Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748167
Lical da , 
Juan 
Licht , 
Ferd. 
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zeichnung genannt zu werden. Lanzi spricht sich ebenfalls mit 
Lob über dieSfin Küfläiler aus, und er beginnt in Aufzählung sei- 
ner Werke mit einem von Girolamo in St. Lionardo bei Verona 
äßmalißll L0rbßerba11m,_ zu welchem die Vögel durch das Fenster 
ogen, um sich auf die Aeste zu setzen. F. da Libri verstand 
aber noch mehr, als die Tliiere zu täuschen, nämlich "das Gemüth 
zu erheben, wozu unstreitig grössere Kunst erfordert wird. V. 
-Quandt (zur Uebersetz. von Lanzi's Geseh. d. Mal, II_ 55) erklärt 
ihn daher als einen der grössten Meister aller Zeiten und Länder; 
er ist einer von den wenigen Künstlern, die so rein von fremden 
Einflüssen blieben, dass ihre WVcrke nicht an eine hestimlnte Zeit, 
in der sie, oder ein Volk, für das sie hervorgebracht wurden, er- 
innern, sondern das Gesamxntgefiihl der Menschen ansprechen, 
Man kann, nach Quandt, Liberi's Styl durchaus weder alter- 
thiimlich, noch neumodisch nennen, sondern muss ihn als zeitlos 
und doch das jeder Zeit gehörende, also das Ewige in uns zur An- 
schauung bringend, wahrhaft bewundern. In St. Giorgio (Kapelle 
St. Lorenzo) zu Verona ist von ihm eine Madonna zwischen St. 
Zeno und St. Laurentius Justinian, sprechende Gestalten, mit drei 
Engelchen, lieblich von Gesicht und Bewegung. Dieses kleine 
 Bild erklärt Lanzi unter den Werken jener Kirche als einen Edel- 
stein, der durch etwas unausspreehlich Schönes, Glänzendes und 
Leuchtendes überrascht. Speth (liunst in Italien I. 50) erwähnt 
dieses trelfliehen, unter dem Namen Madonna della cintura be- 
kannten Bildes, als eines Werkes von unbeschreiblicher Wahrheit 
und Innigkeit, während in vielen anderen Schriften über Italien 
weder des Meisters noch des Bildes gedacht wird. Puzzo nennt 
dieses Gemälde eine "pittura ammirabile"; Signore Ticozzi aber 
geht ganz kurz über diesen Meister weg. Im Centralxnuseum zu 
Paris war ein anrnuthiges Bild der Madonna mit dem Kinde Jesus 
und dem kleinen Johannes. Dieses ist eines der schönsten Werke 
Girolamds, das für Rafael gegolten hat. Es ist wieder heimge- 
kehrt und in der Sakristei von St. Toruaso in Verona zu sehen. 
Dann lesen wir bei Giulianelli, dass da Libri auch in Edelsteine 
geschnitten habe, was wohl dahin zu berichtigen ist, dass der 
{iinstler neben den Blumen und Bäiumeu Edelsteine im Gemälde 
sehr täuschend nachgeahmt habe.  
Dieser Künstler starb 1555 im 85. Jahre. Iulius Clovio war sein 
{berühmter Schüler; auch seinen SohrfFrancesco unterrichtete er 
in der Malerei, doch kam ihm dieser nicht gleich. Francesco da 
Libri 5tarh in jungen Jahren.  
Licalda, Juan de, Maler, der in der ersten Hälfte des 17.,J'ahr- 
hunderts in Sevilla gelebt zu haben scheint. 
LiOlICPlB, LudWlg, Historienmaler von Houdan in der Normandie, 
der um die Mitte des 17. Jahrhunderts in_ Paris lebte. Er war Le- 
bpuifs Schüler, und im Style dieses Meisters malte er auch pru- 
fane und heilige Darstellungen, deren SGOHU: F- Laßdry und a- 
nach ihm gestochen haben- 
Starb 1687 als Mitglied der Akademie zu Paris. Im _Pa_rxser Mu. 
seum ist von ihm eine Darstellung vdn David und Abigail. 
Licht, Ferdinand, Maler, wurde _1750 'zu Tjroppau in Schlesien 
geboren, und seine Ausbildung erlnelt e; be1 dem Maler Jqseph 
Burlaart. Er wählte Brünn zu semem Aufenthaltsort, wg e,- 110,--
        

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