Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1751509
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Mannlich , 
Mannozzi , 
Giovanni. 
1650 ging er nach Berlin, wo Mannlich 1676 Hofgoldschmied wurde. 
Im Jahre 1100 starb er, mit dem Rufe eines sehr geschickten Iiümt- 
lers. 
nlünnuch;  H" Maler, der wohl mit dem Silherarbeiter dieses 
Namens nicht Eine Persun ist, wenn die Angabe bei Füssly volle 
Sicherheit gewährt. Da heisst es, dass ein Bildniss des Optilicrs 
Iiure Cuuo (geb. 1652) mit J. H. Mannhch p. bezeichnet sei.  
MQUUO, ein alter Künstler, dessen Malvasia erwähnt. war Gold- 
Schmied, Bildhauer und Maler. Er fertigte die Statue Bonifaz VIIL, 
die 1301 auf dem Platze zu Bologna aufgestellt wurde. Auf einer 
Tafel mit der Madonna soll sein Name und die Jahrzahl 1260 
stehen. 
51811110, FNIUOOSCO, Maler, wurde 1765 in Italien geboren, und 
in Rom übte er seine Iiunst. Er malte Historien, deren lWochetti 
einige in Kupfer gestochen hat: die Heiligen aus dem Capuziner- 
orden in ihrer Verklärung vor der h]. Jungfrau, reiche und schöne 
Compositiun; St. Imurcnz, der Franziskaner, zeigt den Deutschen 
in der Schlacht gegen die pnäläubigen das Kreuz. und das dritte 
Blatt stellt den Tod des heil. ernliard von Ophyda dar, ebenfalls 
in schöner Compositiun. 
. . . 
MQUUOZZI; GlOVaTlUl, Maler von San Giovanni, und daher häufig 
Giovan da San Giuvanni genannt. Mannozzi istanur der Beiname, 
und somit ist der wahre Name des Künstlers nicht bekannt. Er 
war anfangs Notar. zuletzt aber fing er an bei lVI. Bosselli das Nu- 
tariat mit der Malerei zu vertauschen. Manozzo widmete sich also 
erst in späterer Zeit ausschliesslich der liunst, er wurde aber den- 
noch ein guter Künstler, besonders in Fresco. Von Natur mit ei- 
nem Feuergeiste, einer lebhaften und fruchtbaren Einbildungslaraft, 
einer fertigen freien Hand begabt, malte er sowohl im Kirchen- 
 staate und in Rom selbst, besonders in der Iiirche der vier Heili- 
gen, auch in Toslaana, in Florenz und im Pallaste Pitti, dass es 
kaum glaublich scheint, dass er erst im 18. Jahre die Iiunst zu ler- 
nen angefangen, und im 48sten (im J. 1Ö3Ö) zu arbeiten und zu 
leben aufgehört habe. So sagt Lanzi, fügt aber bei, dass Man- 
nozzo dennoch vom gediegenen Style seines lYIeisters sehr fern sei, 
dass er Horazens beriihmten Spruch missbraucht, sich Alles erlaubt, 
und in gar vielen Arbeiten seine Laune der Iiunst vorgezogen habe. 
Lanzi nimmt es ihm sehr übel, (lass er unter Exigelchöre Enge- 
linnen gemischt habe, was man auch von Cav. dütrpino und von 
A. Allori behauptet. Indessen durfte Giovan da S. Giovanni Alles 
wagen, er konnte seinen Ruf nicht vernichten, sein Geist war der 
übrigen Künstlermenge allzu überlegen. und Seine Bilder in Flo- 
renz, wo er sich den Zaum anlegte, beweisen, dass er mehr leistete, 
als er wollte. Im Werke: Winchelmann und sein Jahrhundert, wird 
er mit Garavaggio und Ribera in Vergleich gezogen, zu deren Ruhm 
er zwar nicht gelangte, wie wohl er denselben, in Absicht auf 
VVahrheit der Ihrstellung kaum naehstehen durfte, und im Colo- 
rit ihnen wenigstens gleichgeachtet werden muss. Er liebte, wie 
diese. starke Gegensätze von Licht und Schatten, doch ist er hierin 
gemiissigter, weniger etfelithaschend, als jene Meister. 
Mannozzi's Hanptwerlae bilden, wie gesagt, die Fresconlalereicxi. 
in Oelbildern ist er nicht so bedeutend und ruh. Im groasheuug-
        

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