Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743612
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Kleinert , 
Kleinhenz , 
Jansz. 
21) Der prächtige Catefalk des Prinzen Engen von Savoyen in der 
Stephanskirche zu Wien 1756, mit Sedelmaycr gestochen. 
Rlelllßfll, Ffledrl-Ch; Medailleur von Bartenstein in Preussen, war 
anfänglich liunstdrechsler, und als solcher erfand er eine eigene 
Presse, um Medaillengepräge in Holz und Elfenbein ahzudrucken. 
Zuletzt versuchte er selbst die Iiunst, in Stahl zu schneiden, und 
fertigte noch gegen 90 Denlimiinzeri auf merkwürdige Zeitereignisse. 
Er starb zu Nürnberg 1714 im 31. Jahre. 
Iileinert, Markus Friedrich, Maler von Nürnberg , der im 
Dienste des Bischofs von Bamberg und Würzburg und des Prinzen 
Sobiesliy stand. Mehrere seiner Biltlnlisß Würden gestochen, solche 
von berühmten und dunklen Männern. Dieser Künstler starb 1742 
im 48. Jahre. Sein Bildniss, vor der Staffelei sitzend, hat J. J. 
Haid gestochen, in Schwarzkunst, fol.  
Iileinhans, JOSGPlI, Bildhauer, geb, zu Nauders 1777, wurde im 
vierten Lehensjahre des Augcnlichtes beraubt, fing aber in seinen 
Iiindesjahren schon an, hölzerne Pferdchen und anderes Spielzeug 
"zu schnitzen. Nach und nach brachte er so ziemlich gute Arbeiten 
zu Stande, und endlich versuchte er auch, ein Crucifix zu schneiden. 
Der Beifall, welchen er erhielt, spornte ihn, seine Versuche fortzu- 
setzen, und nun beschäftigte er sich hauptsächlich niittCrucifix- 
schneiden. Der arme Blinde machte in seiner Kunst, ohne allen 
Unterricht, immer besseren Fortgang, und verfertigte eine grinse 
Anzahl solcher Arbeiten, deren immer eine besser als die andere 
ausfiel. Diese Crucilixe wurden auch begierig aufgekauft. In seinem 
zvveiundzwanzigsten Jahre erhielt lileinhans bei dem berühmten 
Bildhauer Franz Niissl zu Fügen im Zillerthale einige Wochen 
einen mechanischen Unterricht, und erhöhte dadurch seine liiinst 
so, dass er nun nicht mehr blos Cruciiixe, sondern auch andere 
Vorstellungen schnitzte, und zwar mit einerrGeschiclslichlieit, die 
auch einem sehenden Künstler Ehre machen würde. Nur behalten 
 die Crucifixe unter seinen Arbeiten immer den Vorzug. Zu diesen 
bedurfte er keines Modells; andere Bilder aber konnte er nicht 
ohne Muster inachen. _Fur (lGDiFIJPSIlDISClIOf zu Brixen hat er die 
Statue des linienden heil. Carolus Borromäus dritthalb Schuh hoch, 
und für den Furstbischof zu (lhur einen David, zwei Schuh hoch, 
beide mit seltener Vollkommenheit, gefertiget. Zangerle zu Lasch 
erhielt 1803 ein Ürucifix mit Maria und Johannes von seiner Hand, 
beinahe in Lebensgrösse, welche trefflich ausgefallen sind. Tiroler 
Almanach 1805. 
I-{lelinhardl Wilhelm: lVIiniaturmaler, wurde 1696 geboren, und 
nachdem er in verschiedenen Städten sich umgesehen, liess er sich 
1720 in Prag nieder, WO e!" 1775 auch starb. Er malte Portraite 
und Historien. 
Iileinhard, JOlIBIIII, Landschaftsmaler zu Prag, Schüler von F_ 
Schor. Er arbeitete um 1780, und 1785 gab er eine Anweisung für 
Lanclschaits-Zeichner heraus, mit in) Hupfern, 
Rlßillhens: Jan": Maler 1-11 Harlem. wurde 1634 geboren. Seine 
Lebensverhältnisse sind unbekannt, man weiß nur, dass er Blumen 
und Friightc gemalt habe: im Jahr 1669 malte er sein eigenes Bild- 
niss, und unter diesem fanden die Verfasser der Geschiedenis de: 
vaclerl. Schilderlä- I. 81 60m8 LßbßIlW-Ell bestimmt. Der Tod ereilt: 
ihn 1701-
        

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