Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1750056
Liitke , 
Frau.  Lützelburger 0d. Leutzelburger, 
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ihm Unterricht in einer Iiunst, die er selbst übte. Er besuchte 
auch die Akademie, und mit Talent begabt, machte er bald die 
erfreulichsten Fortschritte. Wir verdanken diesem Künstler bereits 
eine bedeutende Anzahl schöner Gemälde, die in Landschaften, 
Marinen, architektonischen Ansichten u. a. bestehen. Einige da- 
von sind im Besitze des Königs von Preussen, andere gingen in 
Privatsammlungen über, und noch andere kamen durch Verlqosung 
der Hunstvereine ins Publikum. Zu Lebzeiten seines Vaters nannte 
er sich Liitke jun. 
Liitke's Lithographien sind sehr zahlreich und nicht minder treff- 
lich, als seine Gemälde. Er bedient sich Öfter eines Monogramms, 
welches wir, so wie jenes seines Vaters, in unserm Monogram- 
menlexicon geben werden. 
1) Mehrere Städteansichten Pornmerxfs u. a.  
2) Mehrere Album, Erinnerungsblätter der Insel Rügen, des 
Seebades Swinemünde, Stettin etc. 
5) Eine Ansicht des Domes in Halberstadt n. a. 
4) 16 Harzansichten, eine Folge nach W. Pätz, qu. fol. Bei 
Weigel 8 Thl. 
Lülikß, Frau, Landschaftsmalerin, eine Künstlerin unsers Jahrhun- 
derts, die wir aber nicht näher kennen. In einem Berichte aus 
Copenhagen von 1814 heisst es, dass sie Bilder von seltener Schön: 
heit liefere. Später haben wir nichts mehr von ihr erfahren; 
Lütten Oder Lllttßfl, Maler aus Braunschweig, kam als Hof- 
maler Peter's II. nach St. Petersburg, und übte dort seine Kunst. 
Er malte Historien, die nicht ohne Werth sind. In der Gallerie 
zu St. Petersburg ist von ihm ein Nachtstück, welches die Flucht 
in Aegypten vorstellt. 
Lutten starb 1739 in St. Petersburg. 
Lützelburger oder Leutzelburger, Hans, 311d] Hans Frank 
genannt, wahrscheinlich aus Luxemburg (Liilzelburg, vgl. z. B. 
Expositio fratris Bernardi de Lutzenburgo in Symb. Athanasii. 
Cöln 1512,  wie denn viele Niederländer in Basel als Hiinstlerlernten 
und lebten, was auch mit Hans Hug Iilubcr der Fall seyn dürfte, 
welcher zum Jahre 1558 mit "Hans Holbein der Maller" als "Hans 
Hug Iiluber der IVIoller" im "Zunftbuche zum Himmel in Basel" auf- 
geführt wird, und in seiner Renovation des Baseler Todtentanzes in nie- 
derländischer Tracht sich abbildet, wie die Verse des älteren Tod- 
tentanzgemäldes zu Iileinhasel (von 1512) auch niederrheinische 
Mundart verrathen. Weniger wahrscheinlich ist Leutzelburger nach 
jener anderen Bezeichnung Hans Frank ein Pranke gewesen, wie 
z. B. um dieselbe Zeit zu Rom die deutschen Buchdrucker Marcil- 
lus Silber alias Franck  B. in den von ihm gedruckten Mira- 
bilia urbis Rome 1525) und vor ihm Eucharius Silber alias Franck 
(Virgil 1490) sich nennen.  Hans Franck wird in dem Anhange 
zu jenem Baseler Zunft- und Hunsthuche beim Jahre 1515 (zog aus 
hans franck der moller) angemerkt. Hans Leutzelburger's Name 
haftet durch seine eigenen Angaben bestimmter am Jahre 1522. 
Dieser Formschneider ist mit seinen mehr als wahrscheinlichen 
Leistungen in neuester Zeit Gegenstand der sorgfältigsten, 'a streng- 
sten Untersuchun und Controverse geworden, wobei alle Stimm- 
fiihrer einerseits ksreiherr von R um o hr, andererseits der k. preus- 
Sische Geheime Oberfinanzrath Sotzmann zu Berlin, der k. bay-
        

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