Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743920
Knix. 
Knöfler , 
Georg. 
81 
Hmx,  10,. Aug. Iinip. 
Knobelsdorf, Hans Georg Wenzel, Baron von, Architekt 
zu Berlin, ein berühmter Künstler seiner Zeit. Seine Meister in 
der Architektur waren Weidemann, v. Wangenheim und Kemxneter, 
und C. Dubais ertheilte ihm Unterricht in der Malerei. Als er 
mit den Grundsätzen der Kunst vertraut war, begab er sich nach 
Frankreich und Italien, allein zu seiner Zeit war es noch nicht 
Sitte, in diesem Lande die klassischen Muster der Baukunst zu 
studiren, um dann in eigenem Werke die Resultate eines solchen 
Studiums zu Tag zu legen,  zur Zeit dieses Künstlers wurde 
noch im überladenen französischen und italienischen Style gebaut,  
und daher galten ihm die, Erzeugnisse eines verderbten Kunstge- 
schmackes mehr, als die edle Einfachheit der alten klassischen 
Architektur. Unsere Zeit ist zu reinerer Einsicht gelangt, aber sie 
darf dem früheren Künstler nicht strengen Tadel zurückgeben, da 
die Zeitverhältnisse und die Mode damals anders gestaltet waren. 
Knobelstl0rt' baute den neuen Flügel der Charlottenburg, das 
Schloss zu Zerbst, und die marmorne 'l'reppe im Hauptgebäude 
der Residenz zu Potsdam ist ebenfalls nach seiner Zeichnung an- 
gelegt. Dann machte er den Plan zur Anlage des Lustgartens in 
Potsdam und des Thiergartcns in Berlin. Als ilun der Bau des 
neuen Opernhauses zu Berlin aufgetragen wurde, begab er sich 
zu diesem Zwecke nach Italien, um in Parma die Verhältnisse des 
dasigen berühmten Opernhauses zu studiren, und dieses war in jeder 
 Hinsicht ein lobenswerthes Unternehmen; denn jenes Theater ist 
in akustischer Hinsicht ein lllleistervcerls. Man versteht hier die in 
der grössten Entfernung dieses ungeheuern Umfangs gesprochenen 
Worte allenthalben sehr genau. Das Berliner Opernhaus ist seinem 
Grund- und Aufrisse nach durch vier von Fincla gestrichene Blätter 
bekannt. Dann hat man von Iinobelsdorf selbst einige geiitzte Land- 
schaften.   
Dieser Künstler starb 1755 im 56. Jahre, und der grosse König 
schrieb für die Memoiren der Akademie das Ehrengediichtniss des- 
selben, Bd. VIIL, S. i. 
Ein anderer Baron von Knobelsdorf malte Landschaften, und die- 
ser starb um 1780. 
HIIOblOOlI, ATOD, ein Kapuziner zu Alt-Bunzlau in Böhmen, 
übte die Malerei mit Erfolg. P. Oliverius ertheilte ihm Unterricht. 
Er malte in Miniatur und in Oel, Bildnisse und Historien. Sein 
Tbdesjahr ist uns unbekannt; doch lebte er noch 1803 im Kloster 
zu Mielnik. 
Rnöbel, Johann Friedrich, Architekt, wurde 1724 zu Dresden 
geboren, und von Oberlandbaumeistcr Johann Christoph Bnöfel in 
seiner Kunst unterrichtet Er arbeitetelängere Zeit in Polen; und sein 
Werk ist ein Flügel des ls. Schlosses -zu Groduo mit der Kapelle, 
der Pallast des Grafen von Brühl zu Warsehauw und andere Gee 
bäude. Im Jahre 1765 wurde er churf. sächs. Landbaumeister, als 
welcher er um 1790 starb. 
l Sein Sohn Julias Friedrich erlernte ebenfalls die Architektur, 
starb aber" 1817 als Hotzahlamts-Galculatur im 04. Jahre.  
Hhöfßl, s. J. F. Iinöbel. 
Rnöfler, Georg, Bildhauer, wurde 1715 zu Schalke bei Leipzig 
ggbgfen, und zu Berlin und in Dresden zum Künstler gebildet. 
In letzterer Stadt Stand er unter Leitung des Prof. 'I'homä, doch 
NagZerÄr Künstler-Lax. VII. Bd. 6
        

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