Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1748078
Leyden , 
Lukas 
Huygens 
ein auf Wplken 
mit den obigen. 
gitzcnder Liebesgott. 
H. 2 Z. 10 L., Br. 
gleichzeitig 
Vielleicht 
4 z. 4 L. 
Bildnisse. 
172) Das Bildniss des Kaisers Maximilian 1., Halbligur, mit Bei- 
werken: nach links im Grunde die kleine Gestalt eines Nar. 
ren mit einem T-hiere und der Tafel, auf welcher die Jahr- 
Zahl 1520 steht; an der Säule rechts sieht man zwei ähn- 
lichie Figuren.  
Lucas malte den Baiser bei der Anwesenheit in Leyden, 
aber erst 1520, naeh dem_ Tode desselben, machte er sich 
an den Stich. Der Kopf ist ganz gestochen, die anderen 
Theile sind geiitzt und mit dem Stiche] nachgeholfen. Es ist 
dieses eines der bedeutendsten Blätter, welches Lucas in die- 
ser Art geliefert hat, aber selten. H. 9 Z. 8 L., Br. 7 Z. 
2 L. 
Die gegenseitige Copie ist mit J. de Ram excudit bezeich- 
net. Nicht von Bartsch erwähnt.  
175) Das Bilclniss des Künstlers, Büste mit dem Hute, 1525 ge- 
zeichnet uncl geistreich geätzt: Effigies Lucae Leidensis pro- 
 pria manu incidere. H. 5 Z. 6 L., Br. 5 Z. 5 L. 
174) Bildniss eines jungen Mannes, Halbfigur mit Federhut, wie 
er auf den Todtenkopf an der Brust deutet. H. 6 Z. 10 L., 
Br. 5 Z. 6 L.  
Dieses erklärt man gewöhnlich als das Bildniss des Künst- 
lers, welches ihn in der Jugend darstelle; allein es sind wohl 
nicht seine Ziige; und dann trägt dieses Bild wider Gewohn- 
heit des Künstlers lange frisirte Haare. Das Blatt scheint 
 um 1519 gefertiget zu seyn. Bei Weigel 5 Thlr. 3 gr. 
Zweifelhafte 
Blätter. 
175)' Die Familie an der Tafel vom Tode überrascht. Man sieht 
da ein junges Mädchen, einen Mann im blossen Kopfe, ein 
altes Weib und einen ältlichen Mann mit der Mütze und 
zweien Kindern. Die Alte richtet den Blick auf die Sand- 
uhr, welche der Tod auf sie zuträgt. Der Mann, mit dem 
Becher in der Hand, blickt auf einen Tbdtenlsopf, welchen 
ein vom Tode geführtes junges Weib trügt. Dieses WVeib 
 ist mit Rosmarin belaränzt, und der Iiiinsller hat vielleicht 
eine Anmeldung nach dem Tode bildlich clarstellerßvyollen- 
Die Figuren sind alle halb, und der Buchstabe L steht in 
Mitte der Jahrzahl 1525. 
Bartsch erklärt dieses Blatt als zweifelhaft, man reiht 95 
 aber immer unter die Werke des Lucas van Leydcn. Bartsch 
möchte es diesem Meister fast mit Sicherheit absprechcn- Er 
findet den Stichcl zu trocken für die Biithezcit des Iiiinstlef5- 
Die Zeichnung könnte nach Bartsch von Leyden herrühren, 
und diese ist jedenfalls das Beste.  
An dieses Blatt reihen wir des Gegenstandes wegen fld" 
gende Blätter, die man indessen auch als Werke dieses 
Meisters ansieht.  
176) Das Innere eines Hurenhauses, wo man ein nacktes Mäd' 
chen bei einem Manne sitzen sieht; der Tod-ist am Fensiel" 
Dieses seltene und interessante Blatt ist in der Manier C195 
L. van Leyden gefertiget und mit L. signirt. H- 7 Z- Ö L" 
Br. 5 Z. Ö L. Bartsch kennt dieses Blatt nicht.  t 
177) Das Todtengerippe mit dem Spaten auf der Schulter fuhr 
175)
        

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