Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1750547
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Maassen , 
Theodor. 
Blabuse, 
VZIII. 
Jan 
Maassen, Theodor, Maler vnn Aachen, bildete sich aufcler zum- 
demie der Iiiinste in Düsseldorf, und liier lebt er noch gegenwär- 
tig als nusübendex- liiinsller. Man hat Historien und Gem-estiiclse 
vun seiner Hund, und einige dieser Bilder sind in J. Scotti's Schrill: 
der Kunstschule zu Düsseldorf Leistungen in den Jahren 1857 und 
1333 S. 29 verzeichnet. Seine Gemälde werden mit Beifall aufge- 
nommen, cla sich in ihnen ein tüchtiger Jiiitistler (iffcnhnret. Der 
Rheinisch  Westpliijlische Kunstverein hat einige laiiullich an sich 
gebracht, 11ml von da aus kaznen sie durch Verluosung in ver- 
schiedene Hände.   
Maar, 
Jan, 
Blanlshof. 
V01] 
Beiname 
Matagäglo, ist J. Nlabuse. 
luübllsß; Jim V3", nach Einigen J. Gossaert, genannt Mabuse, 
auch Mabusius, Mahugius, Malbodius, Maboggio, Maubcuge, 
letzteres von seiner Geburtsstadt in Ilenegau, die auch Nlabuse 
heisst. Ueber das Geburtsjahr dieses Iiiixistlers herrschen irrige 
Angaben; man sucht es um 1.196  1500, während Mabuse schon 
um MQÖ gearbeitet hat, wie aus einem Gemälde der liinder Hein- 
rich VII. von England. dessen wir weiter unten erwähnen, zu er- 
sehen ist. Aurh das Todesjnhr ist bei Fiurillo u. a. nicht richtig 
bestimmt. Letzterer ll-isst ihn 1562 sterben, wo er schon lange 
nicht mehr lebte, indem der Künstler 1552 starb. Sein Meister 
ist unbekannt, man sieht aber aus seinen ersten Werlzen, dass er 
sich ein strenges Studium zur Pflicht gemacht und die Natur fleis- 
sig betrachtet hat. Schade nur ist es, dass ihn später sein wilder, 
ungeregelter Geist, sein leidenschaftliches Wesen zu tausend Ver- 
irrungen hinriss, so dass er während seines wiistexi, ausschweifenden 
Lebens bald df-h, bald dorthin geworfen wurde. Er spielte immer 
den lustigen Sorgenlos, und daher nahm ihn Lulsas van Lcyden 
als Gesellschafts-Cavalier an, als er seine Reise unternahm. Die- 
ses fällt indessen erst in seine spätere Zeit, nachdem er schon aus 
Italien zurückgekehrt war. Die Zeit, in welcher er dahinging, ist 
nicht zu bestimmen, doch geht aus seinen Werken hervor, dass 
er schon vor dieser Bildungsreise, ehe er nach Italien ging, mehrere 
 Werke ausgeführt habe, und gerade nach seinen früheren Wer 
ken muss man ihn beurtheilen. In diesen erscheint er als liebens- 
würdiger Nachahmer der alten Schule, bei einem schon bemerls- 
baren Streben nach freierer Bewegung, in Italien aber suchte er 
sich der Schule des van Eych zu entwiibnen, dadurch, dass er 
sich auf die Nachahmung der grossen dasigen Meister legte, be- 
sonders des Lionardo da Vinci und des Michel Angele. Alleinsein 
Verdienst wurde durch dieses Bestreben geringer; die Werke jener 
und der folgenden Zeit sind manierirt, und nach diesen darf man 
ihn nicht beurtheilen, wie so oft geschehen. Um die Jungfränlichlteit 
der früheren Zeit war es jetzt geschehen, in Belgien namentlich durch 
unsern Mabuse, der als das Haupt einer neuen Kunstrichtung anzusehen 
ist. Diese besteht nach Dr. Waagen (Kunst und Iiiinstler in England 
etc. III. 542) in dem Bestreben. sich die Idc-ahtät der Charaktere, 
die Schönheit der Linien, das Verständniss der Form jener Meister 
anzllßignen, worüber man aber den den Niederländern ursnriing- 
lich innevenhnenden, reinen Natur- und Farbensinn einbiisste und 
in leere Verzerrungen, Uebertreibungen und Nlissformen verfiel. 
Mjfthologische und allegorische Darstellungen wurden bei den Ma- 
lern dieser Richtung besonders beliebt, und Mabuse wird nament-
        

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