Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1752051
Marchesi, 
da 
lYIz-xrchlcsi , 
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ratti zum Meisfer und Vorbild, sowohl in Oelbildern als in Frescp. 
In letyterer Zeu ergab er sxch täst ausschliesslich dem Handel. 
Marchesi, GITOlEJmO, da COlllgnÜla, s. Colignola. Sein Fa- 
milienname ist Marchesi, Girolnumo Cqtignola nennt er sich aber 
auf einem Bilde von 1526 im königl. Museum zu Berlin. Es stellt 
 St. Bernhard mit andern Orclensgeistliclmen dar, warme lebensvolle 
Köpfe. In diesem Bilde erscheint nach Iiugler-(ßesch. der Ge- 
mäldegallerie des Museums S. 105) der Charakter der römischen 
Schule bedeutend überwiegend, was die gewöhnliche Annahme, dass 
Colignula auch in späterer Zeit noch an dem älterthümlichen Style 
festgehalten habe, widerlegt. 
lViarehesi, Francesco und Bernando, s, coiqgnola. 
Mafßllßäi, GIIISCPPB, genannt il Sansone, Maler, 1699 zu Bo- 
logna geboren, lernte die Anfangsgründe der Bunst bei A. Milani, 
und dann kam er zu Franceschini, welcher auf MarchesPs Kunst- 
weise grossen Einfluss hatte, was man aus seinen Malereien in der 
 Halle der Madonna di Galiera wahrnimmt. Einige meinten sogar, 
i er sei jenem Meister in Verständniss der Fcrnungen von Unten 
 nach Oben und im Farbenton so nahe gekommen, wie keiner. In 
der Zeichnung folgte er dem Milani. Für MarcliesYs Hauptwerk 
erklärt Lanzi das lllarterthum der heil. Prisca im Dome zu liimini, 
ein Bild mit vielen schönen Figureniund guter Tinte, worin manche 
 Gedanlsen- aus Dominicliinds heil. Agnes sind. Er malte viel für 
Sammlungen, und ein Bild der vier Jahreszeiten erklärt Lanzi mit 
anderen für eines der besten Bilder der neuem Bulogner Schule. 
Lanzi ertheilt dem Künstler auch das Prädikat berühmt, heut zu 
Tage beurtheilt man aber die Künstler jener Periode anders. 
Starb 1770 oder 71. 
MHTCIIGSI, Pompqo 03W, berühmter Bildhauer -zu Mailand, 
wurde um 1790 geboren und zu einer Iiunst angewiesen, welche 
ihm nicht allein in Italien, sondern auch in Deutschland einen 
riihmlichen Namen gesichert fhat. Er erfreute sich der Gunst Ca- 
n0va's, studirte die Meisterwerke der alten Kunst, befliss sich ei- 
nes genauen Studiums der Natur, und da seine Bemühungen auch 
noch ein tretfliches Talent unterstützte, konnte er sich bald in die 
Reihe der ersten Bildhauer seines Vaterlandes stellen. Er wurde 
Professor an der Akademie der Iiiinste in Mailand, Ritter des Chri- 
stusordens und des constantinisehen St. Georgi Ordens. Mar- 
chesi wird bewundert wegen der Einfachheit und Anmuth in den 
Bewegungen der Figuren; in allen seinen Compositionen herrscht 
Verstand und Mässigung, und dann liihrt er den Meissel mit Ge- 
schmack und Leichtigkeit. Seine Bilder sind reizend, voll Zartheit 
des Ausdruckes, und von einer Weichheit in der Behandlung, die 
sie jenen Can0va's an die Seite setzt. Einige seiner Basreliefs wur- 
den nach Alfierfs Zeichnung in Kupfer gestochen. Im Jahre 1825 
sah man von ihm eine lebensgrosse Statue der Terpsichore, und 
schon damals wies man ihm einen Rang unter den geschicktesten 
Bildhauern an. Im folgenden Jahre brachte er die Statue der Ve- 
nus Urania, in natürlicher Grösse, zur Ausstellung in Mailand, 
ein Bild von unwiderstehlichen: Reiz, das alle Beschauer einnahru. 
Und so folgten mehrere andere schöne Werke von diesem Künst- 
ler. Dahin gehört ein Basrelief in Marmor, welches den schönen, 
von Napoleon errichteten, Täiumphhogen am Eingange der neuen
        

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