Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1747785
Leth , 
Lethiäre , 
467 
Leth, Hendrlk dB, zwei Zeichner, Iiupferstecher und Buchhänd- 
ler zu Amsterdam, wo der ältere um 1720  1750 arbeitete, der 
jüngere noch "1760 lebte. Er zeichnete und stach nxehrere Ansich- 
ten vqn Amsterdam und der_umliegenden Gegend mit Dörfern, 
Villen und Höfen. Seine Ansichten von Iiermemerlantl erschienen 
mit Text unter dem Titeik: Zegepralencl Hennemerlaxid. Diese Blät- 
ter sind zwar keine Meisterstüeke, aber doch nicht ohne Interesse. 
Dann hat man von einem H. de Leth, oder von beiden in Ge- 
meinschaft, Alabildungenlder Landiiänser qm Veehtstrome: Vech- 
tae fundis, villis, praetorxls atque Pnscis arcxbus triumizantis tabula 
exquisitissima, 100 51-, fol- 
1) Das alte adelige Schloss von Termer, 26 B1. h 
2) Das Landhaus und der Garten von Zeyst, 21 Blätter. 
5) Het verherlyk Watcrgraass of Diemer-Meer, 60 B1. 
4) Flussansiehten, nach G011 dem älteren. 
Lßtlllärß, Guluallmß Glllllßn, Historienmaler, geb. zu St. Anne 
in Guadeloupe 1760, gest. zu Paris 1851- Er bildete sich in Duyen's 
 Schule und machte solche Fortschritte, dass er in einem Alter von 
 26 Jahren den grossen Preis gewann. Den Ruf des lriiinstlers grün. 
dete 1801 das Gemälde mit Brutus, der seine Söhne zum Tode 
verurtheilt, eine grosse (24  14  auch durch den Iidpferstich 
von Coqueret bekannte Composition, gegenwärtig in der Gallerie 
Luxembourgf   
Lethiere entwarf dieses Gemälde schon 1787 als französischer Pen- 
sionär in Rom, und nach der Skizze wurde die Composition in 
Frankreich gestochen. Im Jahre, 1801 war das Gemälde fertig, und 
dieses Bild erklärte man damals neben dem Philoktet, welchen er 
für den gesetzgebenden Corps malte, für eines seiner schönsten Ge- 
mälde. Den Philol-atet auf Lemnos und das kleine Bild einer schla- 
fenden Venus gibt Landen im Umrisse, II. CC. Das Gemälde des 
Brutus wurde auch in Deutschland durch Schlegefs Museum 1812 
II. 54g. bekannt, und geruhmt wvegen des glücklichen Momentes 
der Darstellung, wegen der Zusammenstellung und des bezeichnen- 
den Ausdruckes der Figuren, wegen der- meisterhaften Tech- 
nik, wegen des kräftigen Farbeutones n. s. w. Zum Helden 
seines Stückes wählte der Iiiinstler das berühmte "antike Bildniss 
auf dem Capitol, und dieses ist die schönste Figur des Gemäldes"; 
die andern sind nicht edel genug, und einige für die Handlung 
zu wenig interessirt. Indessen verschaffte dieses Gemälde dem Künst- 
 ler Anerkennung und ehrenvolle Aultrageßlm Jahre-IBM" ernannte 
ihn Napoleon zum Direktor der franzosxschen Akademie in Rom, 
und diese Stelle bekleidete er bis 1820; denn auch der König ehrte ihn 
nach Napoleofs Sturz. Er ernannte den Künstler zumPx-ofessor 
an der königl. Schule der schönen Künste und zum Ritter der Eh- 
renlegion. Das Iristitut öffnete ihm 1815 ebenfalls die Thore.  
LßIliiÖrt-"fs Talent ist seit langer Zeit anerkannt. Die Mischung 
 von Vorzügen und Fehlern, welche zu 'n1ehr als einer Abhandlung 
über seine Werke Veranlassung gegeben hat, wird, nicht verhin- 
 dem, dass er in der Zukunft als einer der merkwürdigsten Maler 
seiner Zeit betrachtet wird, sowohl wegen der Kraft der Darstel- 
lung, als wegen der grossartigen Anordnung seiner" Composmonen. 
Er ging auf dem von David bezeichneten Weg, ClOCh suchte er 
das Tdieatralische mehr zu vermindern. indem er seine Charaktere 
und Iwlotive reiner aus der-Natur schöpfte. Seine Zeichnung ist 
indessen nicht so richtig und edel wie bei David. 
Lethiere hat während seiner langen Thiitigliext eine gmgge Bg: 
 30 c
        

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