Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748502
Linderitz. 
Lindner , 
Christian 
All? 
539 
Llnderltza Maler zu Hamburg, ein Künstler imsers Jahrhunderts. 
Er hatte schon 1819 seinen Ruf als Iiiinstler begründet, und in 
jenem Jahre bewährte er sich auch als Schriftsteller, durch eine Ab- 
handlung: Blicke in das Allerheiligste. Er malt sehr schön in 
Miniatur, dann Portraitliguren in Aquarell, und zuletzt verlegte 
er sich auf die Oelmalerei. 
Lindmeyer, Daniel,  Maler von Schaffhausen, der um 1560 bis 
1591 blühte, nach seinen Lebensverhältnissen aber unbekannt ist. 
Es finden sich mehrere schöne historischeZeichnungen von ihm, 
doch nicht häufig. Sie sind mit der Feder entworfen, manchmal 
ausgetuscht, auch aquarellirt. In der Sammlung des Dekan Veilh 
zu Schaffhausen waren noch 1855 mehrere solcher Zeichnungen, 
die im Cataloge jenes Cabinets von B. Weigel verzeichnet sind. 
Drei der folgenden stehen auch im Iiunstlsataloge von R. Weigcl 
angezeigt.  
1) Das Urtheil Salomoxfs, reiche Composition mit allegor. Bei- 
werlsen, 1587, gr. fol. Bei Weigel 2 Thl. 12 gr. 
2) Dieselbe Darstellung, anders componirt, mit allegor. Um- 
gebung, dem SchweizerWappen, 1532, rund, gr. fol. Bei 
Weigel 2 Thl. 1 
3) Esther vor Ahasverus, mit reicher allegor. Einfassung, dem 
Wappen etc., 1577- Aquarell, fol. Weigel 5 Thl. 16 gr- 
IL) Ein Trinkgelag von 29 Männern an der Tafel, gr. qu. fol.  
5) Gastmahl von Männern und Weibern in einem Saale mit 
Aussicht, mit reicher Einfassung, 1564, gr. roy. fol. 
6) St. Hieronymus vor dem Crueifixe "betend, mit reicher Ein- 
fassung, gr. fol. 
7)_ Das Gleichniss vom Balken und Splitter im Auge, mit fig. 
Einf., 1583, gr. fol. 
3) Das Opfer Abraham's, gr. fol. Ü 
g) Ein Gastmahl von Männern und Weibern, oben eine Schwei- 
zerschlacht, 1591, gr. ruy. fo]. . 
10) Die Erschaffung der Eva, auf dunklem Grunde, weiss ge- 
höht, gr. fol., u. s. w. 
Lmdner oder Lmderer, Franz, Mais,- und Hupferstechef, 
wurde 1738 zu Klagenfurt geboren, und die Anfangsgründe der 
Iiuust erlernte er zu Laybaeh. Später ging er nach Venedig, dann 
nach Wien, um die Akademie zu besuchen," und da wurde ihm. 
in der Schule der liupferstecherltunst zweimal der Zeichnungspreis 
zu Theil. Im Jahre 1776 schichte ihn die Kaiserin zu seiner Aus- 
bildung nach Rom, und obgleich er hier sich Ruhm erwarb, so 
brachte er es nach seiner um [t Jahre spiitern Rückkehr in Wien 
doch nur zum akademischen Sehutzverwaudten. Lindner malte be- 
, sonders Bildnisse in PalkdslVIanier. Im Jahre 1775 malte er in 
Wien den türkischen Gesandten, nachdem er ihn blos eine halbe 
Stunde angesehen hatte; dann fertigte er die Bildnisse des Erzher- 
zogs "Maximilian, Churfiirsten von Cüln, jene der k. Familie in 
Neapel, Josephs II. etc. Besonders gerühmt wurde jenes des Gra- 
fen von Zinzendorf, Gouverneurs zu Triest. Lindner starb um 
1809- 
Lindner, Christian August, Maler, wurde 1772 zu Meissen 
geb" und Schenau unterrichtete ihn in der Kunst. Er copirte an- 
fan s mehreres nach diesem Meister, und 11361183159?" Malern. 
Endlich versuchte er sich auch in eigener Compositlon. die Bild- 
Bisse machen aber immerhin den grössten Thell Sßlncr Werke aus.
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.