Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1752130
Marchirolo , 
Marchis , D. 
311 
in grossem Verfalle lag. In Venedig sind seine berühmtesten Werke: 
die Statue des heiligen Sänger David und der heiligen Cäicilia 
in der Iiirche von S. Roceo; die beiden Sibyllen in der 
liirche degli Scalzi, ein grosses Basrelief, mit thst hervorstehenden 
Figuren in der Salsristei de' Sauti Siiuone e Giuda, ein Werk, 
welches nach Ticuzzi das Lob des höchsten Fleisses und der Gechick- 
lichlseit des Meissels verdient. Er fertigte auch Basreliefs in Holz, 
und darunter rühmt man jene, welches das Leben des heil. Ro- 
chus vorstellen, im grosseu Saale der Bruderschaft dieses Heiligen 
zu Venedig, 
lllarchiuri war Mitglied der Akademie zu Venedig. Starb 1'578 
im 83. Jahre. 
Marchlrolo, Maestro Batusta, Architekt von Neapel, blühte 
in der zwelten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Im Jahre 1575 richtete 
er das Stadthaus zu Aquila zur Residenz ein, weil Margaretha von 
Oesterreich, natürliche Üfuchter Cax-Ps V. und Gemahlin des Otto 
Farnese dort wohnen wollte. Dieses ehemals grosse Gebäude litt 
durch ein Erdbeben. 
Marchis, AlOSSiO (10„ Maler von Neapel, blühte um 1710- 54. 
Er malte Landschaften, Feuersbrünste u. a., und strebte bei letzte- 
ren nach voller Naturwahrheit, so dass e.r einmal einen Heuboden 
angezündet haben soll, um eine Feuersbrunst nach der Natur zu 
malen. Man belegte ihn dafür mit mehrjähriger Galeerenstrafe, 
und nur Pabst Clelnens XI. hatte er nach einiger Zeit seine Frei- 
heit zu verdanken, da er früher in dessen Pallast zu Urbino sehr 
schüne Bauwerke. Fernen und Seestüclte gemalt hatte. Auch in 
Ruin, in den Palliisten lluspuli und Albani hinterliess er schöne 
Stücke; doch war er in Rom weniger bekannt. als in Perugia 
und Urbino. In den VVerlsen de Marchis ist nur sein Feuer, sein 
glücklicher Pinsel, sein wahres Colorit, besonders im Feuer und 
in braunen, glücklichen Lüften, und die Uebereinstimmung des 
Ganzen zu loben, indess die Theile vernachliissiget und unvoll- 
kommen sind. So beurtheilt Lanzi den Künstler. 
Sein Sohn war ebenfalls Landschaftsmaler, aber nicht so merk- 
würdig. 
Marchis, DOITIGIIiGO (18„ enannt Tempesti, Maler und Bu- 
pferstecher, wurde 1652 zu ärlorenz geboren, und B. Franceschini 
ertheilte ihm Unterricht in der Malerei. Er malte Bildnisse in Pa- 
stell, endlich aber fand er grüssere Lust zur Iiupferstecherei, wo- 
rauf ihn der Grossherzog nach Paris sandte, um unter K. Nanteuil 
in derselben sich zu üben. Nach dem Tode dieses Meisters arbei- 
tete er einige Zeit bei G. Edelink, und endlich kehrte er nach 
Florenz zurück, wo ihn der Grossherzog in seine Dienste nahm. 
Er arbeitete da fortwährend mit dein Stichel und mit der Nadel, 
 ohne indessen die Malerei ganz hintan zu setzen. Um sich darin 
weiter auszubilden ging er nach Rom zu Maratti, und später un- 
ternahm er Reisen nach Enäland, Irland, Frankreich und Flandern, 
wo der Iiünstler überall Bi dnisse in Pastell malte. 
Von seinen Blättern fanden wir bei Füssly folgender erwähnt: 
i) Das Bildniss der IYIaria Hycle, Gemahlin Jakob ll. von Eng- 
landl 
i) Ienes des Dr. Franz Redi.  
5) Vincenz Viviani, Mathematiker.
        

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