Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748317
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Lievensz , 
Jan. 
Ligario , 
Joh. 
Peter. 
'  Aetzabdriicke mit weissem Grunde, aber trocken und ohne 
viel Wirkung. Diese gehen den beiden obigen noch voran. 
Holzschnitte. 
40) Brustbild eines Mannes mit langen krausen Haaren, die ihm 
 auf die Schulter herabfallen. Er trägt einen Rock mit drei 
Knöpfen auf der Brust. Sehr selten, gr. 4. 
41) Eine Landschaft mit drei Bäumen, welche die ganze Platte 
EiQDehXnen. Der Grund ist-hell, nur zur Linken sind einige 
Hügel. Schön und selten, fol. 
Dann wurde auch von fremden Künstlern nach ihm gestochen: 
von J. Cootwick, Ruinen mit Vieh; W. de Leeuw David mit der 
Harfe vor Saul, St. Franz, St. Paul der Eremit; J. Louys, die 
Erweckung des Lazarus; van Sommer, der Bauern-Musikant mit 
den Kindern; G. van Vliet, die keusche Susanna, Isaaifs Schmerz 
über den ertheilten Segen; Ji Suyderhoef; Anna Schourmann; L. 
Vorstermans, Nicol. L'Anier, Dom. J. de Brau, C. Huygens; P. 
I Pontius, Johannes de Heem, Daniel Segers; A. Blooteling, Abrah. 
Heidanus, Admiral Buyter, Mich. Mozyn, Admiral J. van Galen; 
F. van den Wyngaerde, Lucas Vorsterman. 
LICVCUSZ, Jan; Kupferstecher. der um 1680 in Paris gelebt haben 
soll, also ein jüngerer Künstler als der Obige. Seine Lebensver- 
hältnisse sind unbekannt, wenn je ein solcher Künstler lebte. 
LIOVIIIO (YAIIVGFSH, s. Lievin von Antwerpen. 
LICW, 1101131111, Kupferstecher, der um 4050 zu Paris gelebt haben 
soll. Man will Bildnisse von ihm kennen. Ob wohl nicht der 
obige Jan Lievensz jun. mit ihm in Beziehung kommt? 
LIgQUO, Johann Peter, Maler und Radirer, wurde 1686 zu Son- 
drio in Veltelin geboren, und L. Baldi zu Rom ertheilte ihm Un- 
terricht in {der Kunst. Unter Anleitung dieses Meisters erlangte 
er grosse Sicherheit in der Zeichnung, und als er hierauf in Ve- 
nedig die Werke jener Malerschule studirt hatte, rühmte man ihn 
bald als Coloristen. Er malte gleich gut in Oel und Freslto, zu. 
Morbeguo, Como, Sondrio, Cidrasco, Ardenn. Sein Meistenvei-k 
ist der heil. Benedikt in der_Nonnenkirche zu Souclrio. Starb 
1748 oder 1752; die Angaben sind nicht gleichlautend. 
Man hat von Ligario folgende zart radirte Blätter, die aber sehr 
selten zu finden sind. Bartsch beschreibt sie P. gr. XXI. 312. 
. 1) Die heil. Jungfrau in halber Figur, sitzend und die Augen 
 himmelwärts gerichtet. Die rechte Hand legt sie auf die 
Brust, und der Kopf ist von einer Stralilenltrime umgeben: 
_Peh'us Ligarius iuc. H. 8 Z. 7 L., Br. 6 Z. 2 L. 
2) Die Mnrter des heil. Petrus; die Henker pflanzen das Kreuz 
auf, und an dieses ist Petrus mit dem Kopfe abwärts gehef- 
tet. _Vorn links ist ein Weib mit zwei Kindern. Dieses 
Blatt ist sehr zierlich radirt, und an einigen Stellen mit dem 
Stichel übergangen. Das AEIZWZISSCI" hat nicht stark ange- 
v griffen. H. 17 Z. 8 L., Br. 12 Z. 6 L.  
Die ersten Abdrücke sind ohne Schrift im Rande, die zweiten 
haben die Schrift: Cum autem Senueris, extendes manus tuas; e! 
alius te cinget. S. Gio. Cap. 21. Vers 18. Diese Abdrücke sind 
retouehirt, und von grösserer Wirkung. Man kennt sie neben 
andern an den Schatten der Ruinen im Grunde. Im ersten Drucke 
sind sie durch [eine einfache Taille bewirkt, im zweiten durch 
lireuzsrriche.
        

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