Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1751316
Mander, 
van. 
Karl 
229 
den italienischen Geschmack zu lehren. In freien Stunden dichtete 
 er eine Menge Lieder, übersetzte die Ilias, Virgils Bueoliea und 
Georgien, und Ovid's Metamorphosen, auch "begann er hier an 
seinem Malerbuehe zu arbeiten. Dieses vollendete er in Sieben- 
bergen, einem Schlosse zwischen Alkmaar und Harlem, wo er ein 
Jahr lang sich wegen einiger ihm aufgetragenen Gemälde aufhielt. 
Von Siebenbergen zog er im J. 1604 nach Amsterdam, wo er 1606 
starb. In seinem Malerbuche, diesem bedeutendsten seiner Werke, 
folgt nach einer in Reimen geschriebenen Anleitung zum Malen, erst- 
lieh das Leben der antiken Maler, so viel er davon in Erlahruiug 
zu bringen wusste, dann geht er. zu den italienischen Meistern, 
und den letzten und bedeutendsten Theil seines Buches fiillt das 
mitunter sehr ausführlich beschriebene Leben der niederländischen 
und hochdeutsehen lYIeister. Die Nachwelt ist ihm für dieses Werk 
grussen Dank schuldig, und er wurde dadurch der eigentliche Va- 
ter der alten deutschen Kunstgeschichte. ,Die erste Ausgabe er- 
schien 160i in (h, unter dem Titel: Hel: Schilder-Buecl-z waerin 
vuor eerst de leerlustighe Jueght den grondt der edel vry schilder- 
const in verscheiden deeleu wort vooghedraghen etc. door Carel 
van Mander, schilder. Voor Paschier van Wesbuseh Boekvercuo- 
 per tut Haerlem. Bei Weigel 8 Thl. Die zweite Ausgabe, mit dem 
Leben des Verfassers und mit dessen Portrait, tümsterdam hy Ja- 
cob Pieterrs Wachter 1613, in 4.,  gilt bei Weigel das Gleiche. 
 Die dritte Ausgabe erschien 1'264- mit dem Titel: Het leven der 
doorchluchtige Nederlandsche en eenige I-Ioogduitsche Schilders, 
voormaals byeen  vergaderd in beschreven door Iiarel van Man- 
der, en nu verineerilerd en vollediger gemaakt, door wylcnvJaco- 
bus de Jungh, en na deszelfs overlyden duer eene belawaame hand 
Versierd mit de Afheelilingexi der vornaamste Sehilders, door Jan 
Laduiiraal. 2 Deele, Amsterdam by Steven van Esveldt, gr. ß. 
Bei Weigel 6 Thl. 
Van Mander hat auch mehrere Gemälde hinterlassen, die aber 
seltr manierirt sind. Mehrere sind gestochen: von Bracu die heid- 
nischen Gottheiten, 20 BL; von Dolendo und van Gheyn die Pas- 
sion, 14 BL; von Gheyn allein Perseus und Andromeda, der Raub 
der Europa, die 12 Stämme IraePs, die Dreieixiigkeit; von J. 
Saenredam Paul und Barnabas zu Lystra, Eliezar und Rebecea, 
die tanzende Herodias, die Anbetung der Hirten in drei Platten; 
von G. van Been der gewaschene Esel, 2 Neuvermählte, wie sie 
das Heirathsgut empfangen und wie sie in's Elend gerathen; von 
Dolendu die Spraehverwirrung beim babylonischen Thurmbau; von 
J. C. Vischer die Bekehrung des heil. Paulus; von Jlondius das 
Urtheil Salomnnis; von de Gheyn noch Jesus Christus und die 12 
Apostel, die biissende Magdalena, die Flucht in Aegypten, der 
versehwenderisehe Sohn, die Regierung des klugen Iiünigs; von 
C. Clock das Urtheil des Mydas; von J. Mathanrdie Geschichte 
des verschwenderischen Sohnes, 4 BL, die vier 'l'agszeiten ; B. Sil- 
vius Dorlfeste. 'I'abagien etc. N. Lastrnan hat sein Bildniss gestu- 
chen. Nach Fiissly sull folgendes Blatt von ihm selbst gestochen 
seyn: Eine Alte, vor welcher ein linabe geht, während ein zwei. 
1er hinter ihr mit der Fackel einem Mädchen leuchtet, dieses trinkt 
aus einem Becher. Dieses ist wahrscheinlich das am Ende des fol- 
 geudeu Artikels erwähnte Blatt.   '  
Münder, Harl van, Maler, der Sohn des Obigen, wurde 1580 
Zu Delft geboren, und sein Vater unterrichtete ihn. in der Kunst. 
Später besuchte er Italien, die längere Zeit seines Lebens scheint
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.