Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743785
Klotz, 
Caspar. 
Klotz, 
Simon. 
Strashurg; im 18. Jahre begab er sich nach Stuttgart, um bei 
Gnibal, dem damaligen Hofmaler, und bei Scoti, einem Theater- 
Architekten und E'rescomaler, sich weiter auszubilden. Nach erlang- 
ter höherer Ileifc in verschiedenen Fächern der Kunst. begab er 
 sich nach Mannheim, wohin ihn der damals glänzende Hof des 
 kunstliebenden Cliiirfürsten Carl Theodor gezogen hatte. Klotz 
hatte sich vorzüglich der Portraitmalerei zugevt-endet, als dertleich- 
testen Art, sich seinen Unterhalt zu sichern. Die Aehnlichkeit, die 
er seinen Bildnissen zu geben, und das Getiillige seiner Hinten 
gründe, die er init Landschaften und Blumen geschieht zu staffiren 
wusste, sagten dem damaligen Geschmaclie zu, und eryvarbeii ihm 
 Ruhm und ausgezeichneten Beifall. Diese Gewandtheit im Fache 
der Landschaft bewog den Hoftheater-Architekten I_.0renz Quaglio, 
dem Künstler den Antrag zu machen, die Stelle eines Hoftheater- 
Malers im Landschaftfache anzunehmen. Seit 1775 war er also 
unter Carl Theodor Hoftheater-Maler in Mannheim, binnen wel- 
cher Zeit er, da sich seine Arbeit nur. auf Dekorationen für die 
italienische Oper beschränkte, mehrere der angesehensten Städte 
Deutschlands und Hollands besuchte. Im Jahre 1778 Erhielt Er in 
derselben Eigenschaft den Ruf nach München; dochdehnten sich 
jetzt seine Arbeiten auch auf landschaftliche Dekorationen für die 
deutsche Schaubühne aus. Die 20 Jahre lange grosse finstrengnng 
seiner physischen Kräfte zog ihm endlich eine chronische krank- 
heit zu, die ihn zuletzt hinderte, seinem Geschäfte vorztistehcn 
An Tliä tigkeit gewöhnt und ganz der tiuiist lebend, ging er jetzt 
mit Ernst daran, sein schon frühzeitig projelitirtes Farbell-Sybtpm 
auszuarbeiten. So erschien endlich 1816 in München bei Giel seine 
Farbenlehre. Alle Bildnisse, die Klotz später, und mit Anwendung 
seiner Farbentheorie gemalt hatte, geben die Anwendbarkeit dersely 
ben deutlich zu erkennen, und sind darum seinen frühem weit 
vorzuziehen. So war dieser theoretisch und praktisch- gebildete 
Künstler bis an's Ende seines Lebens tliätig. 
Klotz, Caspar, berühmter Minaturnialer und  Sohn aß. Obi- 
gen, wurde 1773 zu Mannheim geboren, und von seinem Vater in 
der Kunst unterrichtet. Ausscrdein erfreute er sich noch der Lei- 
tung des Direktors Dorncr, und da sich bei ihin Fleiss mit grossem 
Talente paarte, gründete er bald den Ruf eines geschickten Iiiinst- 
lers. Im Jahre 179d ernannte ihn Churfiirst LCGPl Theodor zum 
Hofmaler und auch Honig llrlaxiniilian beschäftigte ilin in gleicher 
Eigenschaft. Dieser Fürst gestattete dein Künstler auch Reisen. 
und so besuchte er 1803 Paris, wo damals bereits ein Reichthum 
von Kunstwerken, wie nirgends, zu sehen war._ Dann begab sich 
Klotz nach Wien, und nachdem er sich noch in anderen Städten 
Deutschlands umgesehen hatte, trat er zu Regensburg in ein ehe- 
.liches Verhältniss. Von dieser Zeit an blieb der Künstler im Dienste 
ßßines Königs, und noch gegenwärtig ist er zu München in voller 
Thäitigkeit. Die Anzahl seiner Bildnisse ist bedeutend. Er malte die 
Mitglieder des königl. Hauses, und Bildnisse dieser Art kamen an 
verschiedene Höfe.   
Dann verdanken wir diesem Künstler auch eine höchst wichtige 
Erfindung, deren Resultate er jedoch nicht allenthalben bekannt 
 gemacht hat. Es ist dieses ein neues Instrument, dessen Construk- 
tion auf sicheren, rein mathematischen Prinzipien beruht, und durch 
welches iedei- Körper der Natur und Plastik, und jede Entfernung 
in natürlicher Grösse mathematisch richtig aufgenommen werden kann. 
Klotz, SlmOn) Maler und Professor der Theorie der bildenden 
Künste an der ehemaligen k. b. Universität zu Landshut, wurde 
5 c
        

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