Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1751014
Mainardi , 
Andrea. 
Ludovico. 
199 
Von seinen Lebensverhältnissen ist wenig bekannt; er arbeitete 
lange zur Seite Ghirlandajds, endlich aber musste er seine eigenen 
Kräfte versuchen. Vasari legt ihm die Malereien der Capelle der 
Beate Fina in der Pfarrkirche des Städtchens S. Gimignano bei. 
und aus diesen nun behauptet Baron Rumohr, itaLForsch. II. 286, 
dass es dem Mainardi gelungen sei, die Manier-und den Natura- 
lismus des Ghirlandajo mit einer zarteren Auffassung des Charak- 
ters christlicher Heiligung zu verschmelzen. 
Malllardl, Andrea, genannt il Chiaveghino, Maler von Cremona, 
über welchen die Nachrichten von 159g)  1625 reichen. Er war 
Cam i's Schiiler und Nachahmer des Bernardino, ist aber nicht 
in alilen Bildern gleich gut, da er oft eilig und wohlfeil arbeitete. 
Im kleineren Style, "sagt Lanzi, ahmte er den Bernardino in der 
Vermählung der heil. Anna bei den Eremitern zu Cremona nach, 
im grossartigeren im grussen Bilde: das göttliche Blut. Der Erlö- 
ser steht aufrecht unter einer Presse, welche, von der göttlichen 
Gerechtigkeit getreten, aus dem hLLeihe durch die offenen VVuntlcn 
Blutströme drückt, aufgefangen von den Iiirchenlehrcrn. Diesen 
Gegenstand, gewiss nicht die vvürdcvollste Darstellung, fand Lanzi 
zu Ileeanati und anderswo nirgcnd so schiclslich dargestellt  Das 
Bild könnte nach der Ansicht jenes Schriftstellers jeder Schule Ehre 
machen; es hat schöne Formen, reiche Iileider, heiteres und la- 
chendes Colorit; nur in Anordnung der kleinen und häufigen Lich- 
ter könnte es, wie in der der Figuren, glücklicher seyn, aber die- 
ses ist eine Schwäche, die er mit vielen aus seiner Schule gemein 
hat. Auch er selbst hielt eine Schule. 
Malnardl; NbrC-AIÜQUIÜ; genannt Cbiaveghino, Neffe und Ge- 
hiilfe des Obigen. In der Kirche von Castelbuttano ist ein heil. 
Georg zu Pferde, mit der Inschrift: Marc Antonio Muinardo cogno- 
mento chiaveghinus pingebat anno 1675. Im Cremonesischen sind 
noch andere Bilder von ihm. 
Mainardi, Fra Massimo, ein Iiapuzinermönch, eilernte bei B. 
Campi die Malerei. Im Convexite der Kapuziner zu Cremona malte 
er das jüngste Gericht, und die heil. Jungfrau mit dem Iiinde und 
mehreren Heiligen. Dieses Kloster wurde 1810 aufgehoben und 
die Gemälde weggenommen.  
Mamardo, LZIHHIIZIO, Maler von Bologna, lernte in der Schule 
der Carracci, und dann ging er nach Rom, wo er im Vatikan 
einige historische Darstellungen malte, was ihn sehr bekannt machte. 
Später suchte ihn Annib. Carracci bei seinen Arbeiten in der Far- 
nesina zu gewinnen, allein ein früher Tod cntriss ihn Sßlnen Be- 
strebungen. Er wurde nur 27 Jahre alt.- 
Mamdron, Bildhauer in Paris, ein jetzt lebender, noch junger 
Künstler, der mit Besonnenheit Amsel-ordentliches leisten kann. 
Im Jahre 1856 sah man auf dem Salon die Darstellung einer christ- 
lichen Familie in Gyps, welche, unter Nero den wilden Thieren 
Yurgewx'orfen, von dem Vater durch einen heldenmiithigen, verzwei- 
{eilen äißmpf mit dem Löwen von einem gewaltsamen Tode errat- 
et wir  
Mailand, wurde gegen Ende des 
und das Fach, welchem er sich 
Mainerig Ludovico, Maler zu 
vorigen Jahrhunderts geboren,
        

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