Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Lodge - Megen
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748893
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1750023
100 
Liideritz , 
Erasmus. 
 Lüderitz, 
Guslavr. 
der bestehen 
ten u. s. w. 
in italienischen Ansichten ,a in heroischen Landschaf- 
Auch Gouachegemälde hinterliess (er. 
Litderitz, Erasmus, _Maler, der um 1Ö79_zu Leipzig lebte, nach 
seinen Lebensverhältnissen aber unbekannt ist. Folgendes Schwarz- 
kunstblatt spricht von seinem Daseyn:  
Jphan Jacob Fancer I. C. T. Hered. In Cros-Tewitz et Sess- 
  Tewitz etc. Eras. Lüderitz Inven. et Fee. A0. 1668, 24. 
 Juni. Oval. H. Ö Z. 105 L., Br. 6 Z. 2 L, Bei Weige] 
1 Thl. 12 gn- 
Lüderitz, GllStaV, Zeichner und Kupfcrstecher, geb. zu Berlin 
1804, zeigte schon früh entschiedene Neigung zur Kunst, und an- 
geregt durch seinen jetzt verstorbenen Halbbruder C. Hühner, vor- 
zugsweise zur Chalkugraphie. C. Hühner ertheilte ihm Unterricht, 
und unter Leitung dieses Künstlers fing er auch an, sich im Rudi- 
ren und in Aquatinta zu versuchen. Er besuchte die Akademie in 
Berlin, wo er bald nach seinem Eintritt durch die Ernennung zum 
remunerirten Eleven derselben mit einem kleinen Stipendium aus- 
gezeichnet wurde. Er machte die untern Iilassen rasch durch, ge- 
wann mehrere Preise im Studium nach dem lebenden Modell, und 
1322 trat er in das Atelier des Prof. Buchhorn, wo er mit Liebe 
und Ausdauer seinem Fache oblag. Im Jahre 1827 reiste er mit 
 einem ihm von der Akademie auf drei Jahre ertheilten Stipendium, 
das später noch um zwei Jahre verlängert wurde, zu seiner weite- 
ren Ausbildung nach Paris, wo er in das Atelier des berühmten 
Richomme trat. In Paris zeichnete er auch fleissig in der k. Akade- 
mie und in Kunstsammlungen nach denNatur und nach alten Mei- 
stern, wie nach demßeinälde des Erzengels, welches er nach eige- 
ner Zeichnung in HuPfer gestochen hat. Im Frühjahr des Jahres 
1352 reiste er von Paris nach London, um sich mit dem Stahlstich 
bekannt zu machen und die sogenannte schwarze Kunst in Stahl 
zu erlernen. In dem Blatte mit der Prinzessin Margaretha lieferte 
er eine Probe dieser Art. Nach seiner Rückkehr stach er in Berlin 
aus Auftrag des Kunstvereiries das trauernde Königspaar nach Les- 
sing's biarühmtem Bilde, und dann machte er sich an den Stich von 
Hildebrandlfs nicht minder beriihmtem Bilde der Söhne Ecluardß 
für das Prachtwerli des Grafen Raczynski. Sohn's Gemälde von 
 Bomeo und Julie beschäftigte ihn in letzter Zeit. und so hat der 
Künstler bereits eine bedeutende Anzahl von treffliclien Blättern 
geliefert. Folgende sind namhaft geworden, und sie mögen so 
 ziemlich in chronologischer. Ordnung folgent 
Ä 1) Das Standbild Scharnhorsfs, nach Rauch. 
Q) Das Standbild Bliichefs in Breslau, nach demselben. 
) Allegorische Basreliefs, nach demselben.  
 ä) Einige Blätter für den damals entstehenden Verein der Kunst- 
freunde in Preussen. 
5) Einive Umrisse für das Werk des Direktors Schadow: Die 
Denkmale der Reformation. 
6) Das Bildniss des Generalpostineisters von Nagler. 
7) St. Gäcilia, nach Duminichino.   
  .8).Die Piegententugenden, Deckengemälde im Schloss: zu (IQ- 
burg, von W. Wach gemalt-   
 9) Das Bildniss BataePs. 
10) Jenes der Kronprinzessin von Preussen.  
11) Eine Jagdscene, nach F. Krüger. 
 12). Die Erziehung des Jupiter, nach Hopfgarten. 
13) Ein Christuskopf, nach Correggio.
        

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