Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1751712
Mamtegna , 
Andrea- 
269 
(5.3 Geburt Christi dar, von einer Höhle genommen, wobei ausser 
der heil. Familie drei Engel und ein Hirt zu sehen sind. Die Cum- 
Positiun ist schön, aber die enge nielloartige Lage der Striche 
spricht fiir die frühere Zeit des Drleisters. Das zweite Blatt, zwei 
Landlcute von sehr lebendiger Aulfassung, zeigt eine griissere 
Uebung im Grabstichel, und es gehöret daher einer etwas späteren 
Zeit an. Jtucb Duehesne, der Verfasser der Voyage d'un icouophile, 
glaubt, dass lilantegna niellirt habe, und dass ihm vielleicht eine 
oder die andere der anonymen Niellen angehiire. 
Die Stiche dieses Illeisters gleichen Federzeichnungen, welche 
mit Strichlagen von einer Seite zur andern ohne Querschratlirun- 
gen schattirt sind, und sie werden um der Präcision des Umrisses 
und des Verständnisses der Zeichnung willen hoch geschätzt. Sie 
sind, wie schon Lanzi behauptet, in zwei Ausgaben vorhanden, 
diereine mit der XValze und schwacher Tinte, die andere mit der 
Presse und guter Schwärze alageclruclit. Ottley (a. a. O. S. 491i) 
glaubt, dass mehrere von ihm zuerst in ein weieheres Metall, als 
das Kupfer, gestochen und nachher, da sie wenig Abziriiclte ge- 
halten, erst in Kupfer, theils von seiner eigenen Hand, theils von 
Schiileru- wiederholt worden seien. Die Hauptbliitter sind: Die 
Grablegung, das Bacchanal, die Schlacht der Mecresungeheuer, die 
Iireuzahnahme, die Auferstehung Christi. Bartsch l. c. nennt 25 
unten nach ihm verzeichnete Blätter Mantegnzfs. Die übrigen 
sind anderswo erwähnt. 
 1) Die Geisslung Christi in einer Säulenhalle rechts. H. tlt Z. 
6 L.? Br. 11 Z. 5 Lf? Der obere Theil des Blattes ist nicht 
vollendet, auch links bediirfte ein Theil die letzte Hand. Es 
gibt spätere braune Abdrücke. 
Eine alte und seltene Copic hat Landschaft und Erdbo- 
_ den, anstatt des quadratirten Fussbodens. H. 17 Z., Br. 
15 Z. 2 L. Bei Weigel ein ausgebessertes Exemplar des 
Originals 4 Thlr. 
2) Christus von zweien seiner Jünger ins Grab gelegt, letzteres 
 am Eingange einer Felscnhöhle. Vor dem Grabe, fast in. 
der Mitte des Blattes, liegt Maria ohnmächtig ziveien Frauen 
in den Armen. Rechts sieht man den Johannes in Thränen 
etc. H. 17 Z., Ur. 13 Z. 2 L. 
I. A. da Brescia hat dieses Blatt copirt, und eine alte 
anonyme Copie ist von der Gegenseite. Die Schrifttafel 
am Kreuze ist weiss, am Bauine ist ein dem S ähnliches 
Zeichen etc. H. 16 Z. ß  Br. 12 L. 
3) Das Begriibniss Christi, rechts die heil. Jungfrau in Olm- 
macht. Johannes steht im schreienden Schxnerze: Huma- 
ni generis reclcrnptori. Berühmtes und seltenes Blatt, 
von Vasari erwähnt. H. 11 Z. g 14., Br. 16 Z. .1 L]? Juan 
Andrea hat dieses Blatt sehr gut copirt, dann 
gibt es eine verkleinerte gegenseitige Copie mit einigen 
Abänderungen in Elguren und Charakter, von J. Duvet, 
H. qu. fol. Bei Weigel ein ausgebessertes Exemplar des 
Originals 3 Thlr. 
lt) Die Iireuzabnehrnung, am Fusse des Kreuzes Maria von 
zwei Frauen untcrstiizt. Magdalena sieht man vom Rücken, 
rechts vom einen Baum. Von Vasari erwähnt. H. 16 Z. 
Ö LT! Br. 13 7.. 5 L. 
5,) Christus steigt zur Hölle hinab, linlts der gute Schiichoi" das 
(Kreuz. haltend. H. 17 21., Br. 15 Z.
        

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