Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1747553
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Leoni , 
Leoni , 
Leom, Giovannx, Maler, wurde 1639 in Gar i geboren, und am- 
foni unterrichtete ihn in der Kunst in Scagliiula zu arbeiten. Er 
fertigte in Cremona viele schöne Arbeiten dieser Art; namentlich 
rühmte man zwei Schränke im herzoglichen Museum zu Modena. 
Starb 1727.  
Leonl: LudovlcQp der Bruder des Obigen, war ebenfalls geschick- 
ter Scagliolaarbeiter, wie seine Proben in St. Agostino zu Creme- 
na und zu Santa Croce bei Carpi beweisen. DieserL.Leuni wurde 
1637 geboren, und 1727 starb er, wie Tiraboschi angibt. 
LEOIII, LCD, Goldschmied und Bildhauer von Arezvlo, ein sehr 
launstfertiger Mann. Er fertigte eine colossale StatueiKaiser Carl's V. 
von Erz, ein Wunder damaliger Kunst. Die Figur des Kaisers 
war ganz nackt. und der Harnisch eigens dazu gefertiget, S9 ge- 
nau, dass alle Theile schünstens passten. Genauer beschrieben ist 
dieses Kunstwerk in den Lettere pittoriche. Dann fertigte Leoni 
auch Denlirnünzeil mit dem Bildnisse dieses Fürsten, der die Arbei- 
ten des Künstler so wohl aufnahm, dass er ihn zum Ritter machte 
und in den Adelstaml erhob. Er sicherte ihm auch ein Jahrgeltl zu, 
und in Mailand schenkte er demselben ein Haus, das Leoni zu 
einen wahrem Kunstmuseum einrichtete. In Mailand hinterliess er 
auch mehrere Arbeiten, und andere kamen nach Spanien. Für 
den Escurial führte er Bilder in Erz aus, und auf einem Platze in 
Guastalla wurde seine Statue des Prinzen Ferrantes Gonzaga auf- 
estellt. 
g Cav. Leoni blühte um 1550. 
Ileßlll, POmPÜO, Bildhauer, der Sohn des Obigen, ebenfalls ein 
Iiünstler von Ruf. Er fertigte für den Escurial und die Kirche 
desselben grosse und kleine Statuen in Erz und Stein, und für die 
königlichen Schlösser führte er Bildvverke aus. Mit Ruhm und 
Gütern überhäuft, kehrte er nach Mailand zurück, und arbeitete 
auch da noch mehreres. Im Jahre 1610 scheint er gestorben zu 
aeyn.   
Auf dem Hauptaltare der Kirche des Escurial stehen 15 Figuren 
und unter selbigen sind die 12 Apostel, alle von Metall mit e- 
schlagenem Golde überzogen, in mehr als natürlicher Griisse. lgie 
Statuen der beiden Gräber der Könige und noch andere Bildsäu- 
len, sind theils von Kupfer, theils in Marmor. Zu Valladolid in dem 
Iiloster St. Paul der Prediger Mönche ist das berühmte Crucifix 
auf dem grossen Altar, wie auch das Schnitzwerk des grossen Al- 
tars der Iiarmeliter Barfiisser zu Valladolid von ihm.   
LBOHI, Mlguel, Malef und Bildhauer, Pompcds Sohn und Schüler, 
wurde in Mailand geboren, aber sein Wirkungskreis ist m Spa- 
nien zu suchen. Er half dem Vater bei Ausführung seiner Statuen 
für den Escurial. Philipp II. nahm ihn in seine Dienste, und 
PhilippIII. liess ihm 1610 seines Vaters Gehalt auszahlen. In Ma- 
drid und im Escurial sind Werke von ihm-  
Leoni, Christoforo, 
Lebte um 1700. 
Maler 
V01! 
Forli , 
Schüler 
VOII 
Gignani. 
LGOIIi, JRCOPÜ; Baumeister von. Venedig, übte in London seine 
Kunst. Hler gab er die Werke des Palladio mit den Anmerkun- 
im": des J. Jones in englischer, und dann in französischer Sprache 
eraus. Starb 1747.
        

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