Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1751924
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Maralti , 
Carlo. 
in England verkauft wurde, war der Triumph der Galathea. "Die 
Bilder der Sammlung in Hougton-I-Iall kamen nach Russland, da 
sie Gatharina II. kaufte.  
Die kaiserliche Eremitage zu St. Petersburg bewahrt das Bildniss 
Clemens IX., nach dem Bilde im Pallaste der Familie Rospigliosi 
von Maratti selbst wiederholt. Ehedem war es im Pallaste Arnaldi 
zu Florrnz, wohin es aus der Sammlung Palavicini kam, und in 
Florenz kaufte es R. VVEIIPOIC. J. Ilall hat- das Bild gestochen. 
Die Anbetung der Hirten daselbst ist in Crozafs Recueil gestochen, 
und in St. Marco zu Rom soll sich eine Wiederholung befinden. 
lBeldc Bilder werden wegen der Wahrheit der Darstellung undder 
sorgfältigen Behandlung svegen geriihmt, und dann ist letzteres auch 
gut geordnet und von schönem Lichteffecte. Dann sind drei sehr 
schöne Madonnen in der Eremitage, weniger bedeutend aber sind 
die drei cdaselbst befindlichen heil. Familien. Eine Himmelfahrt 
Mariaist aus Hougtonhall, und zwei Bilder: eine Anbetung der 
Magier und die Anbetung der Hirten, sind mit Blumenlxränzen 
vouM. Nnzzi umgeben. AusHougton-Hall stammt auch das Bild 
der nackten Venus, welcher Amor einen Dorn ans dem Fnsse 
zieht. In Walpoläs Gabinet war früher noch das Urtheil des Paris 
aus PalavicinPs Sammlung, und das Gegenstück mit Galatheauud 
Acis.,' welches Maratti im 33. Jahre malte. Diese beiden Bilder 
finden sich nicht in St. Petersburg, so wie das Bild der heil. Cä- 
cilia, welche ebenfalls Walpule besass, dann der Evangelist Jo- 
hannes und die Verlobung der heil. Catharina. 
Im Museo del Prado zu Madrid ist ein sehr schönes Gemälde: 
Petrus im Gefängnisse vom Engel erweckt. 
 In der Sammlung des Louvre zu Paris ist ein Gemälde des Täu- 
fers Johannes, der die Juden zur Bekehrung ermahnt, nach Waa- 
gen noch sehr im Geschmacke des Lehrers, aber in den lebendi- 
geren Köpfen schon Naturstudiijn zeigend. In der alten k. Samm- 
lung, jetzt nicht im Louvre aufgestellt.  war Apollo und Daphxie, 
dabei Ainur, der Flussgott Peneus und mehrere Najaden, für Lud- 
wig XIV. gemalt, eine ClGICJgOlUXIgGDSH-ID Compositionen des Mei- 
sters. 
In der k. Pinakothek zu München sind drei gelungene Bilder 
MarattPs: ein in der Grotte schlafendes Kind; Johannes der Evan- 
gelist auf Pathmos, wie ihm in der Glorie die heil. Jungfrau er- 
scheint; die Eitelkeit in Gestalt eines schlafenden Weibes. 
Das k. Museum zu Berlin bewahrt zwei Gemälde von ihm: eine 
Himmelfahrt der Maria, und der heil. Anton von Padua das Christ- 
kind verehrend. Das erstere nennt Dr. liugler (Beschr. d. IVIu- 
seums S. 134) ein Bild von flacher Idealität, das zweite ein siiss- 
lieh moderne Arbeit.  
In der Dresdner Gallerie: Maria betrachtet das Jesusliind, da- 
bei Johannes; Maria hält das Jesuskind in der Iirippe; Maria 
hält das Kind auf einem weissen Iiissen im Arme; ein Mädchen un- 
ter dem Baume von Früchten umgeben. 
Es gibt noch viele andere Bilder von Maratti, doch alle aufzu- 
zählen, verbietet der Raum, und wir fügen daher nur noch ei- 
nige durch Stich bekannte Gemälde bei, die demnach zur Vervoll- 
ständigung dienen. J. Frey hat in gr. fol. das Bildnis: des Künst- 
lers gestochen, A. Riedel dasselbe in 4. 
1) V. Antonell i: die Ruhe auf der Flucht in Aegypten. 
2) F. Aquila": St. Ambros und Carl Borromäus vor Christa!
        

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