Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748453
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Lindemann , 
Joh. 
Lindenschmit, 
WVilheim. 
Dieses, ist wohl jener J. H. Lindemann, von welchem der Wink- 
lefsche Catalog das Bildniss des amerikanischen Fürsten" Mulech 
Aug. Haltazob angeführt wircl. Dann legt man ihm auch ein Bildniss 
des Rechtsgelehrten H. Allius bei, und Füssly sagt, dass man von 
ihm eine Fblge von geätzten Blättern nach verschiedenen Meistern 
habe. Brulliot nennt ihn einmal nach einem Monogramme auf dem 
erwähnten Blatte mit Adam und Eva J. Lindemann, und im Ap- 
pendix F. Lindemann nach demselben Blatte. Es scheinen von die- 
ser Radirung zweierlei Abdrücke zu existiren. Dann kennen wir 
von F. Lindemann: 
Landschaft mit einer Brücke, qu. 8. 
Mehrere Gebäude, beide Blätter nach Rembrandtfs Zeichnung, 
qu. 8. 
Lindemann: JÜhanna Kupferstecher, vielleicht ein Verwandter 
des Christ. Philipp Lindemann, der ebenfalls für Gabbianfs Rac- 
colta ein Paar Blätter gestochen hat. Dann stach er nach Watteau: 
1) Phyllis et Scaramouche. , 
2) Pierrot, Harlequin et Scapin. 
Lmdenast, Sebastian, ein Kupferschmiecl zu Nürnberg, der hier 
seiner künstlichen Treibwerke wegen erwähnt werden muss. Er 
 fertigte 1462 von getriebenen-i Kupfer die Bilder des Uhrwerkes 
über dem Portale der Marienkirclic. Kaiser Karl IV. sitzt auf dem 
Throne, um ihn herum gehen der Herold, vier Posaunisten und 
die sieben Churfürsten; alle sich neigend. Der Tod läutet alle 
Stunden die Glocke. Baiser Maximilian I. ertheilte dem Künstler 
ein eigenes Privilegium, dass er seine getriebenen Arbeiten aus 
Kupfer versilbern und vergolden durfte. Diese Erlaubniss ist als 
eine hohe Begünstigung anzusehen, die nach dem 1520 erfolgten 
Tod lcles ehrharen Bupferschmiedes sein gleichnamiger Sohn nichß 
x erhie t. 
LinäßnmßQhßr,_ Daniels angeblich ein Formschneider, 
vermuthlxch mxt Daruel Lindmeyer Eine Person ist. ' 
der aber 
Lmdenmeyer, CTEIHII, Maler, Iiupferstecher und Formschneider 
zu Ulm, der noch um 1490 lebte, aber nach seinem Lebensver- 
hältnisse. unbekannt ist. Er soll Gemälde, Kupferstiche und Form- 
schnitte mit einem aus CQL. bestehenden Monngramm bezeichnßi 
haben; allein wir fanden nirgends eines seiner Werke bezeichnet- 
S. Weyermann im Kunstblatt 1850.  
Lmdenmayer, Hans, Maler und Sohn des Obigen, ist ebenfalls 
wenig bekannt. Sein Meister war M. Schongauer, der Schüler 
aber scheint meistens auf Glas gemalt zu haben. Im Iiunstblattß 
von 1826 hcisst dieser Künstler Hans Lindmeyer, bei Murr nach 
Sandrart Hans Larlsrnayr, und bei fiorillo Leykmann, aber un- 
richtig. Die Bliithezeit dieses Künstlers fällt um 1490. In diesem 
Jahre verehrte er auf dem Frohnaltare in der Pfarrkirche zu" Ulm 
das silberne Bild des Johannes. S. Weyermanxi. 
LmdßIlSGhmlt, Wilhelm, Historienmaler, wurde 1806 zu Mainz 
geboren, wo ihm sein Vater, der Miinzgraveur Johann Linden- 
schmit, eine sorgfältige Erziehung gab. Doch schon in früher Ju- 
gend entwickelte sich sein Talent für die Geschichtsnialcrei, und 
as Studium der Geschichte der klassischen Literatur war es auch.
        

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