Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748139
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t Liberalle, 
Gennesio. 
Lib eri , 
Pietro. 
Liberale von Ucline, den KTasari und Ridolfi als Maler riihmen, 
und mit dem Liberal des Papillon Eine Person sei. Dieser Friauleser 
wvar in naturhistorischen Darstellungen berühmt, und namentlich 
malte er die Fische sehr gute Fiorillo sagt in seiner Geschichte 
der ital. Malerei, dass man den Iiiinstler auch zuweilen Georg 
nenne, und dass er um 1560 mit grossem Ruhme am Hofe und zu 
Innsbruck, auch in Wien gearbeitet habe. Die Lebenszeit des 
Georg Liberal und des Gennesio Liberale stimmt also überein. Er lebte 
noch 1508; auch einige Zeit in Venedig, wo Mathioli Senensis 
coinmcnt. in P. Dioscuridis lib. erschien. 
Liberale, Gennesio, 
Eine Person sind. 
den 
obigen Artikel, 
da 
vermuthlich 
beide 
Liberale, Antonio da Verona, Maler, wurde 1451 zu verßna 
geboren, und sein erster Meister war Vincenzio di Stefano, von 
welchem man sonst Weiter nichts weiss. Hierauf kam er zu Jakob 
Bellini, ogler nahm ihn wenigstens zum Muster, so dass jetzt auch 
dadurch der Einfluss der Squarcionrfschen Schule sich iiusserte. 
Lanzi erkennt aber in dessen Bild der Erscheinung des Herrn im 
Dome zu Verona, besonders in der Glurie, im Faltenwurf etc. in 
 solchem Grade die Nachahmung des Mantegna, dass er den Libe- 
rale dieser Schule zuschreiben möchte. Indessen soll man nach 
LanzPs Behauptung noch in andern Bildern des Liberale die Nach- 
ahmung des Nlantegna erkennen. Er lieferte eine beträchtliche 
Anzahl von Werken, die übrigens nicht alle von gleichem Ver- 
Idienste seyn dürften. Die Madonna auf dem Throne mit Heiligen 
von 143g, und der h. Sebastian in der Gallerie des k. Museums zu 
Berlin sind, nach Iiuglcr (Beschreib. der Gall. des Museums S. 
48), hart und manierirt. Das Madonnenbild aber ist nicht ohne 
etwas Tiichtiges in den Köpfen. Im Ausdrucke rühmt ihn auch Va- 
sari, und dieser sagt, Liberale habe es verstanden, seine Gesich- 
ter nicht nur weinen, sondern auch lachen zu lassen, in anmuthi- 
ger Heiterkeit. In mehreren Dingen blieb er noch dem alten Style 
treu, obgleich er bis 1555 lebte. 
Liberale malte auch in Miniatur. Er schmückte Bücher mit MÜ 
niaturexi, die mit ausserordentlicher Zartheit behandelt sind. 
G. Zanconi hat nach ihm eixfe Abnahme Christi vom Iireuze ge- 
stochen, blos Umriss. 
Llbergler, Jakob oderkHugo, Architekt und Geistlicher, der 
im 15. Jahrhundert lebte. Er fing um 1229 an, die Iiirche St- 
Nicaise in Rheims wieder aufzubauen. In dieser Iiirche wurdß 
Libergier 1265 auch begraben. 
Liberi, PlßtrO, Maler von Padua, genannt Libertinq, ein 
 Iiiiiistler, der nach dem Tode seines Meisters Patlovanino die Elllfß 
der Venecligcr Schule aufrecht erhielt, für deren correlitesten Zeicli- 
ner ihn Einige hälten. Er studirte in Ifom nacli der Antike, I" 
Parma nach Corireggids Werken, und in Venedig nach den be- 
rühmtesten Meistern der Stadt. Auf solche Weise hatte er die 1:0" 
sten Schulen kennen gelernt, und er nahm von jeder etwas. I" 
bunten Gemische suchte er ini Fleisclie den MiclielAngelo, m de" 
Köpfen und Profilen den Rafael, und_ in läeliandlungfles Schal? 
tens den Correggio naclizuahuien._ Seine Farhung _preist man a; 
Fefällig, und dann rühmt man seiiieu Gescliiruicli iu denßehail 
urig seiner Bilder. Allein zu seiner Zeit erreichten die Mill"
        

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