Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1751903
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hiaras, 
Perma- 
Nlaratti , 
Carlo. 
Maras, 138112118, _Maler. "der seinen Lebensverhältnissen nach unbe- 
 kann! ist. Im k. Museum zu Berlin sieht man eine Madonna mit 
dem Rinde und mit Ileiligep, mit diesem Namen bezeichnet. 
Marasca; JilCÖPiIlO, Maler von Cremona, 
nur weiss, dass er um 1430 lebte- 
von welchem man :aber 
Milralitl, CBTlO, genannt Carlo delle Madonne, Iwlaler und 
Badirer, -geboren zu Qainurano 1625 , gestorben zu Rom  17:5. 
Die Familie dieses zu seiner Zeit hochgeacliteteu liunstlers staniinte 
aus Illyrien, und schon als linabe verrieth er eine leidenschaft- 
liche Liebe zur Kunst. In 'seinem 1iten Jahre kam er nach Rom, 
wo ihm sein Halbbruder liarnabeo den ersten  
endlich. aber kam er in die bchule des Andrea Szaecni, bei welchem 
er bald "alle Schüler überstrahlte, sb dass man ihn Carluccio d'An. 
drea nannte, was seine Neider späterin "Czrrluccio tlelle Donniiie 
verwandelten. Als ausgezeichneter -Schnler'Sacelii's blieb er nicht 
'lange in untergeordneter Stellung, iund CIGPWEYHC, der ihn vu_r- 
 zog, war 'I'addeo Barberini, der Ncllie Ürban's VIII. Das erste 
iillentliche VVerh, welches erS165Q  war das Christkind 
in der Krippe in der liircie t. GIUSGPPE' e alegnani. Von jetzt 
anßertlieilte ihm der piibstlrche Hof ehrenvolle Aufträge; derneiinte 
 und "zehnte Clemens, so wie Imioceiiz XI. gebrauchten ibnzu wer: 
schiedenen Arbeiten. Clemens Xl., den Marattaoärulier in der Zei- 
chenlsunst unterrichtet hatte", ernannte ihn 1T zum Bitter des 
Christusordens, da es der Künstler iibernominen- hatte, die be- 
rühmten Gemälde l{al'ael's in den Sälen _des Watilians und in der 
Iiarnesina wieder herzustellen  eine iiiiihevollenärbeitt von wel- 
cher uns Bellori und B. Urbani erzählt. Zu hleiiilicherein Dienste 
gebrauchte ihn Innocenz XL, der dem Iiiiii_st_le_i' den Auftrag er- 
 theilte, einer von Guido Heni gemalten Madonna ciie Brust zu be- 
dechen. Maratti sah wohl ein, dass das Bild an seiner Schönheit 
verlieren wiirde, und so lnahin er nuirdLeiuilarbe und Pastellen, 
damit der Ueberzug augeii licli ich mit j ein Scliirvaiiixne iveggenoiu- 
nieu werden könnte. Diese lliladoniia steht in der geheimen CaA- 
pelle mit Monte _Cavall0.  Innocenz ernannte ihn auch zum Aut- 
seher der vatikanischen Zimmer, ein Auit,_ m ilvelchem ihn auch 
Iiinocenz XII. bestätigte. Dochv nicht allein .die_ Piibste achteten 
diesen Künstler; auch Ludwig XIV. voirFranl-ireich zeichnete ihn 
aus. Dieser Fürst gab ihm den Titel eines lt. französischen Ma- 
lers, und ein Bild der Dapline, welches-er fiir den Honig malte, 
gelangte zur grossen Celebritait. Sein Leben verlloss ihm geehrt 
und in lhätigheit, dabei aber vergass er auch das Ende nicht- 
Ei: liess sich schon 170i durch Franz Maratti ein schönes Grabmal 
fertigen, man weiss aber nicht, ob vielleichtfler Ritter bei diesem 
glänzenden Monumente auch die Hand un Spiele hatte. 
Maratti wurde von seiner und dler (Flgeäitlcn IZiÄit bäwunclcrt, 
 noch grösser ist aber hie und da "er ' ade , we c er i in später 
folgte. Man beschuldigte ihn, dass er den Verfall der römischen 
 Schule beschlcuniget habe, man suchte in allen seinen Wcrlaen 
nur leere llrlaiiier, mit genauer Noth yvollte man ihm einige acht: 
bare Talente und technische Geschicklichkeit zugestehen. Marattl 
steht zwar mit Sassoferato auf der untersten Stufe des Verfalls der 
Iiuiist, hatte aber das rerllichste Bestreben dieselbe vaieder aufzu- 
richten was ihm indessen nicht gelang, da es ihm an eigener 
Kraft fehlte. Doch kann niziii es nach v. Quandt (zum Lanzi L. 
505) als Glück betrachten, dass lliaratti ueui Unfug der Cortunistem
        

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