Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1747870
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Lexa , 
Leybold : 
LBXH, JOSGPlI, Maler von Prag und akademischer Künstler, ver- 
fertigte mit Anton Wild vortrelTliche Gemälde, die sie unter dem. 
Titel einer optischen Zimmerreise zeigten. Diese Gemälde fanden 
 um 132g grossen Beifall; man bewunderte die glückliche Wahl des 
Standpunktes, die getreue Darstellung der Gegenstände, das natur- 
gemässe Colorit und die schönen Farbencontraste. 
änfder Perspektive beurkundete dieser Künstler grosse Meister- 
sc a t. 
Lexmond; 10113111165 Van, Zeichner und Maler von Dortrecht, 
wurde 1769 geboren, und schon frühzeitig von den beiden van 
Stry in der Malerei unterrichtet. Er gewann da gute Grundsätze, 
 und da er in der Folge mit Unterricht im Zeichnen sich befasste, 
so erlangte er gerade hierin "grosse Stärke. Er zeichnete Gemälde 
älterer Meister und auch architektonische Ansichten und Landschaf- 
ten. Einige seiner Blätter sind in Saftfarben ausgeführt. 
Lexmond wurde Sekretär der Gesellschaft Pictura zu Dortrecht, 
und er ist vielleicht noch am Leben. 
Lßybüld, Johann Friedrich, Kupferstecher und Miniaturmaler, 
geboren zu Stuttgart 1755, zeigte schon in früher Jugend Neigung 
für die bildende Kunst, kam als Knabe zum Hofbildhauer Bauer, 
der ihm den ersten Unterricht im Handzeichnen ertheilte, und 
wurde bald darauf als Eleve der Akademie der  in Ludwigs- 
burg aufgenommen, um in der Stuccatur- und "Bildhauerkunst un- 
terrichtet zu werden. Nachdem er im Zeichnen und Modelliren 
vorgeschritten war; kam er auf die Solitude (ein herzogliches Schloss), 
wo mehrere Prachtgebäude aufgeführt wurden, zu einem Meister 
in der Stuccaturkunst, Namens Sonnenschein, dem die Verzierun- 
gen von Kunstarbeiten in den Zimmern übertragen waren. Irn 
Jahre 1770 wurde er der militärischen Pflanzschule als Eleve zuge- 
theilt, und in diesem Institute wurde Leybold zum Künstler ge- 
bildet. Nachdem er zwei Jahre sich mit der Stuccaturkunst befasst 
hatte, wählte er, auf Anrathcn des damaligen Gallerie-Direktors 
und Rektors der Kunstakademie, Guibal, die Malerei zu seinem 
Studium, doch war seine Vorliebe zur Iiupferstecherkunst jederzeit 
vorherrschend, und so entschloss er sich nun, nachdem der Ku- 
pferstecher G. v. Müller an die Akademie gerufen wurde, sich der- 
selben zu widmen. Da' Leybold den andern Zöglingen im Zeich- 
nen weit überlegen war, so übertrug ihm sein verdienstvoller Leh- 
rer unter seiner Leitung den Unterricht seiner Miteleven in den 
Anfangsgriinden der Kupferstecherkunst; ja, als Müller nach Paris 
berufen wurde, das Portrait Ludwigs XVI. zu stechen, bekam Ley- 
bold, bis zu'MLiller's Wiederkunft, die ganze Leitung dieser 
Schule. Nachdem er sich nun sechs Jahre der Iiupferstecherlsunst 
gewidmet hatte , und von seinem Lehrer, der ihn stets ali 
Freund behandelte, gehörig aimgebildet war, so wurde er 1752 
aus der Carls-Hochschule, nachdem er zwölf Preise in verschiedener! 
Fächern der Kunst erhalten hatte, mit dem Prädikate eines Hof- 
kupferstechers entlassen. Er lieferte nun mehrere Blätter, auch 
zwei zurnGaller-ie des Herzogs von Orleans; malte nebenbei, vol" 
ziiglich fur den Hof, en miniature, und ward 1739 Professor an 
der genannten Hochschule, an welcher er Unterricht im Zeichnen 
und. Modelliren nach der Natur gab. Die Hupferstecherschulß 
lieferte damals Blätter von solchem Gehalte, dass _der Erbprinz von 
Coburg veranlasst wurde, an Leybold zu schreiben, und ihm den
        

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