Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1750393
Luttringhausen , 
Heinrich. 
Lutz , 
Peter. 
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Luttringllillläißn, J- HelÜTlCh, Landschaftsmaler, wurde 1783 in 
Miihlhailsen geboren, und nachdem er die Anfangsgründe der 
Kunst erlernt hatte, begab er sich zur weiteren Ausbildung nach 
Paris, wo er von 1822 an Bilder in die Salons brachte. Es 
sind dieses Bilder in Oel und liebliche Ansichten in Aquarell. Die 
Aquarellgeniälde machen auch den grösseren Theil seiner Werke 
aus. Mehrere seiner landschaftlichen Zeichnungen wurden für 
OstervvalcPs Voyage pittoresque gestuchen. Dann fertigte er mit 
Bunington u. a. auch die Zeichnungen zur Excursion sur les cötes 
et clans les portes de Normandie, 40 Blätter, von T. Filtling, 
Salathe u. A. in Aquatinta gestochen und in Farben ausgeführt. 
Paris, gr. fol. 
LUÄZ, 3011303, Architekt von Schussenriecl in Tirol, dessen Name 
eine Inschrift am schönen und künstlichen Thnrme der Pfarrkirche 
in Batzen verkündet. Lutz fing 1501 den Thnrm in gotluscher 
Weise zu bauen an, und 1519 war er vollendet. Auch "das Por- 
trait _clcs Künstlers ist da zu sehen. 
LIIIIZ, Johann, Maler, ein Deutscher von Geburt, der aber seine 
Iiunst in Florenz übte. B. Franeeschini war sein Meister, und 
die Werke, welche ihn berühmt machten, bestehen in Pastellgc- 
mältlen. J. Mogalli stach nach ihm das Opfer Isaaks, wenn dieser 
Giovanni Lutz nicht eher den Johann van der Lys bedeutet. 
Bliihte um 1630. 
Latz, Pßtßf, Kupferstecher, wurde 1799 in München geboren, 
und an der Akademie daselbst begann er unter P. von Langer seine 
ernsteren Iiunststudien. Anfänglich widmete er sich der Malerei, 
zu welchem Behufe Lutz nach Gemälden der k. Gallerie coprrte; 
seine Zeichnungen aber, die er von 1817  19 nach der Antike, 
nach der Natur und nach guten Iiupferstichen von J. G. Muller, 
Goltzius, Spranger u. a. fertigte, zeigten, dass er zum Kupfer- 
stecher berufener sei. Selbst P. v. Langer bestätigte lhn hierin, 
und nun fing er 1821 an, unter derLeitung des berühmten C. Hess 
sich ausschliesslielm der Challtographie zu widmen. Lutz hat auch 
bereits trciTliche Proben seiner Weihe geliefert. Er beurkundet 
Sicherheit und Eleganz in Führung des Grabstichels, und was noch 
mehr ist, er fasst in seinen Nachbildungen auch immer den Cha-. 
rahter der Urbilder auf das treueste auf. Ein Meisterwerk ist sein 
Triumph des neuen Testameutes nach Correggitfs beriihmtem Bilde 
in Dresden, das er als Gegenstück zu Miillerß Madonna d1 S. 
Sisto stach. Im J. 1827 erhielt er nämlich von E. Arnold, dem Be- 
sitzer der Kunsthandlung in Dresden, den Auftrag, dieses Bild zu ste- 
chen, und er begaiin daher 182g in München nach einer Copie 
von Kühne den Stich. Im Jahre 1855 ging er dann nach Dresden. 
um im Angesichte des Originals die Platte zu vollenden, und jetzt 
haben iwir ein Blatt, welches in der Geschichte der deutschen Chal- 
läßgraphie Epoche macht, da seit Miiller's berühmter Madonna _in 
Deutschland kein Blatt von solchem Umfange, und wenige von dic- 
Sem Gehaltc erschienen sind. Lutz hat den friihern Stich von Fes- 
Sard Weit übertroffen. 
Im Jahre 1854 begann Lutz die Zeichnung zum Pendant dieses 
Blattes nach ßaenoeavalltfs Madonna auf Wclhen, einem herrli- 
chen Bilde in dgrsclbcn Gallerie. Diese Platte hat Lutz 1859 Voll" 
endet, und was die künstlerische Leistung anbelangt, so hält sie 
dem berühmten Blatte des heil. Frauciscus die Waagschale.
        

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