancona nach griechischer Art, und verzierte die 
Hauptseite mit Bildhauerarbeiten. Von ihm ist auch das Modell 
der Iiirche S. Ciriaco zu Ancona. Von seinen Gemälden in Rom, 
in St. Jani und St. Peter, zu Pisa in St. Caterina und an vielen 
andern Prten hat sich nichts mehr erhalten.  
Margaritone starb im sieben und siebzigsten Jahre, betrübt und 
überdrüssig, wie Vasari sagt, so lange gelebt zu haben, da er 
die Zeiten verändert und die neuen Künstler mit Ruhm gekrönt 
sah. Er wurde im Dome ausserhalb Arezzo begraben. Vasari be- 
schreibt das Leben dieses Künstlers I. 125, deutsche Ausgabe von 
Scborn, wo berichtigende Anmerkungen zu finden sind. Auch in 
von der Hagenk Briefen in die Heimath, so wie in andern Reise- 
werken sind zerstreute Nachrichten über diesen Künstler. 
Gestochen ist wenig von Margaritone. VVir keimen ein Blatt 
mit dem heil. Franciscus in ganzer Figur, umherum Darstellungen 
aus seinem Leben. Die Unterschrift sagt fblgenzles: Ima o S. P. 
Francisci in conventu Fratrum minorum conventualium älrbis S. 
Miniati etc. 
Mßrghllßßl, Jakob: s. Marcucci.  
Margottnnx, l, Iiupfersteeher, von welchem im Catalmvge der Samm- 
lung des Grafen Fries folgende Blätter angezeigt sind: 
1) La coxitemplation. 
2) La foi. 
3) La charitci.  
4) La pauvretä volontaire. 
5) La religion. 
6) La force.  
Alle nach Dominichino, fol. 
Marguenraz,  A-, Iiuyferstecher, der sich1S58 in Berlin anf- 
hielt. Damals sah man von ilun Radirungen einiger Gcmmen deS 
k. Museums, mittelst der Wagnerschen Belief-Copiermaschixie. 
Margutl, DOIIICDICO, Architekt von Venedig, war in Wasscrge- 
bäuden berühmt, weniger in andern. Er baute den FallasQGrndß- 
nigo und die liirche daneben. Starb 1721 im 62. Jahre.
        

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