Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1750778
M865, G3, Zeichner und I-iupferstecher, der in der ersten Hälfte 
des 17. Jahrhunderts lebte, und welcher mit dem oben erwähnten 
Gerrit Maas kaum Eine Person seyn kann. In H. WeigePs Catalxig 
der Sammlung des Dekan Veith in Schaffhausen ist eine reiche 
Tuschzeichnung angegeben, welche die HlllTlChlUHg eines Heiligen 
darstellt, und bei-absteigende Engel, ful. Dann kennen wir fol- 
gendes schöne und malerisch raclirte Blatt: 
1) Der Erzengel Michael den bösen Dämon herabstiirzencl. G. 
Maes inv. clel. sculp. 1Ö5l. hoch fol.  
M383, Johann BaPtlSt Ludwig, Maler, wurde 1794 in Gent 
geboren, und sein Vater, Professor Maes in Gent, ertheilte ihm 
den ersten Unterricht in der Malerei. Der Bildhauer Ingels lehrte 
ihn modellircn, und als talentvoller junger Mann konnte er es 
schon 1816 Wagen, beim Concurse der Gesellschaft der Hunstfreunde 
in Merheln um den Preis in die Schranken zu treten. Der Gegen- 
stand der Bewerbung war eine allegorische Darstellung auf die 
Vermählung des Prinzen von Oranien, wofür Maes die goldene 
Medaille erhielt. Im Jahre 1818 wurde ihm zu Gent der grusso 
Preis der Malerei zu Theil, und der Gegenstand seines Bildes war 
jetzt eine Allegorie auf die Vereinigung der flamändischen und hol- 
ländischen Malerschulen. In demselben Jahre trug er auch zu 
Brüssel den ersten Preis in der Composition davon mit dem Bilde, 
welches Alexander vorstellt, wie er die ihm von seinem Aizte be- 
reitete Arznei zu sich nimmt. Im Coneurse von 1819 trug er in 
Antwerpen den Preis im Genre davon, mit dem Gemälde, welches 
einen Saal vorstellt, wo die liuhpocken geimpft werden (Sale de 
vaecine,  Zaal ter Koepokinenting). Im folgenden Jahre gewann 
er mit seinem Bilde der Hager den Preis der Gesellschaft: Felix 
meritis, zu Amsterdam, und besondere Anerkennung fand 1821 
auch sein Diogenes, welcher in de Bast's Annales du Salon de 
Gand P. 155 abgebildet ist. Zu seinen vorziiglichsten Bildern der 
früheren Zeit zählt man auch seine Altarbilder zu Baeloghem und 
Luochristi, dann die schöne Anthia in der Sammlung von J. Hari 
im Haag, und einige Portraite. 
Im Jahre 1822 begab sich der Künstler als k. Pensionär nach 
Rom, und hier nun machte er besonderes Aufsehen. Maes malte 
in Rum mehrere Werke, die in öffentlichen Blättern mit Lob er- 
hoben wurden, da sie sowohl in seinem Vater-lande, als in Deutsch- 
land und Italien ungetheilten Beifall fanden. Im Jahre 1825 schickte 
er einen heil. Sebastian, eine Alte im Gebete, die Pilierari vor der 
Madonna, das Bild einer schönen Vignerola mit einem Alten, le- 
bensgrosse Gruppe, an die Akademie zu Antwerpen, und diese Ge- 
mälde erwarben ihm den grossen Preis derselben, welcher in einer 
Pension zur Fortsetzung seiner Studien bestand. Für die Kirche 
des heil. Michael in Gent malte er hierauf eine heil. Familie, und 
H1 der Folge eine bedeutende Anzahl sehr schöner Heiligen- und 
GGIITESIÜCIiG, auch historischer Bilder, lauter lretfliehe Werke. 
Eines seiner schönsten frühem Bilder stellt die heil. Jungfrau dar, 
Yvle sie der heil. Anna das Jesuskind zeigt, im Umriss gestochen 
1m Messager des sciences et des arte 1828 p. .392. Dieses Bild hat 
der Künstler im Kleinen wiederholt. In demselben Jahrgange des 
Messager p. 395 ist auch seine Madonna mit dem liinde und St. 
Johann in der St. Bavonshirche zu Gent umrissen. Das Gemälde 
der Abreise des jungen Tfobias in einer Kirche derselben Stadt ist 
1m Nlessager 1830 p. 354 im Umriss gestochen. Im Jahre 1830 malte 
er die Halbligur einer Albanerin, wie sie von einem nackt auf dem
        

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