Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1750718
Maderno , 
Stefano. 
Maderno , 
J oh. 
Bapt. 
169 
von Loyola. Minder unglücklich hat er sich im Bau von Pallästen 
gezeigt. Der nach seiner Angabe ausgeführte Pallast Mattei ist 
zwar kein ausgezeichnetes Werk, zeigt aber doch in der Anlage 
etwas Grossartiges , was sich auch von dem Pallaste Barberini sa- 
gen lässt, zu dessen Bau aber nur der Anfang unter seiner Auf- 
sicht gemacht wurde. Fiir den Carclinal G. Busticucci baute er 
in der Via del Borgo nuovn einen grossen Pallast. An den Pallä- 
sten Borghese, Strozzi und Lancelotti brachte er hlos Ergänzun- 
gen an. Dann soll er auch mit dem Plane umgegangen seyn, den 
Obelisk des Marchfelcles nach Monte Cavallo oder zur Fontana di 
Trevi zu bringen , und ihn dort aufzurichten. Der Pabst gebrauchte 
ihn zur Untersuchung der Seehäfen des Iiirchenstaates und zur Auf- 
nehmung eines Planes der Festung zu Ferrara. Dann fertigte er 
viele Plane, die nach Frankreich und Spanien kamen. Im Jahre 
1620 starb dieser Künstler, 75 Jahre alt. 
Die liirche S. Andrea della Valle und des heil. Ignaz v. Loyola 
sind durch Iiupferstich bekannt. Ueber die St. Peterskirche gibt 
Ferrabosco's und J. MaroVs Architectura della Basilica di S. Pietro 
in Vaticano 1684 Aufschluss. 
Nachrichten über diesen Hiinstler findet man bei Milizzia, Qua- 
tremere de Quincy und in andern Werken dieser Art, besonders 
auch in der neuesten, Beschreibung Rom's von Bumsen, Gerhard 
u. and. 
Maderno, Stefano, Bildhauer aus der Lombardei, erwarb sich in 
Rom den Ruf eines geschickten Künstlers. Unter den Werken, 
welche er lieferte, steht eine Statue der heil. Cäcilia oben an. 
Diese fertigte er 1599 auf Befehl Clemens VIII. für die Kirche der 
Heiligen in Travestere zu Rom, und lieferte hierin ein Werk in 
Marmor, das für eine Zeit, in welcher die Iiunst schon im be- 
deutenden Verfall war, noch als ausgezeichnet erscheint. Die Hei- 
lige liegt in einer Nische am Altare in derselben Stellung und Be- 
kleidung, wie man ihren Leichnam fand, sanft hingestreckt auf 
der rechten Seite. Der Kopf ist zur Erde gekehrt und mit einem 
Tuche umhüllt, welches die Wunden bedeckt, so wie" Wange, 
Iiinn und Hals, aber alle Umrisse der zarten jungfräuliehen Ge- 
stalt lassen uns das lieblichste Antlitz ahnen. In der schwiilstigen 
Berninischen Zeit steht dieses Bild unter allen Werken desselben 
einzig uncfbewunderungswiirdig da. S. die Abbildung in Cicognarzfs 
storia della scultura III. 2. Ausserdem haben L. Capranicus und 
St. Non diese Bildsäule gestochen. 
Maderno lieferte auch viele Modelle von Statuen zum Bronze- 
gusse, und mehrere der berühmtesten Kirchen Roms sind mit sei- 
nen Statuen und Basreliefs geziert, in denen aber mehr oder We' 
niger der Einfluss Bernini's sichtbar ist. Dieser Künstler starb 1656 
im 65. Jahre.  
Maderflß, Maler von Como, blüthe um 1700. Er malte Blumen 
und liiichenstiicke im Geschmacke der Bassano, so lobenswerth, 
dass weniger Geübte seine Werke für die jener Künstler nehmen 
könnten. Lanzi sah von ihm einige hübsche Stücke beim Grafen 
Giovio in Como. 
MadBfBO, Johann BEIPIFISII, Maler, der zu Verona 1758 geboren 
wurde. Er war der Sohn eines Steinmetz und besuchte die berühm- 
testen italienischen Schulen, besonders zu 30m, WO, S0 wie lel" 
seits der Alpen, er seine Iiunst mit grossem Lobe übte. Er baute 
auch das Theater zu Pordinone.
        

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