Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1749278
Lombardus , 
Lambert. 
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Ilifrht deutlich unterscheiden, in einer gewissen Entfernung aber 
tfltf alles lebhaft gerundet hervor, und erscheint im starken Re- 
hei- Seine Gemälde in Oel sind sehr selten, weil er lieber zeich- 
nete und grau in grau malte. 
In der k. Pinaliuthek zu München ist von ihm ein Gemälde, 
lwelchßi die Maria vorstellt, wie sie im tiefsten Schmerze den auf 
Ihrem Schoosse liegenden Leichnam Christi umarmt. Im Hinter- 
grändß ist die Stadt Jerusalem, Alles mit deutschem Fleisse voll- 
9D et. 
Im h. Museum zu Berlin ist eine Madonna, welche das schla- 
fende Kind auf ihren Armen hält, ein anspruchloses, zart gefühl- 
tes Bild. Schwächer ist eine Erweckung des Lazarus, in demsel- 
ben Museum. 
_Ünter seinen Zeichnungen sind mehrere akademische Figuren, 
die nach England kamen, andere stellen historische Scenen dar. 
Nach Seiner 1558 erfolgten Rückkehr aus Italien begab er sich 
nach Lüttich, wo er den grössten Theil seines Lebens zuhrachte. 
Seine Abreise verursachte der Tod des Cardinals Erard de Marita, 
Bischof von Lüttich, der den Iiiinstler in" der Absicht unterstützt 
hatte. dass er einst seinen Pallast mit Gemälden verzieren möchte. 
Der Tod des Cardinals vereitelte dem liiinstler die IIoiTnnng-i 
Man findet in Verzeichnissen von Iinpfcrsticheta häufig die Bliit- 
ier des angeblichen L. Suavius unter L. Lombardns rubricirt, ob-, 
gleich sie nach der Ansicht derjenigen, die beide Künstler unter- 
scheiden, unter L. Suavius aufgezählt werden sollten. Sie sind 
grosseutheils nach der Composition von Lombardus gefertiget, viel- 
leicht von einem und demselben Iiiiixstler, und daher lassen wir 
solche folgen. Sein Bildniss, ohne Namen des Stechers, hat die 
Aufschrift: Lambertus Lombardus pictor Eburonensis, 8. Dieses 
Blatt könnte zu: Lamberti Lombardi apud Ebnrones pictoris cele- 
herrimi vita, Brngis 1565, ex officina H. Goltzii, 8., gehören. 
1)  12) Die zwölf Apostel, ganze Figuren, an Ruinen ge- 
lehnt, in Michel Angelo's Manier. Das letzte Blatt dieser 
Folge ist bezeichnet: L. L. inv., auf andern steht: L. Sua- 
vius inv. 1545, 15117. H. 7 Z. 4 L., lir. 4 Z. 4 L. Selten. 
15) Petrus und Johannes heilen vor den Thoren des Tempels 
den Lahmen. Grosse Composition: lnventore ao Celature 
Suavio, 1553. H. 11 Z. 6 L., Br. 15 Z. 8 L. Ein Haupt- 
blßil; bei Weigel 1 Thl. 12 gr., im ersten Druck mit der 
Schrift: Hujus Protipi Innen. Suavius. 
M) Die Riiclikehr des verschwenderischen Sohnes, mit einem 
iMonograxnme, welches Bartsch (IX. 2.32) auf Lombardus deu- 
tet. Man liest auch die Jahrzahl 1547- Brtlllivt (DiCt- des 
monogr. I. 294) glaubt nicht, dass dieses Zeichen den Lom- 
bardus angebe, indem dasselbe ohne Jahrzahl auf einem 
Blatte steht, welches einen Theil einer Sammlung von Bü- 
sten römischer Heroen und Heroinnen ausmacht, nach linsso 
Fiorentino. Diese Blätter sind im Geschmacke des Rene Boi- 
vin gestochen, und sie haben nach Brulliot nichts mit der 
Composition nach Lombardus gemein. Allein sie gehören doch 
dem Suavius an, wenn unten N0. 31 zu dieser Sammlung 
zu zählen ist. Diese Folge darf man nicht mit einer ähnli- 
chen des A. Tempesta verwechseln. Da sind die Büsten H! 
Cartouchen dargestellt.  
15) Der wunderbare Fischzng, {igurenreiche Composition: Lafn" 
bertus Lomb. inventor, Hier. Cock excnd. 1556- Auf die"
        

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