Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1750697
Madden , 
Wyndham. 
Christoph. 
161 
sich gebildet, wciss man nicht; in einem mit Macrinus d'Alba 
bezeichneten Bilde in der Sakristei der Hauptkirche zu Trier er- 
kennt aber Lanzi den Geschmack Bramante's und gleichzeitiger Mai- 
länder. In der Landschaft hat er das flavianische Amphitheater an- 
gebracht, und daraus wäre zu vcrmuthen, dass er Rom, oder 
noch Vinci's gebildete Schule gesehen ha_be, wie Lanzi meint. Wo 
er sich immer auch gebildet haben möge, er ist in jener Gegend 
der erste Künstler, der sich dem neuen Style nähert, und scheint 
nicht blos in Asti und Alba, wo manche Cabinet- und Altarbilder 
von ihm sind, geschätzt worden zu seyn, sondern auch in Turin 
und im Hause des Fürsten selbt. Ans diesem Hause dürfte nach 
Lanzi der zu den Fiissen U. L. F. und der sie umgebenden Heili- 
gen abgebildete Cardinal im Dome seyn. In Turin hat er wohl 
mehrere Bilder hinterlassen, aber vor allen Hauptstädten Italiens 
hat diese am liebsten neue Gemälde an die Stelle der alten gesetzt. 
ln der Capelle S. Ugone in der Carthause zu Pavia ist ein in sechs 
Felder abgetheiltes Bild, dessen auch Lanzi erwähnt, aber nicht 
mit dem genauen Inhalte. In dem oberen Felde ist der auferstan- 
(lene Christus und 2 Evangelisten, darunter die Madonna und 2 
Engel , in den untersten S. Ugone und Anselmo. Es soll eine der 
schwächsten Arbeiten dieses Meisters und doch ein verdienstliches 
Bild seyn. Vgl. Lanzi III. 508 und die Anmerk. v. Quandt. 
Madden, Wyndlwm, Maler, der in der zweiten Hälfte {los vori- 
gen Jahrhunderts in England lebte. Er malte Bildnisse. W. Dickin- 
son stach nach ihm das Bildniss des Lord J. LiHbrd. 
Maddersteg, Mlßllßßl, Maler, geb. zu Amsterdam 166g, gest. 
170g. -Er war Backhu sen's bester Schüler, und namentlic in Ab- 
bildung vun Schiffen llxeriihrnt. Diese mächtigen Formen machen 
seine Bilder interessant, und dann wirken sie auch durch kräftige 
Haltung. Seine Gemälde kamen an verschiedene Höfe, und viele 
derselben entstanden in Berlin, wo er lange lebte. Im k. Museum 
daselbst werden von ihm jetzt zwei Bilder aufbewahrt: das eine 
brillante Scliiflsformen, das andere einen Wallfischfang vorstellend. 
Dass Maildersteg auch in der Schißsbaukunst erfahren gewesen, 
gehört nicht hieher. 
Maddox 2 ein. jetzt lebender englischer Maler, der bereits seinen Ruf 
 gegründet hat. Er malt Arehitekturstiicke, die in Bestimmtheit der 
Umrisse, in Durchsichtigkeit der Schatten und in geistreicher An- 
ordnung von keinem seiner Landsleute noch erreicht worden seyn 
sollen. Er vereiniget ebenfalls Genauigkeit und Einsicht in die 
Details mit einfacher keuseher Hirbuiwg. Durch das liunsthlatt von 
Dr. Schorn ist dieser Künstler aueli in Deutschland bekannt ge- 
 wor en. 
Mader, ChTlStÜPh, Bildhauer von Oberstorf in Böhmen, arbei- 
tete in Wien. Er hat den Ruhm, die zwei Deuksäulen vor der 
Kirche des heil. Carl Borromäus nach Art der Trajanischen errich- 
tet zu haben, allein der Bildhauer Jakob Schletterer hat den mei- 
sten Antheil an diesen berühmten Werken; doch sobald man sei- 
ner nicht mehr bedurfte, suchte ihn Mader zu entfernen. Letzte- 
rer war auch Mitglied der Akademie in Wien, und da starb er 
1761. Es finden sich von ihm mythologische Vorstellungen in 
Blei- lißßrßlißfs, mittelmiissige Waare, auf welcher zuweilen ein 
Monogramm steht.
        

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