Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1747729
Lescret , 
Leslie , 
461 
LßSgfßt,  , der ältere, gab um 1694 in Kupfer gestochene Schrift. 
proben heraus, 71 Blätter, mit einiger Erklärung und Titel.  
LESlIC, Ü. B. , berühmter Maler, wurde um 1790 in England geb" 
kam aber als Kind nach Amerika, und verlebte da die erste Zeit 
seines Lebens. Mit grossem Talente zur Kunst begabt, begab er 
sich zur Ausbildung in der Malerei nach London, ging aber nach 
etlichen Jahren wieder nach Amerika zurück. Nach einiger Zeit 
fand er es gerathener, zum zweiten Mal in England sein Glück 
zu suchen, und jetzt zog er in London bald die Aufmerksamkeit 
auf sich , da er im Bildnisse excellirte. Doch nicht geringere Theil- 
nahme fanden seine Historien nncl Genrestucke, und gegenwärtig 
ist er einer der ausgezeichnetsten überseeischen Künstler. 
C. Pi. Leslie verdient nach Wilkie den! ersten Bang. Nicht dass 
e,- ihm ähnlich wäre, sagt Passavant (Iiunstreise etc 510), sei es 
in der Autfassungs- oder Behandlungsweise, sondern wegen seiner 
grossen Originalität, der lebendigen, humoristischen Darstcllungs. 
Weise und der geistreiclien Führung des Pinsels. Ini Colorit ist er 
wahr und charakteristisch; er scheint darin den P. Veronese zum 
Vorbilde genommen zu haben. Voll unbeschreiblicher Laune ist 
sein Bild des Mittagssegens, welcher während des ersten Aktes der 
"lustigen VVeiber in Windsor" in dem Hause des Herrn Page statt- 
findet. Man inuss sie sehen, diese Weiber von Windsor, sagt 
Passavant, wie sie voll Muthwillen und Ironie den armen Falstziff 
zum Besten haben, wie dieser Herr, in seiner Behaglichkeit am 
Tische gestört, mit ernpörtem Gefühl voll Unwillen sich gegen sie 
Wendet,  wie die andern Gäste sich des Weines erfreuen etc. 
Auch das Costiiin und das alterthümlichc Zimmer sind vortrelilich 
gehalten. 
Einfacher, aber eben so viel Interesse erregend, ist eine Dar- 
stellung aus TristrainShandy, wie Frau Wadman dem Onkel Toby 
ihr sie schmerzendes Auge zeigt, dieser aber nichts darin erkennen 
kann. Ein schönes Brustbild eines jungen Mädchens, die Braut 
betitelt, hat J. Tonison gestochen. Dieses Bild hat in der Fär- 
bung einen besonderen Reiz, indem sie ganz im Reflex erleuchtet 
ist. Spätere Bilder als diese sind jene, welche die bekannte Ge- 
schichte voiu Ei des Columbus und Gullivefs Einführung bei der 
Königin von Brobdingnag vorstellen. Ueber diese Bilder spricht; 
sich Dr. Waagen (Kunstwerke u. Iiiinstler Englands I. 421) nicht 
vortheilhaft aus, indem sich hier zu_ einer adeletirten Aulliassung 
 ein bald ziegel- bald irosenrothes Fleisch, dienlusaminenstellung 
"i der schreiendstcn Conti-astfarben und eine sehr fluchtige Behandlung 
gesellt. Leslie ist indessen in anderen liilderu wieder" desto vor- 
züglicher. Seine Scenen sind mancherlei, und gerne fuhrt er die 
Beschauer in die Comödie des verwichenen Jahrhunderts. Die Bo- 
mane des Walter Scott lieferten ihm ebenfalls häufigen Stoff, beson- 
ders zu Zeichnungen der Illustrationen, die im Stahlstich erschie- 
nen, und dann haben wir von ihm treffliche Bilder in I-IogartNs 
Weise. 'Neben andern sah man 1814 'nen Sancho Panso in den 
Wohnzimmern der Herzogin mit grosssgm Vergnügen. In _diesern 
Bilde ist die Beleuchtung üusserst kunstreich. Voll Igine ist sein. 
Tristram Shandy, wie er die Handschrift wieder {incl . 
Leslie verfertigte die Zeichnungen zu Irvingis Skizzenbuch und 
zu linickerbockefs New-York. 
Leslie, E. f, _Maler zu Kreuznaclfx, ein jetyt lebendey Künstler. 
Er malt Hxstonen. Um 1323 beklexdete er du: Stelle emes Zeich- 
Illlngslehrers am Gymnasium der erwähnten Stadt.
        

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