Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Keyser - Lodewyck
Person:
Nagler, Georg Kaspar
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1743018
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1747183
Lßigßbe a 
Paul 
Carl. 
Mme. 
407 
überarbeitet, besonders im Gewande, der Hintergrund in Schab- 
 mauier, und daher des zweite Monogramm nur schwer zu erken" 
nen. Bei Weigel der letztere 16 gr. 
Lelgebe, Paul Carl, Maler und Sohn des Obigen, wurde 1664 
in Nürnberg geboren. Er erwarb sich Ruhm durch seine Schlacht- 
und Jagdstiiclie, auch Bildnisse u. a. malte er. In den Schlössern 
zu Dessau und Potsdam sah man Arbeiten von seiner Haml- In 
einem Saale daselbst malte er die Apotheose des grossen Churfiir- 
ten, auf einem Triuinphwagen, von vier weissen Bossen gezogen. 
Das Bildniss des Churfiirsten soll Vaillant gemalt haben, Leigebe 
malte auch Peter den Grossen auf dem Bosse, welches er in der 
Schlacht bei Pultawa ritt. 
C. Leigebe starb nach 1730 als Professor der Akademie. Sein 
Sohn Carl war ebenfalls Professor an derselben Anstalt, doch mehr 
Zeichner als Maler. Dieser starb 1756. 
Paul Leigebds Brüder, Baltasar Gottfried (geb. 1665) und Johann 
Gottfried starben 1680 in zu jungen Jahren, als dass man von ihrer 
Kunst etwas sagen könnte. Ein anderer Bruder, Namens Ferdi- 
nand, war Architekt, und diesen soll der König nach Guinea ge- 
schickt haben, um Friedrichsburg anzulegen.  
Lßlgel, GÜtllfflßd, Formschneider aus Cranach's Schule, der aus 
dem Holstcinkehen gebiirtig seyn soll, aber man kennt seine Le- 
bensverhältnisse nicht. Seine Thätiglieit fiillt zwischen 1526-1560, 
und diese ist in Sachsen zusuchcn. Indessen beruht die Angabe 
von der Existenz eines G. Leigel hauptsächlich nur auf der Erklä- 
 rung des Monogrammes G. L. "auf Blättern einer deutschen Bibel, 
die unter folgendem Titel erschien: Biblia: das ist die ganze hei- 
lige Schrift Deudsch. D. Mart. Luther. Wittenberg-gedruckt durch 
Hans Luft 1561, fol. Auf Blättern dieser Bibel stehen auch Ini- 
tialen G. L., die wohl ebenfalls diesem angenommenen G. Leigel 
angehören. Doch nicht in der Bibel von Hans Luft allein kum- 
men Blätter von diesem Formschneider vor, er arbeitete schon 
früher fiir die erste, sehr seltene Ausgabe der römisch-katholisch- 
antilutherischen Ucbersetzung von Hieronymus Emser, 1527 auf 
Befehl des Herzogs von Sachsen in folio herausgegeben, unter dem 
Titel: Das new testament nach bawt der Christlichen kirchen be- 
wertnn text, corrigirt, unn wiederumb zu recht gebracht und 
XXVII. Gedruckt zu Dressden durch WoEgang Stöekel. In dieser 
Ausgabe des neuen Testaments sind auch Abdrücke, Qriginalschnitte 
der apokalyptischen Bilder von Lucas Granach, vielleicht in Ab- 
klatschen von Typen-Masse, da Emser wegen Formen der Fi- 
guren zur Offenbarung selbst an Cranach schrieb. S. l-Iellefs Cra- 
nach S. 275. Diese Ausgabe ist bei Weigel auf 6 Thl. gewerthet. 
Die Buchstaben G. L. finden sich auch in Luther's neuem Testa- 
 müht, mit dem Titel: Das newe Testament Deutsch. Mart. Luther. 
Wittenbers; MDXXVII. , bei Mich. Lother. Ein auf solche Weise 
bezeichnetes Blatt mit dem schreibenden St. Lucas erklärt Bartsch 
P- EP- VII. 437 unter jenes eines unbekannten G. L., allein die 
Blätter mit den drei andern Evangelisten sind eben so bezeichnet, 
und alle sicher das Werk unsers Meisters. 
Lßlgh-Hvnt, Mmß, Bildhauerin zu London, eine jetztnlebende 
geschickte Künstlerin, Im Jahre 1856 fertigte sie die Buste des 
Dichters Shelley, und qbgleich sie dieses nur aus dem Qedächtnisse 
gethan , so erklärt man doch diese Büste "als das einzig getroffene 
Bildniss des Dichters.
        

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