Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748768
Liuthard. 
Live 
de 
J ully , 
Auge 
Laurent 
de 
565 
er sich nach Paris begab. Er brächte es zur Auszeichnnn , und 
daher ernannte ihn dprliönig nach dem 1750 erfolgten Toä seine; 
Meisters zum I-Iothiedailleur in Stockholm. Er war auch Professur 
an der Akademie daselbst, und zuletzt zierte ihn der König m11 
dem Wasa-Orden. Die nkademien von Florenz, Bologna, Wien 
und Copenhagen zählten ihn unter ihre Mitglieder. 
Dieser Künstler starb gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts. 
Liuthard, ein berühmter Miniaturmaler aus der Zeit Carl des Hah- 
len. Er und Berengar verzierten 870 auf Befehl dieses Kaisers das 
sogenannte goldene Eyaiigelienbueh, ehedem in St, Emeran zu 
Regensburg, jetzt auf der lt. Hot- und Staatsbibliothek zu IVÜu- 
chen, mit kostbaren Malereien. Der Einband dieses Werkes 50mm. 
mert von Gold, Edelsteinen und Iferlen. und inxder Mitte ist in 
getriebener Arbeit der Heiland, wie er den Segen ertheilt, in der 
Linken das Buch haltend. Im Buche ist auch Carl der Kahle in 
griechischer Kleidung dargestellt  auf einem prächtigen mit; Edel- 
steinen geschmückten 'I'hr0n,_ hinter welchem kostbare Teppiche 
ausgebreitet sind. Zu den Seiten stehen Knaben mit Stäben, Waf- 
fentriiger und Ilofbediente: Die Provinzen des Reiches sind durch 
weibliche Gestalten niit Fullhörnern dargestellt. Ganz unberührt 
sind indessen diese Gemälde nicht, denn ain Ende der Handschrift 
liest man: Domini Abbatis Bamvoldi jussione hunc librum Aripo 
et Adalpertus renovaverunt. Diese Worte deuten auf eine AuiTi-i- 
schuug der Gemälde hin, und diese muss um 975 unter Abt Ro- 
muald stattgefunden haben. Auf fol. 1 ist auch das Bildniss des 
Abtes zu sehen. Immerhin bleibt dieses eines der merkwürdigsten 
und kostbarsten Membrai-ie jener alten Zeit. Die Mönche crkaun 
ten die hohe Bedeutung desselben recht wohl, und daher bot man 
ihnen vergebens eine ganze Stadt dafür. 
Die Malereien dieses herrlichen Codex sind durch Kupferstich 
vervielfältigen Coloman Sanftl schrieb eine Dissertatio historica 
in aureum ac pervetustuin S. S. Evangeliorum coclicem ms. m04 
nasterii S. Emerani Ratisbonae 1786, 1;. In dem auf der k. Bib- 
liothek zu Paris befindlichen Gebetbuclie Iiarl des Iiahlen wird ein 
Liutliard als Schreiber genannt, und dieser könnte iiiit dem unse- 
ren Eine Person seyn. Nur möchte es dann scheinen, dass er nur 
den Text geschrieben, nicht auch selbst gemalt habe, und dass dem. 
Berengar die Miniaturen angehören. Indessen waren die alten 
Calligraphen gewöhnlich auch Miniaturen, und als solcher muss 
ebenfalls Berengar betrachtet werden. 
Liuzzi, GlQGOXHO, Maler von Beggio, ein geschickter Künstler 
unserer Zeit. Er malt Historien und Genrestiicke. In der Pracht- 
ausgabe des Petrarka ist nach seiner Zeichnung die Einsamkeit 
von Selva Piano gestochen. 
LIVG de Jully, Auge Laurent de la, Kuusgiebhaber, Auf- 
fiihrer der Gesandten zu Paris, malte in Miniatur und radirte mehr 
als 100 Platten nach Grenze, Saly, Boucher etc., und diese Blät- 
ter, gerade keine Meisterstücke, verschenkte er an Bekannte. Auch 
ein Iiuyferstichcabinet besass er, so wie Sculpturen. Starb 1715 
im 50. Jahre.  
1) Les fermiers hrulös, eine Gruppe von Bettlern. 
2) Attaque des retranchemens, nach Coehixrf-s Zeichnung. 
 3) Eine Folge von Carricaturen, nach Saly. 
4) Das Bildniss des liürxstlers, Medaillen, nach Cochin's Zeiqh- 
nung.
        

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